Einsortiert unter: Tauchen | Schlagwörter: Autowrack, Ford, Galerie, Saibling, Starnberger See, Steilwand, Walchensee, Wasserwacht
Das vergangene Wochenende stand erneut unter dem Zeichen der Tiefe. Am Samstag hatte ich mich erneut mit Johannes am Starnberger See verabredet. Außer uns waren noch einige Teammitglieder von Team Cavebase unterwegs. Johannes und ich verständigten uns auf maximal 22m und abwärts ging es. Die Sicht war über den gesamten Tauchgang hinweg mies. Im Flachbereich unter 0,5m und in 20m dann ganze 2m Sicht. Aktuell ist der Tauchplatz flacher als 20m nicht zu empfehlen. Nach dem TG unterhielten wir uns noch etwas mit Tobi von Cavebase und kehrten schließlich in der Gaststätte Manthal ein.
Für Sonntag hatte ich mich mit Mareike für den Walchensee verabredet. Sie wollte mir nun endlich die Galerie näher bringen. Wir trafen uns auf einem Parkplatz, luden alles in ein Auto und fuhren gemeinsam über den Pass nach Urfeld. Der Parkplatz zum Tauchplatz Galerie ist etwas versteckt vor einer Tunneldurchfahrt (die einseitig durchbrochen ist). Insgesamt ist der Parkplatz recht klein, aber dank der mäßigen Wettervorhersage waren nur wenige Taucher gekommen. Der Walchensee ist zur Zeit gut gefüllt, sodaß man nicht klettern muß. Wir rödelten auf und stiegen für den ersten Tauchgang am linken (nördlichsten) Einstiegsplatz ins Wasser an dem Treppen und ein schönes Plateau den Einstieg erleichtern. Nach einem kurzen Ausrüstungscheck ging es los. Wir sanken die Steilwand hinab in die Tiefe. Die Wand ist beeindruckend. In einer Tiefe bis 30m war die Sicht mittelmäßig, riss aber ab 30m auf. Ich war begeistert von den Felsstrukturen und dem schwarzen Stein. Da im Bergseemodus die Nullzeit etwas verkürzt ist, zählte früh die Deko hoch und so stiegen wir bereits nach 15 Minuten Grundzeit langsam auf. Ein kurzer Deepstop und wir starteten die Austauchphase an der Wand entlang. Nach 49 Minuten war der Tauchgang schon vorbei. Als wir auftauchten mußten wir erleben wie es einen Motorradfahrer im Tunnel zerlegt hat. Routine am Walchensee mußte ich mir sagen lassen. Nach zwei Stunden Oberflächenpause, Überfüllen und erneutem Aufrödeln starteten wir diesesmal am rechten Einstieg um direkt zum Autowrack abzusinken. Etwas unterhalb des Wracks fanden wir einige junge Saiblinge die uns doch einige Zeit beschäftigten. Danach stiegen wir an der Wand langsam auf. Während des Aufstiegs am Überhang vorbei zählte die Deko langsam weiter hoch. Mit 17 Minuten Deko erreichten wir den 3m Bereich. Die Sicht war im Vergleich mit der Tiefe mäßig, jedoch im Vergleich zum Starnberger See super. Der Tauchplatz ist höchst empfehlenswert und ich komme mit Sicherheit wieder! Leider gibt es wenige gute Bilder und Videos von der Galerie trotz der Tatsache, daß es eine beeindruckende Kulisse ist. Ein Video, was zumindest das Wrack wiedergibt habe ich am Ende angehängt.
Nach dem Tauchgang sind wir neben dem Bootsverleih Kuchen essen gegangen. Die Gaststätte erinnert mehr an einen Kiosk und bietet wenig. Der Kuchen war jedoch wirklich zu empfehlen und der Blick aus dem Gastraum ist auch sehr schön. Ich würde ich freuen, wenn mir jemand in der Umgebung eine gute Gaststätte empfehlen kann.
