Constantins Diving Blog


Problemkette eines Tauchgangs

Nach einer langen Woche und einem tauchfreien Samstag war der Entzug wieder zu stark und so ging es wieder ins Wasser. Ich hatte mich mit Matthäus verabredet. Geplant war die Steilwand im Naturschutzgebiet zu betauchen und beim Austauchen etwas Stagehandling zu üben. Ich holte Matthäus also ab, wir beluden das Auto bis unter das Dach und füllten noch kurz an der Tauchperle. Trotz des offenen Geschäfts mußten wir “aus Prinzip” am einarmigen Automaten füllen statt die Flaschen zusammen an den Kompressor zu hängen. Es dauerte also rund 20 Minuten bis alle Flaschen gefüllt waren. Mieser Kundenservice! Danach machten wir uns auf den Weg zum Naturschutzgebiet.

Dort angekommen trafen wir auf zwei weitere Taucher, die uns darüber informierten, daß man versuchen sollte nicht auf dem Teer der Straße zu parken (also auch nicht mit einem Rad) weil es sich um einen Rettungsweg handeln würde und da einige Stadtwächter allergisch reagieren würden. Kleinkariert, aber so ist es nun. Also haben wir uns an die Bäume gepresst und aufgerödelt. Matthäus hatte seinen neuen Lampentank dabei den es zu testen galt. In der Hitze ist es wirklich grausam sich in den Unterzieher und Trocki zu zwängen. Trotz dem, daß wir uns so spät wie möglich in den Trocki packten waren wir bereits ziemlich durchgeschwitzt als wir das Wasser erreichten. Wir versuchten uns kurz etwas zu akklimatisieren und dann starteten wir bald den Tauchgang um in kältere Gefilde zu kommen. Bereits nach wenigen Minuten hatten wir uns unter Wasser verloren. Trotz eingeschalteter Lampe und rundumblick war nichts zu sehen. Die Sicht bis 10m lag bei unter 20cm. Wir tauchten auf, regruppierten uns und versuchten es erneut. Kopf an Flosse erreichten wir in ca. 25m die Kante der Wand. Ich bemerkte, daß Matthäus Probleme mit seiner Maske hatte und diese ständig ausblies. Auch schien der Trimm darunter zu leiden. Nach einiger Zeit fiel dann auch noch Matthäus Hauptlampe aus. Er wechselte auf eine Backup und bestätigte mir, daß es an der Zeit sei aufzutauchen. Die Schwierigkeiten hatten auf seinen Luftverbrauch geschlagen. Wir hielten kurz auf 15m für einen Deepstop und setzten dann langsam aber bestimmt den Aufstieg fort bis wir 3m erreichten um dort die kurze Deko und den Sicherheitsstop abzuhängen. Matthäus beklagte sich nach dem Tauchgang über eine vernebelte Sicht trotz klarer Maske. Die kumulierten Probleme haben wir im Nachgang des Tauchgangs analysiert und ein paar allgemeine Findings erörtert:

  1. Ein mit Problemen begonnener Tauchgang sollte eventuell abgebrochen werden oder mit einer größeren Pause starten
  2. Eine kaputte Hauptlampe ist ein genereller Aufstiegsgrund
  3. Bei erschwerten Bedingungen sollte keine neue Ausrüstung getestet werden
  4. Es sollte generell klar sein, daß ein abgebrochener Tauchgang kein Problem darstellt um den Druck vom Buddy zu nehmen

Ich bin nur froh, daß wir auch nach unserer Analyse nicht alles falsch gemacht haben :-) Trotz aller Probleme war der Tauchgang schön. Wir haben an der Wand ein Tablett gesehen und schöne Wandstrukturen. Und schließlich lernt man von solchen “kleineren” Problemen auch am meisten. Nach dem Tauchgang wurde ich noch zum Essen und auf einen Kaffee eingeladen und wir ließen den Tauchgang gemütlich ausklingen. Ich freue mich auf jeden Fall auf unseren nächsten Tauchgang.



