Fischwahn an der Wasserwacht
Heute habe ich mich zum Afterworkdive mit Klaus an der Wasserwacht verabredet. Um 20.30 Uhr ging es los. Die Sicht im flacheren Bereich war sehr mäßig und so dödelten wir gemütlich in Richtung Dekobank. Jedoch sanken wir zu tief ab und untertauchten die Bank. Auf ca. 20m stiegen wir in die Wand ein und wurden bereits von der ersten Quappe begrüßt. Ab ca. 18m wurde die Sicht schlagartig besser. Wir sanken auf ca. 40m und hatten Sichtweiten so weit das Licht der Lampen reichte. Durch die einsetzende Dunkelheit war es gefühlt noch dunkler als sonst. Ein tolles Gefühl als aus der Dunkelheit gleich 3 Quappen dicht hintereinander auftauchten und sich in keinster Weise ablenken ließen. Ich widerstand der Versuchung sie zu berühren und glitt in ca. 30cm Abstand über sie hinweg.
Nach 37 Minuten hatte sich bereits Deko aufgebaut und so tauchten wir langsam auf. Auf dem Weg kreuzten wir eine weitere Quappe auf dem Sandhang und viele Barschschwärme sowie einzelne Barsche von beachtlicher Größe. Wir hingen unsere Deko ab und entschieden uns noch ein wenig Fische zu gucken. Nach etwas mehr als einer Stunde entstiegen wir dem Wasser. Zwar hatten wir einen Großteil der Steilwand geschickt umtaucht, aber die Fischvielfalt hat es locker wieder wett gemacht. Diese Uhrzeit ist definitiv wiederholenswert.
Beim Abrödeln kreuzte noch ein Fuchs unseren Weg und gab dem Tauchgang das besondere Extra mit auf den Weg.

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Josephine 2
Auch der Sonntag war wieder vom Tauchen geprägt. Zur Mittagszeit hatte ich mich mit Mareike erneut zum Tauchen verabredet. Ich hatte geplant bei der Tauchperle in Percha vor dem Tauchgang noch zu füllen.
Als ich dort ankam stand bereits eine Gruppe an Tauchern vor der Basis und schaute eher düster drein. Der Grund hierfür war schnell gefunden, denn die Füllstation war dicht. Ein Zettel an der Tür informierte den Taucher, daß die Filterpatrone verbraucht sei. Ich war etwas verwundert, wie eine Filterpatrone so plötzlich und unerwartet verbraucht sein kann daß man nichtmal rechtzeitig Ersatz herbeischaffen kann; das ist schon mäßiges Management. Aber mir ist es im Endeffekt lieber wenn die Station dann dicht macht, als wenn sie unreine Luft in meine Flaschen pumpt. Geschäftstüchtig wäre es gewesen, wenn man dann direkt davor einen Verkaufsstand mit Personalfiltern eröffnet hätte
…
Als Mareike eintraf haben wir also erstmal mit dem Füllschlauch für Druck auf meinen Flaschen gesorgt. Dank der Stage am gestrigen Tag waren die Flaschen ja auch noch einiges über den 100bar. Kaum aufgerödelt fror bei -2°C der Druckknopf des Inflators fest und blies erstmal ordentlich den Wing auf. An Land ist es schon recht schwierig im Gehen die Ventile zu zu drehen… Im Wasser taute das ganze aber schnell wieder auf und der V-Drill zum Beginn des Tauchgangs kann sicherlich auch nicht schaden
Danach hat mich Mareike zur Josephine 2 geführt. Dieses Schindelwrack ist (wie die Josephine) ca. 100 Jahre alt und vom gleichen Betreiber gewesen. Es ist ebenfalls mit Schindeln gefüllt und trotz seiner erstaunlich kleinen Größe ein tolles Erlebnis. Alleine zu wissen, wie lange dieses Wrack an der Stelle liegt und wie gut es erhalten ist ist atemberaubend! Am Wrack gibt es anscheinend noch eine große Quappe, die sich allerdings vor mir unter dem Bug versteckte. Schade, aber ein Grund wieder zu kommen. Die Sicht war auch hier wieder fantastisch.
Nach dem Schindelwrack sind wir noch zum Segelboot getaucht und dann zurück zum Einstiegspunkt. Dort machte sich bereits eine weitere Gruppe Taucher fertig. Eine Taucherin hatte ihre Maske vergessen und so halfen wir natürlich gerne aus. Während wir auf die Maske warteten sind wir wieder ins Restaurant Manthal gefahren und haben es uns dort gut gehen lassen. Leider war der Kaiserschmarrn an dem Tag aus. Sehr bedauerlich!
Das ganze war ein wirklich gebührender Abschied aus München, da ich nun erstmal für 2-3 Monate gen England zu einer Tauchpause entschwebe und meine Master Thesis beende bevor ich vorraussichtlich erneut für längere Zeit in die Gegend kommen werde! Dann freue ich mich erneut auf viele tolle Tauchgänge rund um München mit spitzen Buddies!