Einsortiert unter: Tauchen, Tauchequipment | Schlagwörter: Ausrüstung, Drak, Dryglove, Interface, Mares Puck, Showa, Smartinterface, Starnberger See, Steilwand, Typ 490, Umfüllschlauch, Wasserwacht
Bei strömendem Regen verschlug es mich am freien Donnerstag zum Starnberger See um mich dort mit Johannes und Mareike zu einem gemütlichen Tauchgang zu treffen. Johannes hatte mich über die Datenbank im taucher.net gefunden. Da Johannes noch recht neu beim Tauchen ist war eine flache Maximaltiefe von 20m angesetzt worden, was mir auf Grund meines neuen TC, mit dem ich noch nicht umzugehen gewöhnt bin auch ganz lieb war. Bevor es ans Tauchen ging war Füllen angesagt. Ich fuhr zur Tauchperle um meine D12 und die Stage zu füllen. Danach konnte ich gleich den neu erworbenen Umfüllschlauch testen und füllte damit von der D12 auf die 1l Argonflasche um. Es klappte so wie geplant und ich bereue den Kauf nicht. Während ich noch füllte traf Mareike ein um ebenfalls zu füllen und vermachte mir ihr altes Interface vom Mares Puck, damit ich in Zukunft hier auch einen visuellen Eindruck meiner Tauchgänge veröffentlichen kann. Dazu später mehr. Meinen IQ-700, der mich in den letzten TGs doch sehr im Stich gelassen hatte hatte ich als Bottom Timer umgestellt und wieder mitgenommen.
Nachdem Johannes angekommen war, warteten wir noch 15 Minuten auf einen angekündigten Mittaucher, der uns jedoch versetzte und so brachen wir zu dritt zur Wasserwacht auf. Auf Grund des mieserablen Wetters waren wir die einzigen Taucher vor Ort als wir eintrafen. Die Wasserwacht wird zwar oft als nicht anfängertauglich beschrieben, doch zum einen bietet sie die Möglichkeit über sanft abfallende Sandhänge an die Wand heran zu tauchen und zum anderen ist der Hang nicht durchgehend steil sondern bietet viele Vorhänge weshalb wir Johannes den Wunsch die berüchtigte “Mörderwand” zu sehen erfüllen wollten. Wir rödelten also gemütlich auf und stürzten uns ins kühle Naß. die neuen, gefütterten Showa Typ 490 Handschuhe erwiesen sich als durchaus warm und brauchbar. Zwar ist das Material etwas dicker und macht es daher schwieriger die Kopfhaube über die Maske zu schieben, etc. jedoch ist das Wegclippen von Fini und Stage erstaunlicherweise kein Problem. Die Sicht im Starni war kurz gesagt saumäßig – bis 20m Tiefe maximal 3m. Tiefer war nicht angesetzt und so mußten wir eng beieinander bleiben. Johannes schlug sich gut und so stiegen wir an der Dekobank in die Wand ein. Ich sah eine einzige Quappe und sonst nur insgesamt sehr wenig. Dennoch war es schön bei wenig Sicht nur Umrisse der Wand wahrzunehmen. Nachdem es im HT für Johannes auf 18m und 8°C etwas frisch wurde tauchten wir langsam in die Gegend um 6m auf, wo die Temperaturen mit 15°C sehr angenehm sind. Die Sicht wird dort jedoch noch schlechter. Eine leichte Strömung trieb uns zurück zur Einstiegsstelle wo wir nach nur 50min wieder auftauchten.
