Constantins Diving Blog


Tiefer, länger, weiter
16. Januar 2011, 18:03
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Heute habe ich mich wiedermal am Starnberger See zum Tauchen verabredet. Florian war da und Piti aus dem DDU hatte sich angekündigt. Zu morgenschreiender Stunde schlugen wir um 9 an der Kapelle auf und es war gewohnt überfüllt. Wir haben uns gemütlich aufgerödelt und noch das ein oder andere Schwätzchen gehalten.

Piti hatte eine Stage (EAN21 ;-) ) dabei um den etwas ausufernden TG luftmäßig abzusichern. Empfehlenswerte Einstellung finde ich. Wir besprachen die klassische Tour zum Panther zu nehmen und davor noch mal in der Tiefe bei den Fischen vorbei zu gucken. Das obligatorische “Deko muß nicht sein” wurde gehaucht (wissend, daß es anders kommen würde). Wir sind also auf 40+m gefallen und haben dort bei hervorragender Sicht Saiblinge und Barsche beobachtet. Wenn der Luftvorrat in der Tiefe nicht so schnell schwinden würde und die Deko nicht so unsäglich hochzählen würde wäre es noch etwas länger schön gewesen. Auffallend war, daß ich in der Tiefe keine Probleme mit mathematischen Gleichungen o.ä. hatte. Vielleicht waren wir nicht lange genug auf Tiefe?! Von dort aus tauchten wir langsam in Richtung Panther auf und verpassten ihn spontan. Also sind wir nach einiger Zeit umgedreht und haben ihn auf dem Rückweg erwischt. Noch an der Steinwand entlang zur Putte und dann hatten sich 34min Deko aufgestaut, die zu einem Großteil auf 3m abgetaucht werden wollten. Bibber! Trotz Rückwärtsschwimmtraining, Helicopter Turns und Valve Drill war ich dem Eiszapfen schon recht nah. Erschwert hat das auch, daß ich Probleme hatte den ausgeliehenen Zoop richtig zu interpretieren, da er nur die Gesamtaufstiegszeit und die jeweils nächste Dekostufe anzeigt. Der weitere Aufstieg wird dadurch angezeigt, daß sich die angezeigte Dekostufe ändert. Da ist mir der Tusa IQ-700 wesentlich lieber was die bereitgestellten Informationen angeht. Nach 80min waren wir dann wieder an der Wasseroberfläche. Mit 13l/min war mein AMV aber unterhalb meiner Erwartungen. Der TG war wiederholenswert.

Besonders gefreut hat mich, daß Piti meinte, daß die Beschriftung des Tanks gut unter Wasser zu sehen sei. Also hat sich das erneute Anbringen gelohnt.



Urlaubs-end-tauchen
10. Januar 2011, 08:43
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Gestern habe ich mich zum allgemeinen Urlaubsende nochmals mit zwei Buddies zum Tauchen getroffen.

Als ich morgens um 09.30 Uhr nach dem Füllen an der Kapelle zum ersten Tauchgang des Tages vorfuhr mußte ich feststellen, daß ich nicht grade der einzige mit dieser Idee war. Alle Parkplätze waren zum Bersten voll! Als Florian aus dem DDU eintraf haben wir uns noch etwas mehr gequetscht um dann schlußendlich zu starten. Wir trafen vor Ort noch Klaus und machten uns langsam ans anrödeln. Geplant war ein Drop auf 38m zum allseits beliebten Panther und dann gemütliches Austauchen. Wir hatten mal 40m als Obergrenze festgelegt und mit dem Kommentar “Deko muß nicht sein, aber wenns dann passiert isses auch nicht so tragisch” ging es auch los. Nachdem wir etwas hinausgepaddelt waren und uns fallen ließen endeten wir auf 45m knapp unter unserem Ziel. Der Panther war schnell gefunden, aber leider fand ich das schöne Schwein nicht mehr (jemand eine Idee, auf wie viel m das liegt?). Auf dem Rückweg sind wir dann in Richtung der Gipsfigur am Ende des Abhangs getaucht. Der Blick auf den TC segnete uns dann jedoch wie erwartet auch mit etwas längeren Dekozeiten als geplant. Unter Wasser übertauchten wir dann noch Piti aus dem DDU und reihten uns zu einer kleinen Heerschar an dekompressierenden Tauchern ein. Es fröstelte uns bereits ein wenig und nach 14min Deko klapperte es schon ganz schön bei mir. Immerhin konnte ich mir die Zeit durch rückwärts schwimmen üben etwas vertreiben und das wärmte auch etwas auf. Es klappt immer besser! Der gesamte TG dauerte 60 min und war mit Florian gewohnt routiniert. Immer wieder gerne.