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Verlängertes Tauchwochenende am Starnberger See
3. November 2010, 09:21
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Nachdem ich mich nun in München etwas eingelebt habe und mein Tauchgerödel nachgezogen ist war es am vergangenen Wochenende mal wieder soweit. Mit Hilfe des DDU-Forums hatte ich ein paar Buddies gefunden um den Starnberger See zu erkunden.
Samstag nachmittag um 16 Uhr sollte es los gehen und Mareike, Piti, Klaus und Florian standen Gewehr bei Fuß am Einstiegsplatz “Kapelle”. Alle außer Klaus mit schwerem Gerät
Uli war als Surface Support und zum Bilder machen ebenfalls gekommen (sobald Uli Zeit hat werde ich die Bilder auch bekommen und online stellen). Eine nette Truppe!
Nach einer kurzen Absprache würden Mareike und ich und die restlichen drei jeweils als Team abtauchen. Deko war nicht vorgesehen und 30m wurden als Tiefengrenze abgesprochen. Und hinein ging es in die Tiefe. Ab ca. 15m wurde es trotz Sonnenschein dunkel und Mareike lieh mir ihre Heser Backup (geiles Ding). Gemeinsam schwebten wir an zwei Alruten (Quappen) vorbei zur Steilwand. Der Steilhang hat mich begeistert. Es ist einfach monumental wenn man daran vorbei schwebt. Wie Bergsteigen…nur das man nicht klettert sondern daran vorbei fliegt. Und das alles im mystischen Halbdunkel. Mareike war wie erwartet ein sehr ruhiger und ausgeglichener Buddy. Nach knapp über 26m war tiefenmäßig an dem Tag Ende, was allerdings nicht störend war. Der TG endete nach 62 min, was auf Grund der Kälte in der Tiefe mich ganz glücklich machte. Etwas fröstelnd aber überglücklich ging es dann ans Umziehen und danach “Zum Brückenwirt”. Ein toller Tag!
Am kommenden Tag hatten wir uns in reduzierter Mannstärke (ohne Pity und Uli) erneut verabredet, um am Badeplatz einzusteigen. Morgens um 10 schlugen wir auf um allerdings erst gegen kurz vor 12 ins Wasser zu steigen. Ich bin wieder mit Mareike abgetaucht und durfte ihre Führung unter Wasser genießen. Der TG war 33,4m tief und dauerte 50min. Und es war mein erster Deko-TG. Auch wenn Mareike es gerne verhindert hätte bestand mein TC auf 5 min Deko auf 3m. Der Grund für unsere lange Grundzeit bestand in mehreren ausgewachsenen Saiblingen mit schönem roten Bauch und wieder den tollen Wänden unter Wasser.
Nach einer ausgedehnten Oberflächenpause wanderten wir für den Nachmittag zum Tauchplatz Wasserwacht. Klaus hatte keine Luft mehr und verlies uns, sodaß Mareike, Florian und ich zu dritt abtauchten – wieder in Richtung Steilwand. Allerdings sollte der TG mit max. 19,3m eher flach werden. Durch die vielen Sehenswürdigkeiten auf der Tiefe fiel mir das aber nichtmal auf. Wir sind ganzen Barschschwärmen begegnet, einer Quappe und einem Aal (den ich allerdings nicht gesehen habe) und haben die Überhänge in der Steilwand bewundert. Am Ende haben wir noch die Dekobank begutachtet und zwei “Tekkis”, die ihre Stages durch den Matsch gezogen haben und haben Flossenschläge geübt. Flutterkick, modified Flutterkick, Frogkick und modified Frogkick klappen bei mir ganz gut. Aber sowohl die Helicopterturns als auch (vor allem!) der Backwardkick lassen mich zur Zeit verzweifeln. Beim Helicopterturn habe ich einen Radius und tendiere dazu die Tarierung zu verlieren und beim Backwardkick bewege ich mich eher vor- als rückwärts… Übungsbedarf. Zum Üben haben sich Florian und ich dann auch für den kommenden Tag verabredet. Danach habe ich Mareike noch ihr Zweitmesser abgekauft, da ich noch keins besitze. Wir sind noch Füllen gefahren und dann ging es erstmal nach Hause.
Am Montag morgen um 10 trafen sich also Florian und ich wieder an der Einstiegsstelle Badeplatz. Wir hatten uns vorgenommen Flossenschläge etc. zu üben. Florian wollte außerdem mal seine Boje setzen. Leider endete der TG nach 26 min durch eine Undichtigkeit in seinem Inflatorschlauch. Selbige behoben wir in einer Oberflächenpause. Es war nur ein O-Ring verrutscht und wollte neu angebracht werden. Der zweite TG startete vielversprechend und wir sanken bis zur oberen Kante der Steilwand, die an dieser Stelle in 36m Tiefe beginnt – mein tiefster TG bisher. Und das völlig ungeplant und fast unbemerkt. Florian kämpfte mit seiner ausgeliehenen Lampe, die öfter mal den Geist aufgab. Beim Aufstieg sahen wir wiedereinmal eine einsame Quappe, bevor wir in 7m Tiefe erneut Flossenschläge übten. Zum Ende hin versuchte Florian noch seine Boje zu setzen. Das erwies sich als schwierig und klappte nicht so ganz wie geplant. Dabei sieht es immer so einfach auf den Lehrvideos aus
Florian ist ansonsten aber (wie alle Buddies des WEs) ein ziemlich guter Taucher mit klaren Zielen vor Augen. Hut ab…
Insgesamt kam ich auf 5 TGs an diesem Wochenende mit vielen tollen Erlebnissen. Und auch wenn grade die Übungen viel Luft kosten war mein AMV auf sehr erträglichem Niveau. Ich freue mich schon aufs nächste mal!


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