Trotz des Wetters und der Sicht entschieden wir uns für einen zweiten TG. Während wir eine Oberflächenpause einlegten wurden wir mehrfach von Passanten auf die doch ach so tödliche Wand im Starnberger See angesprochen. Die Medienwelle hat voll eingeschlagen. Wir gaben uns alle Mühe zu versichern, daß man hier nicht zwangsläufig sterben würde und daß Tauchen ein schöner Sport sei dessen Risiken unter denen von z.B. Motorrad fahren lägen. Ich hatte den Eindruck, daß uns geglaubt wurde. In der Zwischenzeit war Uwe mit einer Mittaucherin eingetroffen, der ebenfalls einen kurzen Tauchgang plante. Wir quatschten uns etwas fest und machten uns dann für den zweiten TG fertig. Der zweite TG verlief genau wie der erste. Uwes Mittaucherin litt unter einem abgesoffenen Handschuh, weshalb sich die beiden entschieden den Tauchgang kurz zu halten und nur ein paar Übungen zu machen. Schließlich tauchten Uwes Team und wir ziemlich zeitgleich nach 50min wieder auf. Johannes machte einen zufriedenen Eindruck – was will man mehr. Mareike hatte sich wie immer als Spitzenbuddy präsentiert. Der IQ-700 war als BT problemlos gelaufen, was mich an der Diagnose eines defekten Tiefenmessers zweifeln lässt. Vielleicht hatte sich eine Blase unter dem Rechner gefangen. Das gilt es in den kommenden TGs nach und nach zu erforschen. Durch den Backuprechner sollte das kein Problem darstellen. Der Puck tat genau das was er zu tun versprach. Die Anzeige ist zwar noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch das wird sich ändern.
Nach dem Tauchgang entschieden wir uns noch in der Gaststätte Manthal einzukehren. Die Chefin war da und so gab es plötzlich wieder Kaiserschmarrn. Sehr gelungen. Nach der Heimfahrt versuchte ich das den Puck mit dem Smartinterface DRAK auszulesen. leider erfolglos. Scheinbar hat sich irgendetwas an der Steckerform geändert, oder ich habe etwas falsch gemacht. Das werde ich nochmals versuchen. Falls jemand dazu weitere Infos hab bin ich sehr daran interessiert.
Alles in allem ein wirklich gelungener Tauchtag wenngleich das Wetter nicht mitspielte. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tauchsession. Hoffentlich läuft bis dahin auch die Auswertung des TC problemlos und bis dahin wird auch das Armband des Pucks durch Bungees ersetzt, deren Komfort ich wieder zu schätzen gelernt habe.
EDIT: Inzwischen läuft das Interface. Eine Frage der Reihenfolge. Reinstopfen und los legen mag die Software nicht. Immer alles brav Schritt für Schritt
Einsortiert unter: Gedanken | Schlagwörter: BR3, Starnberger See, Steilwand, Tauchverbot, Wasserwacht
Da man in einschlägigen Foren nach den vergangenen Tauchunfällen zur Zeit immer wieder von avisierten vollständigen Tauchverboten im Starnberger See liest hier ein Bericht von BR3, der am Ende klar darauf hinweist, daß solch ein Verbot nicht angestrebt wird. Zudem ein paar seltene und schöne Bilder aus dem Starnberger See an der Wasserwacht.
Einsortiert unter: Tauchen | Schlagwörter: CD-Baum, Halde, Handschuhe, Starnberger See, Steilwand, Strömung, undicht, Wasserwacht
Ich hatte mich über das DDU mit drei weiteren Tauchern verabredet und traf mich gegen 11 Uhr an der Kapelle am Starni. Nach einer kurzen Diskussion um die Landesgrenzen und die Taucherlaubnis im Sommer sind wir zur Sicherheit, aber ohne eine direkte Lösung etwas weiter bis zur Wasserwacht gezogen, wo wir entgegen aller Erwartungen noch vier Parkplätze finden konnten.
Nach dem Aufrödeln ging es los, wir bildeten zwei Zweiergruppen und schon ging es ins Wasser. Nach wenigen Sekunden füllte sich mein linker Handschuh mit Wasser. Erst hatte ich gedacht, daß ich den Handschuh unsauber aufgeschoben hatte, doch auch nachdem ich den Handschuh erneut abgenommen, die Auflagestelle gereinigt und ihn wieder aufgeschoben hatte lief weiter Wasser in den Handschuh. Also Röhrchen raus und hoffen, daß meine zwei Paar Unterziehhandschuhe ausreichend isolieren um den Tauchgang auch so zu überleben. Ich tauchte mit Ivo ab und wir hatten uns als Ziel den CD-Baum auf ca. 40m gesetzt. Nach dem Abtauchen mit ca. 2m akzeptable Sicht und dann wurde es schlagartig noch 20cm Sicht. Das führte dazu, daß Ivo und ich uns verloren und trotz einer kurzen Suche nicht wiederfinden konnten. Also langsam wieder auftauchen um einen erneuten Start zu versuchen.
