Einsortiert unter: Tauchen | Schlagwörter: Abbruch, Ausfall, Ausrüstung, Backup, Lampe, Naturschutzgebiet, neu, Nullsicht, Probleme, Starnberger See, Steilwand, testen
Nach einer langen Woche und einem tauchfreien Samstag war der Entzug wieder zu stark und so ging es wieder ins Wasser. Ich hatte mich mit Matthäus verabredet. Geplant war die Steilwand im Naturschutzgebiet zu betauchen und beim Austauchen etwas Stagehandling zu üben. Ich holte Matthäus also ab, wir beluden das Auto bis unter das Dach und füllten noch kurz an der Tauchperle. Trotz des offenen Geschäfts mußten wir “aus Prinzip” am einarmigen Automaten füllen statt die Flaschen zusammen an den Kompressor zu hängen. Es dauerte also rund 20 Minuten bis alle Flaschen gefüllt waren. Mieser Kundenservice! Danach machten wir uns auf den Weg zum Naturschutzgebiet.
Dort angekommen trafen wir auf zwei weitere Taucher, die uns darüber informierten, daß man versuchen sollte nicht auf dem Teer der Straße zu parken (also auch nicht mit einem Rad) weil es sich um einen Rettungsweg handeln würde und da einige Stadtwächter allergisch reagieren würden. Kleinkariert, aber so ist es nun. Also haben wir uns an die Bäume gepresst und aufgerödelt. Matthäus hatte seinen neuen Lampentank dabei den es zu testen galt. In der Hitze ist es wirklich grausam sich in den Unterzieher und Trocki zu zwängen. Trotz dem, daß wir uns so spät wie möglich in den Trocki packten waren wir bereits ziemlich durchgeschwitzt als wir das Wasser erreichten. Wir versuchten uns kurz etwas zu akklimatisieren und dann starteten wir bald den Tauchgang um in kältere Gefilde zu kommen. Bereits nach wenigen Minuten hatten wir uns unter Wasser verloren. Trotz eingeschalteter Lampe und rundumblick war nichts zu sehen. Die Sicht bis 10m lag bei unter 20cm. Wir tauchten auf, regruppierten uns und versuchten es erneut. Kopf an Flosse erreichten wir in ca. 25m die Kante der Wand. Ich bemerkte, daß Matthäus Probleme mit seiner Maske hatte und diese ständig ausblies. Auch schien der Trimm darunter zu leiden. Nach einiger Zeit fiel dann auch noch Matthäus Hauptlampe aus. Er wechselte auf eine Backup und bestätigte mir, daß es an der Zeit sei aufzutauchen. Die Schwierigkeiten hatten auf seinen Luftverbrauch geschlagen. Wir hielten kurz auf 15m für einen Deepstop und setzten dann langsam aber bestimmt den Aufstieg fort bis wir 3m erreichten um dort die kurze Deko und den Sicherheitsstop abzuhängen. Matthäus beklagte sich nach dem Tauchgang über eine vernebelte Sicht trotz klarer Maske. Die kumulierten Probleme haben wir im Nachgang des Tauchgangs analysiert und ein paar allgemeine Findings erörtert:
- Ein mit Problemen begonnener Tauchgang sollte eventuell abgebrochen werden oder mit einer größeren Pause starten
- Eine kaputte Hauptlampe ist ein genereller Aufstiegsgrund
- Bei erschwerten Bedingungen sollte keine neue Ausrüstung getestet werden
- Es sollte generell klar sein, daß ein abgebrochener Tauchgang kein Problem darstellt um den Druck vom Buddy zu nehmen
Ich bin nur froh, daß wir auch nach unserer Analyse nicht alles falsch gemacht haben
Trotz aller Probleme war der Tauchgang schön. Wir haben an der Wand ein Tablett gesehen und schöne Wandstrukturen. Und schließlich lernt man von solchen “kleineren” Problemen auch am meisten. Nach dem Tauchgang wurde ich noch zum Essen und auf einen Kaffee eingeladen und wir ließen den Tauchgang gemütlich ausklingen. Ich freue mich auf jeden Fall auf unseren nächsten Tauchgang.
Ich glaube, jedem ist es schon einmal passiert, daß er am See stand und irgendein (hoffentlich unwichtiges) Teil liegt noch zu Hause im Keller oder auf dem Bett und wollte eigentlich dringend mitgenommen werden. Der mensch ist nunmal vergesslich und da wir uns ja voller Euphorie auf das Wochenende vorbereiten kommt es nunmal vor, daß etwas vergessen wird – menschlich. Um das zu verhindern hat jeder so seine eigene Routine. Für mich ist das eine bestimmte Weise die Tauchkiste zu packen. Jede Lücke erinnert mich dann daran, daß noch etwas fehlt. Und dennoch kommt es vor, daß irgendwelche Kleinigkeiten vergessen werden. Um das zu verhindern habe ich mir eine Checkliste gemacht, einlaminiert und an ein Klemmbrett im Keller gehängt an dem ich abhake was getan ist und was nicht. Der Folienstift ist abwaschbar und somit ist das Stück immer wieder verwendbar. Sicherlich ist diese Vorgehensweise weder innovativ noch hoch anspruchsvoll, aber sie hilft mir und vielleicht ja auch dem ein oder anderen Leser. Meine Checkliste sieht aus wie folgt: Checkliste_tauchen.
Als Word-Dokument könnt ihr sie hier downloaden, um Eure eigenen Ausrüstungsstücke einzutragen oder zu ergänzen. Ich freue mich über Eure Anregungen und Kommentare.