Münchner Tauchwochenende
4. Juli 2011, 09:00
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Das vergangene Wochenende stand erneut unter dem Zeichen der Tiefe. Am Samstag hatte ich mich erneut mit Johannes am Starnberger See verabredet. Außer uns waren noch einige Teammitglieder von Team Cavebase unterwegs. Johannes und ich verständigten uns auf maximal 22m und abwärts ging es. Die Sicht war über den gesamten Tauchgang hinweg mies. Im Flachbereich unter 0,5m und in 20m dann ganze 2m Sicht. Aktuell ist der Tauchplatz flacher als 20m nicht zu empfehlen. Nach dem TG unterhielten wir uns noch etwas mit Tobi von Cavebase und kehrten schließlich in der Gaststätte Manthal ein.

Für Sonntag hatte ich mich mit Mareike für den Walchensee verabredet. Sie wollte mir nun endlich die Galerie näher bringen. Wir trafen uns auf einem Parkplatz, luden alles in ein Auto und fuhren gemeinsam über den Pass nach Urfeld. Der Parkplatz zum Tauchplatz Galerie ist etwas versteckt vor einer Tunneldurchfahrt (die einseitig durchbrochen ist). Insgesamt ist der Parkplatz recht klein, aber dank der mäßigen Wettervorhersage waren nur wenige Taucher gekommen. Der Walchensee ist zur Zeit gut gefüllt, sodaß man nicht klettern muß. Wir rödelten auf und stiegen für den ersten Tauchgang am linken (nördlichsten) Einstiegsplatz ins Wasser an dem Treppen und ein schönes Plateau den Einstieg erleichtern. Nach einem kurzen Ausrüstungscheck ging es los. Wir sanken die Steilwand hinab in die Tiefe. Die Wand ist beeindruckend. In einer Tiefe bis 30m war die Sicht mittelmäßig, riss aber ab 30m auf. Ich war begeistert von den Felsstrukturen und dem schwarzen Stein. Da im Bergseemodus die Nullzeit etwas verkürzt ist, zählte früh die Deko hoch und so stiegen wir bereits nach 15 Minuten Grundzeit langsam auf. Ein kurzer Deepstop und wir starteten die Austauchphase an der Wand entlang. Nach 49 Minuten war der Tauchgang schon vorbei. Als wir auftauchten mußten wir erleben wie es einen Motorradfahrer im Tunnel zerlegt hat. Routine am Walchensee mußte ich mir sagen lassen. Nach zwei Stunden Oberflächenpause, Überfüllen und erneutem Aufrödeln starteten wir  diesesmal am rechten Einstieg um direkt zum Autowrack abzusinken. Etwas unterhalb des Wracks fanden wir einige junge Saiblinge die uns doch einige Zeit beschäftigten. Danach stiegen wir an der Wand langsam auf. Während des Aufstiegs am Überhang vorbei zählte die Deko langsam weiter hoch. Mit 17 Minuten Deko erreichten wir den 3m Bereich. Die Sicht war im Vergleich mit der Tiefe mäßig, jedoch im Vergleich zum Starnberger See super. Der Tauchplatz ist höchst empfehlenswert und ich komme mit Sicherheit wieder! Leider gibt es wenige gute Bilder und Videos von der Galerie trotz der Tatsache, daß es eine beeindruckende Kulisse ist. Ein Video, was zumindest das Wrack wiedergibt habe ich am Ende angehängt.

Nach dem Tauchgang sind wir neben dem Bootsverleih Kuchen essen gegangen. Die Gaststätte erinnert mehr an einen Kiosk und bietet wenig. Der Kuchen war jedoch wirklich zu empfehlen und der Blick aus dem Gastraum ist auch sehr schön. Ich würde ich freuen, wenn mir jemand in der Umgebung eine gute Gaststätte empfehlen kann.