Ivo tauchte auch auf, wir fanden uns zusammen und starteten einen neuen Versuch. Der zweite Anlauf klappte. Wir tauchten zur Boje und von dort aus direkt abwärts zum CD Baum. Besonders der aufgehängte “Taucherturm” konnte mir ein Grinsen ab-ringen. Die Sicht am Objekt der Begierde war mit über 15m wesentlich besser als oben. Danach ging es zum Ausläufer der daneben liegenden Steilwand und langsam an der Wand wieder nach oben. Die Steilwand ist an der Stelle ziemlich zerklüftet und es finden sich kleine Schutthalden. Sehr idyllisch.
Nach rund 15min Grundzeit hatten sich 12min Deko aufgebaut und so stiegen wir langsam wieder auf. Auf 3m zog uns eine Strömung zurück zum Einstiegspunkt. Auf dem Weg hinab war mir die Strömung nicht aufgefallen, aber auf dem Rückweg konnten wir uns gemütlich ziehen lassen. Lediglich manchmal etwas Nachtarrieren war nötig weil die Strömung auch leicht abwärts geht. Am Ausstieg war meine Hand nach etwas über 60 min Tauchgang bereits wieder aufgetaut, während sie am Grund doch zeitweise kurz vor dem Einfrieren war. Der Tauchgang hat sich dennoch gelohnt weil die Gegend eine der schönsten an der Wasserwacht ist.
Auch im Trockenen konnte ich leider bisher die Undichtigkeit am Handschuh nicht ausmachen. Wahrscheinlich liegt sie zu nah am Ansatz des Handschuhs. Für den DDU Testtag am kommenden Samstag muß wohl entweder ein neues Paar Handschuhe her oder Neoprenhandschuhe werden wieder entmottet. Ärgerlich, daß soetwas ausgerechnet an einem tauchintensiven Wochenende passiert.
Einsortiert unter: Tauchen | Schlagwörter: Dekompression, Stage, Starnberger See, Wand, Wasserwacht
Heute war es nach einer Studienpause endlich wieder soweit und ich hatte mich mit drei weiteren Recken an der Wasserwacht am Starnberger See zum Tauchen verabredet. Ivo, Florian und Koen waren mit von der Partie und wir trafen auch noch Uwe. Es ist schön wieder hier zu sein
Ein Rebreather, drei Doppelpakete und zwei Stages landeten im Wasser und wir bildeten zwei Zweiergruppen. Geplant waren um die 30m, in die linke Richtung und dann zurück. Direkt nach dem Einstieg kreuzte uns eine Tauchschulgruppe, die ihrem Namen alle Ehre machte. Bepackt mit Splitfins pflügten sie wie die Wildsäue durch den Untergrund. Glücklicherweise schlugen sie eine andere Richtung an und so blieben wir für den restlichen Tauchgang von schlechter Sicht verschont. Leider verloren wir die andere Zweiergruppe bei dem Versuch der Wolke auszuweichen und trafen sie erst wieder als sie uns auf 30m in der Dunkelheit entgegen kamen. Wir setzen den Tauchgang dennoch in entgegengesetzten Richtungen fort. Mit 35,5m um sich eine teilweise verrottete Schubkarre anzusehen war der tiefste Punkt erreicht. Auf 15m wechselte ich auf die Stage. Es klappt inzwischen wesentlich besser. Die anderen zwei erreichten die Oberfläche nach ca. 60min und wir beendeten den Tauchgang mit 18min Deko nach 82 min.
Die Sicht ist im Einstiegsbereich generell mittelmäßig (für Starnberger Verhältnisse) mit ca. 3m, ab 20m klärt es auf und wird mit der Tiefe besser. In 30m hatten wir ca. 15m Sicht. Die Temperatur dort liegt wie im Winter bei ca. 5°C. Allerdings ist es oberhalb der Sprungschicht bei 7m mit 15°C angenehm warm für die Deko. Ich freue mich auf den kommenden Tauchgang.