Nachdem wir aus dem Wasser kamen und uns erstmal abgerödelt hatten war es für mich an der Zeit den zweiten Buddy für den Tag einzusammeln. Florian mußte leider zu einem Termin und so würde ich mit Max, der mich über die Buddybörse auf dem taucher.net gefunden hatte alleine abtauchen. Er wollte, wie vor kurzem schon Daniel auch halbtrocken das kühle Naß erkunden. Bei milden 11°C aber sicherlich etwas erträglicher. Er hatte vorsichtshalber dennoch einen Heizstrahler zum Aufwärmen mitgebracht. Geplant war erneut der Panther und dann ein Aufstieg in flachere Bereiche. Auch weil Max mit einer M15 unterwegs war waren 45min Tauchzeit geplant. Irgendwie sind wir aber etwas zu tief abgesunken und als wir über den geröllhaltigen Teil hinaus schwebten dämmerte es mir, daß wir den Panther wohl etwas untertaucht hatten. Erwähnenswert wäre allerdings die hervorragende Sicht in diesem sandigen Bereich (abgesehen von der natürlichen, absoluten Dunkelheit). Wir stiegen also etwas auf und tauchten zurück bis unser Licht die Kloschüssel erleuchtete. Direkt unterhalb steht der Panther und so war er doch noch gefunden. Da Max mir an der Stelle 100bar anzeigte war an die Gipsfigur nicht mehr zu denken. Wir tauchten dennoch ein wenig in die Richtung um ihm noch ein wenig Abhang und die schöne Bodenstruktur an der Boje zu zeigen. Kurz darauf hatte sich wieder einiges an Deko aufgestaut und Max begann zu frieren. Also ging es erneut ans Absitzen der Deko und dann ans abrödeln. Max war heilfroh über seinen Heizstrahler. Er erleichterte mich noch um meine alten Neoprensocken und dann ging es für uns beide zurück ins Arbeitsleben. Ein netter Tauchstart in das Jahr 2011… Und es schneit wieder.



Verlängertes Tauchwochenende am Starnberger See

Nachdem ich mich nun in München etwas eingelebt habe und mein Tauchgerödel nachgezogen ist war es am vergangenen Wochenende mal wieder soweit. Mit Hilfe des DDU-Forums hatte ich ein paar Buddies gefunden um den Starnberger See zu erkunden.

Samstag nachmittag um 16 Uhr sollte es los gehen und Mareike, Piti, Klaus und Florian standen Gewehr bei Fuß am Einstiegsplatz “Kapelle”. Alle außer Klaus mit schwerem Gerät ;-) Uli war als Surface Support und zum Bilder machen ebenfalls gekommen (sobald Uli Zeit hat werde ich die Bilder auch bekommen und online stellen). Eine nette Truppe!

Nach einer kurzen Absprache würden Mareike und ich und die restlichen drei jeweils als Team abtauchen. Deko war nicht vorgesehen und 30m wurden als Tiefengrenze abgesprochen. Und hinein ging es in die Tiefe. Ab ca. 15m wurde es trotz Sonnenschein dunkel und Mareike lieh mir ihre Heser Backup (geiles Ding). Gemeinsam schwebten wir an zwei Alruten (Quappen) vorbei zur Steilwand. Der Steilhang hat mich begeistert. Es ist einfach monumental wenn man daran vorbei schwebt. Wie Bergsteigen…nur das man nicht klettert sondern daran vorbei fliegt. Und das alles im mystischen Halbdunkel. Mareike war wie erwartet ein sehr ruhiger und ausgeglichener Buddy. Nach knapp über 26m war tiefenmäßig an dem Tag Ende, was allerdings nicht störend war. Der TG endete nach 62 min, was auf Grund der Kälte in der Tiefe mich ganz glücklich machte. Etwas fröstelnd aber überglücklich ging es dann ans Umziehen und danach “Zum Brückenwirt”. Ein toller Tag!