Neue Ausrüstung im Starni

Bei strömendem Regen verschlug es mich am freien Donnerstag zum Starnberger See um mich dort mit Johannes und Mareike zu einem gemütlichen Tauchgang zu treffen. Johannes hatte mich über die Datenbank im taucher.net gefunden.  Da Johannes noch recht neu beim Tauchen ist war eine flache Maximaltiefe von 20m angesetzt worden, was mir auf Grund meines neuen TC, mit dem ich noch nicht umzugehen gewöhnt bin auch ganz lieb war. Bevor es ans Tauchen ging war Füllen angesagt. Ich fuhr zur Tauchperle um meine D12 und die Stage zu füllen. Danach konnte ich gleich den neu erworbenen Umfüllschlauch testen und füllte damit von der D12 auf die 1l Argonflasche um. Es klappte so wie geplant und ich bereue den Kauf nicht. Während ich noch füllte traf Mareike ein um ebenfalls zu füllen und vermachte mir ihr altes Interface vom Mares Puck, damit ich in Zukunft hier auch einen visuellen Eindruck meiner Tauchgänge veröffentlichen kann. Dazu später mehr. Meinen IQ-700, der mich in den letzten TGs doch sehr im Stich gelassen hatte hatte ich als Bottom Timer umgestellt und wieder mitgenommen.

Nachdem Johannes angekommen war, warteten wir noch 15 Minuten auf einen angekündigten Mittaucher, der uns jedoch versetzte und so brachen wir zu dritt zur Wasserwacht auf. Auf Grund des mieserablen Wetters waren wir die einzigen Taucher vor Ort  als wir eintrafen. Die Wasserwacht wird zwar oft als nicht anfängertauglich beschrieben, doch zum einen bietet sie die Möglichkeit über sanft abfallende Sandhänge an die Wand heran zu tauchen und zum anderen ist der Hang nicht durchgehend steil sondern bietet viele Vorhänge weshalb wir Johannes den Wunsch die berüchtigte “Mörderwand” zu sehen erfüllen wollten. Wir rödelten also gemütlich auf und stürzten uns ins kühle Naß. die neuen, gefütterten Showa Typ 490 Handschuhe erwiesen sich als durchaus warm und brauchbar. Zwar ist das Material etwas dicker und macht es daher schwieriger die Kopfhaube über die Maske zu schieben, etc. jedoch ist das Wegclippen von Fini und Stage erstaunlicherweise kein Problem. Die Sicht im Starni war kurz gesagt saumäßig – bis 20m Tiefe maximal 3m. Tiefer war nicht angesetzt und so mußten wir eng beieinander bleiben. Johannes schlug sich gut und so stiegen wir an der Dekobank in die Wand ein. Ich sah eine einzige Quappe und sonst nur insgesamt sehr wenig. Dennoch war es schön bei wenig Sicht nur Umrisse der Wand wahrzunehmen. Nachdem es im HT für Johannes auf 18m und 8°C etwas frisch wurde tauchten wir langsam in die Gegend um 6m auf, wo die Temperaturen mit 15°C sehr angenehm sind. Die Sicht wird dort jedoch noch schlechter. Eine leichte Strömung trieb uns zurück zur Einstiegsstelle wo wir nach nur 50min wieder auftauchten.

Trotz des Wetters und der Sicht entschieden wir uns für einen zweiten TG. Während wir eine Oberflächenpause einlegten wurden wir mehrfach von Passanten  auf die doch ach so tödliche Wand im Starnberger See angesprochen. Die Medienwelle hat voll eingeschlagen. Wir gaben uns alle Mühe zu versichern, daß man hier nicht zwangsläufig sterben würde und daß Tauchen ein schöner Sport sei dessen Risiken unter denen von z.B. Motorrad fahren lägen. Ich hatte den Eindruck, daß uns geglaubt wurde.  In der Zwischenzeit war Uwe mit einer Mittaucherin eingetroffen, der ebenfalls einen kurzen Tauchgang plante. Wir quatschten uns etwas fest und machten uns dann für den zweiten TG fertig. Der zweite TG verlief genau wie der erste. Uwes Mittaucherin litt unter einem abgesoffenen Handschuh, weshalb sich die beiden entschieden den Tauchgang kurz zu halten und nur ein paar Übungen zu machen. Schließlich tauchten Uwes Team und wir ziemlich zeitgleich nach 50min wieder auf. Johannes machte einen zufriedenen Eindruck – was will man mehr. Mareike hatte sich wie immer als Spitzenbuddy präsentiert. Der IQ-700 war als BT problemlos gelaufen, was mich an der Diagnose eines defekten Tiefenmessers zweifeln lässt. Vielleicht hatte sich eine Blase unter dem Rechner gefangen. Das gilt es in den kommenden TGs nach und nach zu erforschen. Durch den Backuprechner  sollte das kein Problem darstellen. Der Puck tat genau das was er zu tun versprach. Die Anzeige ist zwar noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch das wird sich ändern.

