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Gestern war es wieder soweit und ich habe Mattäus am Starnberger See eingesammelt. Er hatte mir angeboten, mir den Umgang mit einer Stage näher zu bringen und mich üben zu lassen. Er hatte sich dazu aus dem Pool von cavebase eine 80cuft Stage ausgeliehen.
Wir fuhren nach Berg, wo Mattäus durch seine Mitarbeit bei einem Schiffahrtsverband eine Genehmigung zum Tauchen hatte. Eigentlich ist an dieser Stelle Tauchverbot. Das scheint allerdings wenige Personen zu interessieren, denn es war einiges an Tauchverkehr vorzufinden. Wir haben uns also gemütlich aufgerödelt und sind abgetaucht. Geplant war ein gemütlicher Tauchgang mit Übergabe der Stage auf ca. 10m und ein paar Übungen und dann würde ich Mattäus folgen. So haben wir das ganze auch durchgezogen. Mattäus hat mir die Übung vorgemacht, die Stage übergeben und ich habe es nachgemacht. Erstaunlicherweise hat es besser geklappt als ich es mir vorgestellt hatte. Durch die gute Einweisung hatte ich bei der Übergabe Auf- und Abtrieb bedacht und somit keine nennenswerte Vertikalbewegung im Wasser. Einiges an Umgewöhnung erfordert allerdings das Clippen der Stage mit den Trockenhandschuhen (bisher hatte ich am linken Hüft-D-Ring ja nur das Fini). Trotz großer Karabiner ist das wirklich verzwickt und fordert wohl eine Menge Übung. Ähnlich verhält es sich mit dem Schlauchgewirr
Mit etwas Übung scheint das aber machbar zu sein! Was mir auch noch aufgefallen ist ist meine Liebe zum Cyclon. An der Stage war ein Apeks TX50. Das Gaumensegel am Mundstück ist zwar sehr bequem, aber die mittlere Einstellung was den Atemwiderstand betrifft empfand ich als viel zu leicht. Ich wurde dauernd aufgeblasen bis ich den Widerstand fast bis zum Anschlag erschwerte. Ich empfand das als störend.
Mit der Stage sind wir dann zum Segelboot dort getaucht. Die Sicht war mit ca. 20m hervorragend! Auf dem Rückweg hat mich Mattäus noch zu einer Stelle geführt wo der Sand etwas abgetragen ist und einige Relikte aus dem 2. Weltkrieg zu finden sind. Von Munitionsresten bis hin zu NS-Anstecknadeln.
Danach habe ich den Stageregler wie anfangs gezeigt wieder verstaut (was erneut mit den etwas kalten Fingern und den dicken Handschuhen einiges an Fummelei bedeutet hat). Auch hier tut Übung und etwas Routine gut. Der Auftrieb der Stage kam mir bei dieser Übung aber sehr entgegen. Quasi praktisch
Nach 50min sind wir ganz gemütlich aus dem Wasser gestiegen. Der Tauchgang war sehr lehrreich und durch die enormen Sichtweiten einfach nur toll. Wenn ich wieder in München bin hat Mattäus schon Wiederholung angekündigt.