Am kommenden Tag hatten wir uns in reduzierter Mannstärke (ohne Pity und Uli) erneut verabredet, um am Badeplatz einzusteigen. Morgens um 10 schlugen wir auf um allerdings erst gegen kurz vor 12 ins Wasser zu steigen. Ich bin wieder mit Mareike abgetaucht und durfte ihre Führung unter Wasser genießen. Der TG war 33,4m tief und dauerte 50min. Und es war mein erster Deko-TG. Auch wenn Mareike es gerne verhindert hätte bestand mein TC auf 5 min Deko auf 3m. Der Grund für unsere lange Grundzeit bestand in mehreren ausgewachsenen Saiblingen mit schönem roten Bauch und wieder den tollen Wänden unter Wasser.

Nach einer ausgedehnten Oberflächenpause wanderten wir für den Nachmittag zum Tauchplatz Wasserwacht. Klaus hatte keine Luft mehr und verlies uns, sodaß Mareike, Florian und ich zu dritt abtauchten – wieder in Richtung Steilwand. Allerdings sollte der TG mit max. 19,3m eher flach werden. Durch die vielen Sehenswürdigkeiten auf der Tiefe fiel mir das aber nichtmal auf. Wir sind ganzen Barschschwärmen begegnet, einer Quappe und einem Aal (den ich allerdings nicht gesehen habe) und haben die Überhänge in der Steilwand bewundert. Am Ende haben wir noch die Dekobank begutachtet und zwei “Tekkis”, die ihre Stages durch den Matsch gezogen haben und haben Flossenschläge geübt. Flutterkick, modified Flutterkick, Frogkick und modified Frogkick klappen bei mir ganz gut. Aber sowohl die Helicopterturns als auch (vor allem!) der Backwardkick lassen mich zur Zeit verzweifeln. Beim Helicopterturn habe ich einen Radius und tendiere dazu die Tarierung zu verlieren und beim Backwardkick bewege ich mich eher vor- als rückwärts… Übungsbedarf. Zum Üben haben sich Florian und ich dann auch für den kommenden Tag verabredet. Danach habe ich Mareike noch ihr Zweitmesser abgekauft, da ich noch keins besitze. Wir sind noch Füllen gefahren und dann ging es erstmal nach Hause.

Am Montag morgen um 10 trafen sich also Florian und ich wieder an der Einstiegsstelle Badeplatz. Wir hatten uns vorgenommen Flossenschläge etc. zu üben. Florian wollte außerdem mal seine Boje setzen. Leider endete der TG nach 26 min durch eine Undichtigkeit in seinem Inflatorschlauch. Selbige behoben wir in einer Oberflächenpause. Es war nur ein O-Ring verrutscht und wollte neu angebracht werden. Der zweite TG startete vielversprechend und wir sanken bis zur oberen Kante der Steilwand, die an dieser Stelle in 36m Tiefe beginnt – mein tiefster TG bisher. Und das völlig ungeplant und fast unbemerkt. Florian kämpfte mit seiner ausgeliehenen Lampe, die öfter mal den Geist aufgab. Beim Aufstieg sahen wir wiedereinmal eine einsame Quappe, bevor wir in 7m Tiefe erneut Flossenschläge übten. Zum Ende hin versuchte Florian noch seine Boje zu setzen. Das erwies sich als schwierig und klappte nicht so ganz wie geplant. Dabei sieht es immer so einfach auf den Lehrvideos aus :-) Florian ist ansonsten aber (wie alle Buddies des WEs) ein ziemlich guter Taucher mit klaren Zielen vor Augen. Hut ab…

Insgesamt kam ich auf 5 TGs an diesem Wochenende mit vielen tollen Erlebnissen. Und auch wenn grade die Übungen viel Luft kosten war mein AMV auf sehr erträglichem Niveau. Ich freue mich schon aufs nächste mal!




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