Nach dem Tauchgang entschieden wir uns noch in der Gaststätte Manthal einzukehren. Die Chefin war da und so gab es plötzlich wieder Kaiserschmarrn. Sehr gelungen. Nach der Heimfahrt versuchte ich das den Puck mit dem Smartinterface DRAK auszulesen. leider erfolglos. Scheinbar hat sich irgendetwas an der Steckerform geändert, oder ich habe etwas falsch gemacht. Das werde ich nochmals versuchen. Falls jemand dazu weitere Infos hab bin ich sehr daran interessiert.

Alles in allem ein wirklich gelungener Tauchtag wenngleich das Wetter nicht mitspielte. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tauchsession. Hoffentlich läuft bis dahin auch die Auswertung des TC problemlos und bis dahin wird auch das Armband des Pucks durch Bungees ersetzt, deren Komfort ich wieder zu schätzen gelernt habe.

EDIT: Inzwischen läuft das Interface. Eine Frage der Reihenfolge. Reinstopfen und los legen mag die Software nicht. Immer alles brav Schritt für Schritt :-)



Kurzer Bericht zu Todesfällen im Starnberger See
23. Juni 2011, 06:39
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Da man in einschlägigen Foren nach den vergangenen Tauchunfällen zur Zeit immer wieder von avisierten vollständigen Tauchverboten im Starnberger See liest hier ein Bericht von BR3, der am Ende klar darauf hinweist, daß solch ein Verbot nicht angestrebt wird. Zudem ein paar seltene und schöne Bilder aus dem Starnberger See an der Wasserwacht.



CD-Baum mit mäßigem Start
2. Juni 2011, 17:54
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Ich hatte mich über das DDU mit drei weiteren Tauchern verabredet und traf mich gegen 11 Uhr an der Kapelle am Starni. Nach einer kurzen Diskussion um die Landesgrenzen und die Taucherlaubnis im Sommer sind wir zur Sicherheit, aber ohne eine direkte Lösung etwas weiter bis zur Wasserwacht gezogen, wo wir entgegen aller Erwartungen noch vier Parkplätze finden konnten.

Nach dem Aufrödeln ging es los, wir bildeten zwei Zweiergruppen und schon ging es ins Wasser. Nach wenigen Sekunden füllte sich mein linker Handschuh mit Wasser. Erst hatte ich gedacht, daß ich den Handschuh unsauber aufgeschoben hatte, doch auch nachdem ich den Handschuh erneut abgenommen, die Auflagestelle gereinigt und ihn wieder aufgeschoben hatte lief weiter Wasser in den Handschuh. Also Röhrchen raus und hoffen, daß meine zwei Paar Unterziehhandschuhe ausreichend isolieren um den Tauchgang auch so zu überleben. Ich tauchte mit Ivo ab und wir hatten uns als Ziel den CD-Baum auf ca. 40m gesetzt. Nach dem Abtauchen mit ca. 2m akzeptable Sicht und dann wurde es schlagartig noch 20cm Sicht. Das führte dazu, daß Ivo und ich uns verloren und trotz einer kurzen Suche nicht wiederfinden konnten. Also langsam wieder auftauchen um einen erneuten Start zu versuchen.

Ivo tauchte auch auf, wir fanden uns zusammen und starteten einen neuen Versuch. Der zweite Anlauf klappte. Wir tauchten zur Boje und von dort aus direkt abwärts zum CD Baum. Besonders der aufgehängte “Taucherturm” konnte mir ein Grinsen ab-ringen. Die Sicht am Objekt der Begierde war mit über 15m wesentlich besser als oben. Danach ging es zum Ausläufer der daneben liegenden Steilwand und langsam an der Wand wieder nach oben. Die Steilwand ist an der Stelle ziemlich zerklüftet und es finden sich kleine Schutthalden. Sehr idyllisch.

Nach rund 15min Grundzeit hatten sich 12min Deko aufgebaut und so stiegen wir langsam wieder auf. Auf 3m zog uns eine Strömung zurück zum Einstiegspunkt. Auf dem Weg hinab war mir die Strömung nicht aufgefallen, aber auf dem Rückweg konnten wir uns gemütlich ziehen lassen. Lediglich manchmal etwas Nachtarrieren war nötig weil die Strömung auch leicht abwärts geht. Am Ausstieg war meine Hand nach etwas über 60 min Tauchgang bereits wieder aufgetaut, während sie am Grund doch zeitweise kurz vor dem Einfrieren war. Der Tauchgang hat sich dennoch gelohnt weil die Gegend eine der schönsten an der Wasserwacht ist.

Auch im Trockenen konnte ich leider bisher die Undichtigkeit am Handschuh nicht ausmachen. Wahrscheinlich liegt sie zu nah am Ansatz des Handschuhs. Für den DDU Testtag am kommenden Samstag muß wohl entweder ein neues Paar Handschuhe her oder Neoprenhandschuhe werden wieder entmottet. Ärgerlich, daß soetwas ausgerechnet an einem tauchintensiven Wochenende passiert.



Fischwahn an der Wasserwacht
18. Mai 2011, 21:48
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Heute habe ich mich zum Afterworkdive mit Klaus an der Wasserwacht verabredet. Um 20.30 Uhr ging es los. Die Sicht im flacheren Bereich war sehr mäßig und so dödelten wir gemütlich in Richtung Dekobank. Jedoch sanken wir zu tief ab und untertauchten die Bank. Auf ca. 20m stiegen wir in die Wand ein und wurden bereits von der ersten Quappe begrüßt. Ab ca. 18m wurde die Sicht schlagartig besser. Wir sanken auf ca. 40m und hatten Sichtweiten so weit das Licht der Lampen reichte. Durch die einsetzende Dunkelheit war es gefühlt noch dunkler als sonst. Ein tolles Gefühl als aus der Dunkelheit gleich 3 Quappen dicht hintereinander auftauchten und sich in keinster Weise ablenken ließen. Ich widerstand der Versuchung sie zu berühren und glitt in ca. 30cm Abstand über sie hinweg.

Nach 37 Minuten hatte sich bereits Deko aufgebaut und so tauchten wir langsam auf. Auf dem Weg kreuzten wir eine weitere Quappe auf dem Sandhang und viele Barschschwärme sowie einzelne Barsche von beachtlicher Größe. Wir hingen unsere Deko ab und entschieden uns noch ein wenig Fische zu gucken. Nach etwas mehr als einer Stunde entstiegen wir dem Wasser. Zwar hatten wir einen Großteil der Steilwand geschickt umtaucht, aber die Fischvielfalt hat es locker wieder wett gemacht. Diese Uhrzeit ist definitiv wiederholenswert.

Beim Abrödeln kreuzte noch ein Fuchs unseren Weg und gab dem Tauchgang das besondere Extra mit auf den Weg.



Zurück in München
15. Mai 2011, 17:31
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Heute war es nach einer Studienpause endlich wieder soweit und ich hatte mich mit drei weiteren Recken an der Wasserwacht am Starnberger See zum Tauchen verabredet. Ivo, Florian und Koen waren mit von der Partie und wir trafen auch noch Uwe. Es ist schön wieder hier zu sein :-)

Ein Rebreather, drei Doppelpakete und zwei Stages landeten im Wasser und wir bildeten zwei Zweiergruppen. Geplant waren um die 30m, in die linke Richtung und dann zurück. Direkt nach dem Einstieg kreuzte uns eine Tauchschulgruppe, die ihrem Namen alle Ehre machte. Bepackt mit Splitfins pflügten sie wie die Wildsäue durch den Untergrund. Glücklicherweise schlugen sie eine andere Richtung an und so blieben wir für den restlichen Tauchgang von schlechter Sicht verschont. Leider verloren wir die andere Zweiergruppe bei dem Versuch der Wolke auszuweichen und trafen sie erst wieder als sie uns auf 30m in der Dunkelheit entgegen kamen. Wir setzen den Tauchgang dennoch in entgegengesetzten Richtungen fort. Mit 35,5m um sich eine teilweise verrottete Schubkarre anzusehen war der tiefste Punkt erreicht. Auf 15m wechselte ich auf die Stage. Es klappt inzwischen wesentlich besser. Die anderen zwei erreichten die Oberfläche nach ca. 60min und wir beendeten den Tauchgang mit 18min Deko nach 82 min.

Die Sicht ist im Einstiegsbereich generell mittelmäßig (für Starnberger Verhältnisse) mit ca. 3m, ab 20m klärt es auf und wird mit der Tiefe besser. In 30m hatten wir ca. 15m Sicht. Die Temperatur dort liegt wie im Winter bei ca. 5°C. Allerdings ist es oberhalb der Sprungschicht bei 7m mit 15°C angenehm warm für die Deko. Ich freue mich auf den kommenden Tauchgang.



Josephine 2
24. Januar 2011, 08:51
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Auch der Sonntag war wieder vom Tauchen geprägt. Zur Mittagszeit hatte ich mich mit Mareike erneut zum Tauchen verabredet. Ich hatte geplant bei der Tauchperle in Percha vor dem Tauchgang noch zu füllen.

Als ich dort ankam stand bereits eine Gruppe an Tauchern vor der Basis und schaute eher düster drein. Der Grund hierfür war schnell gefunden, denn die Füllstation war dicht. Ein Zettel an der Tür informierte den Taucher, daß die Filterpatrone verbraucht sei. Ich war etwas verwundert, wie eine Filterpatrone so plötzlich und unerwartet verbraucht sein kann daß man nichtmal rechtzeitig Ersatz herbeischaffen kann; das ist schon mäßiges Management. Aber mir ist es im Endeffekt lieber wenn die Station dann dicht macht, als wenn sie unreine Luft in meine Flaschen pumpt. Geschäftstüchtig wäre es gewesen, wenn man dann direkt davor einen Verkaufsstand mit Personalfiltern eröffnet hätte :-P

Als Mareike eintraf haben wir also erstmal mit dem Füllschlauch für Druck auf meinen Flaschen gesorgt. Dank der Stage am gestrigen Tag waren die Flaschen ja auch noch einiges über den 100bar. Kaum aufgerödelt fror bei -2°C der Druckknopf des Inflators fest und blies erstmal ordentlich den Wing auf. An Land ist es schon recht schwierig im Gehen die Ventile zu zu drehen…  Im Wasser taute das ganze aber schnell wieder auf und der V-Drill zum Beginn des Tauchgangs kann sicherlich auch nicht schaden :-) Danach hat mich Mareike zur Josephine 2 geführt. Dieses Schindelwrack ist (wie die Josephine) ca. 100 Jahre alt und vom gleichen Betreiber gewesen. Es ist ebenfalls mit Schindeln gefüllt und trotz seiner erstaunlich kleinen Größe ein tolles Erlebnis. Alleine zu wissen, wie lange dieses Wrack an der Stelle liegt und wie gut es erhalten ist ist atemberaubend! Am Wrack gibt es anscheinend noch eine große Quappe, die sich allerdings vor mir unter dem Bug versteckte. Schade, aber ein Grund wieder zu kommen. Die Sicht war auch hier wieder fantastisch.

Nach dem Schindelwrack sind wir noch zum Segelboot getaucht und dann zurück zum Einstiegspunkt. Dort machte sich bereits eine weitere Gruppe Taucher fertig. Eine Taucherin hatte ihre Maske vergessen und so halfen wir natürlich gerne aus. Während wir auf die Maske warteten sind wir wieder ins Restaurant Manthal gefahren und haben es uns dort gut gehen lassen. Leider war der Kaiserschmarrn an dem Tag aus. Sehr bedauerlich!

Das ganze war ein wirklich gebührender Abschied aus München, da ich nun erstmal für 2-3 Monate gen England zu einer Tauchpause entschwebe und meine Master Thesis beende bevor ich vorraussichtlich erneut für längere Zeit in die Gegend kommen werde! Dann freue ich mich erneut auf viele tolle Tauchgänge rund um München mit spitzen Buddies!



Ein Segelboot und eine Stage
23. Januar 2011, 18:08
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Gestern war es wieder soweit und ich habe Mattäus am Starnberger See eingesammelt. Er hatte mir angeboten, mir den Umgang mit einer Stage näher zu bringen und mich üben zu lassen. Er hatte sich dazu aus dem Pool von cavebase eine 80cuft Stage ausgeliehen.

Wir fuhren nach Berg, wo Mattäus durch seine Mitarbeit bei einem Schiffahrtsverband eine Genehmigung zum Tauchen hatte. Eigentlich ist an dieser Stelle Tauchverbot. Das scheint allerdings wenige Personen zu interessieren, denn es war einiges an Tauchverkehr vorzufinden. Wir haben uns also gemütlich aufgerödelt und sind abgetaucht. Geplant war ein gemütlicher Tauchgang mit Übergabe der Stage auf ca. 10m und ein paar Übungen und dann würde ich Mattäus folgen. So haben wir das ganze auch durchgezogen. Mattäus hat mir die Übung vorgemacht, die Stage übergeben und ich habe es nachgemacht. Erstaunlicherweise hat es besser geklappt als ich es mir vorgestellt hatte. Durch die gute Einweisung hatte ich bei der Übergabe Auf- und Abtrieb bedacht und somit keine nennenswerte Vertikalbewegung im Wasser. Einiges an Umgewöhnung erfordert allerdings das Clippen der Stage mit den Trockenhandschuhen (bisher hatte ich am linken Hüft-D-Ring ja nur das Fini). Trotz großer Karabiner ist das wirklich verzwickt und fordert wohl eine Menge Übung. Ähnlich verhält es sich mit dem Schlauchgewirr :-) Mit etwas Übung scheint das aber machbar zu sein! Was mir auch noch aufgefallen ist ist meine Liebe zum Cyclon. An der Stage war ein Apeks TX50. Das Gaumensegel am Mundstück ist zwar sehr bequem, aber die mittlere Einstellung was den Atemwiderstand betrifft empfand ich als viel zu leicht. Ich wurde dauernd aufgeblasen bis ich den Widerstand fast bis zum Anschlag erschwerte. Ich empfand das als störend.

Mit der Stage sind wir dann zum Segelboot dort getaucht. Die Sicht war mit ca. 20m hervorragend! Auf dem Rückweg hat mich Mattäus noch zu einer Stelle geführt wo der Sand etwas abgetragen ist und einige Relikte aus dem 2. Weltkrieg zu finden sind. Von Munitionsresten bis hin zu NS-Anstecknadeln.

Danach habe ich den Stageregler wie anfangs gezeigt wieder verstaut (was erneut mit den etwas kalten Fingern und den dicken Handschuhen einiges an Fummelei bedeutet hat). Auch hier tut Übung und etwas Routine gut. Der Auftrieb der Stage kam mir bei dieser Übung aber sehr entgegen. Quasi praktisch :-)

Nach 50min sind wir ganz gemütlich aus dem Wasser gestiegen. Der Tauchgang war sehr lehrreich und durch die enormen Sichtweiten einfach nur toll. Wenn ich wieder in München bin hat Mattäus schon Wiederholung angekündigt.



Allgemeinverfügung Starnberger See
18. Januar 2011, 09:53
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Aus gegebenem Anlass und weil ich selber bis vor kurzer Zeit noch nichtmal wußte daß neben den bayerischen Landeswasserschutzgesetzen noch eigene Verfügungen existieren habe ich mich mal umgesehen. Gefunden habe ich, wie nicht anders zu erwarten, die oft zitierte Allgemeinverfügung des Starnberger Sees vom 01.04.2008. Eigentlich hätte ich wohl etwas früher danach suchen sollen, doch welcher Taucher aus dem Gebiet um BaWü ahnt schon, daß die Bayern das Tauchen aus derart anderen Sichtwinkeln betrachten :-)

Um auch anderen Tauchern aus der Gegend die teilweise übertrieben heftigen Anfeindungen zu ersparen (verwunderlich, daß zumeist diejenigen laut schreien, die selber nie am See anzutreffen sind ;-) ) hier nun die entsprechende Allgemeinverfügung zum Tauchen im Starnberger See: AVV_STA .

Übrigens wäre zur Lösung des Tiefenproblems EAN24 bis ca. 50m möglich. Und es würde nicht unter den Pressluftparagraphen der AVF fallen. Ob das allerdings so zielführend ist?




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