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Als ich mich auf die Suche nach einem neuen TC machte fragte ich mich auch, ob es für meine engere Auswahl entsprechende Bungeewirstmounts gäbe. Unabhängig von der Frage ob nun DIR oder MIR habe ich diese Dinger nämlich als sehr praktisch schätzen gelernt. Während es je nach Handschuh eine Herausforderung darstellt den Dorn der Schließe in das Loch zu bugsieren ist es ein Kinderspiel das Gummi des Bungeewristmounts auch über die Ringe der Trockentauchhandschuhe zu ziehen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit einen Karabiner am Gummi “zwischenzuparken”.Für den Kompass kommt noch der Vorteil dazu, daß man ihn ohne großen Aufwand auf die Hand ziehen kann um den Kompass direkt vor sich zu haben und besser navigieren zu können.
Für die bekanntesten und populärsten Tauchcomputer gibt es Bungeemounts fertig zu kaufen. Besonders Deep Sea Supply bietet einige Mounts an. Der OSTC wird inzwischen direkt mit einem Bungeemount ausgeliefert. Leider war für meinen Favoriten, den Mares Puck, kein solches Bungeemount verfügbar. Doch auch hier konnte mir Mareike wieder weiterhelfen. Sie hat selber einen Mares Puck und hat an diesem die Armbänder entfernt und unter die Haltestifte die Gummis gezogen. Ich habe es ihr nachgetan und bin mit der Lösung sehr zufrieden. Mareike hat sich für sehr dünne Bungees mit ca. 1,5 – 2mm aus dem Segelbedarf entschieden. Ich habe mich hingegen für 4-5mm Bungees von Bauhaus entschieden. Das ist etwas kniffliger, funktioniert jedoch schlußendlich auch. Die beigefügten Bilder geben dazu hoffentlich einen besseren Eindruck.
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Bei strömendem Regen verschlug es mich am freien Donnerstag zum Starnberger See um mich dort mit Johannes und Mareike zu einem gemütlichen Tauchgang zu treffen. Johannes hatte mich über die Datenbank im taucher.net gefunden. Da Johannes noch recht neu beim Tauchen ist war eine flache Maximaltiefe von 20m angesetzt worden, was mir auf Grund meines neuen TC, mit dem ich noch nicht umzugehen gewöhnt bin auch ganz lieb war. Bevor es ans Tauchen ging war Füllen angesagt. Ich fuhr zur Tauchperle um meine D12 und die Stage zu füllen. Danach konnte ich gleich den neu erworbenen Umfüllschlauch testen und füllte damit von der D12 auf die 1l Argonflasche um. Es klappte so wie geplant und ich bereue den Kauf nicht. Während ich noch füllte traf Mareike ein um ebenfalls zu füllen und vermachte mir ihr altes Interface vom Mares Puck, damit ich in Zukunft hier auch einen visuellen Eindruck meiner Tauchgänge veröffentlichen kann. Dazu später mehr. Meinen IQ-700, der mich in den letzten TGs doch sehr im Stich gelassen hatte hatte ich als Bottom Timer umgestellt und wieder mitgenommen.
Nachdem Johannes angekommen war, warteten wir noch 15 Minuten auf einen angekündigten Mittaucher, der uns jedoch versetzte und so brachen wir zu dritt zur Wasserwacht auf. Auf Grund des mieserablen Wetters waren wir die einzigen Taucher vor Ort als wir eintrafen. Die Wasserwacht wird zwar oft als nicht anfängertauglich beschrieben, doch zum einen bietet sie die Möglichkeit über sanft abfallende Sandhänge an die Wand heran zu tauchen und zum anderen ist der Hang nicht durchgehend steil sondern bietet viele Vorhänge weshalb wir Johannes den Wunsch die berüchtigte “Mörderwand” zu sehen erfüllen wollten. Wir rödelten also gemütlich auf und stürzten uns ins kühle Naß. die neuen, gefütterten Showa Typ 490 Handschuhe erwiesen sich als durchaus warm und brauchbar. Zwar ist das Material etwas dicker und macht es daher schwieriger die Kopfhaube über die Maske zu schieben, etc. jedoch ist das Wegclippen von Fini und Stage erstaunlicherweise kein Problem. Die Sicht im Starni war kurz gesagt saumäßig – bis 20m Tiefe maximal 3m. Tiefer war nicht angesetzt und so mußten wir eng beieinander bleiben. Johannes schlug sich gut und so stiegen wir an der Dekobank in die Wand ein. Ich sah eine einzige Quappe und sonst nur insgesamt sehr wenig. Dennoch war es schön bei wenig Sicht nur Umrisse der Wand wahrzunehmen. Nachdem es im HT für Johannes auf 18m und 8°C etwas frisch wurde tauchten wir langsam in die Gegend um 6m auf, wo die Temperaturen mit 15°C sehr angenehm sind. Die Sicht wird dort jedoch noch schlechter. Eine leichte Strömung trieb uns zurück zur Einstiegsstelle wo wir nach nur 50min wieder auftauchten.
Trotz des Wetters und der Sicht entschieden wir uns für einen zweiten TG. Während wir eine Oberflächenpause einlegten wurden wir mehrfach von Passanten auf die doch ach so tödliche Wand im Starnberger See angesprochen. Die Medienwelle hat voll eingeschlagen. Wir gaben uns alle Mühe zu versichern, daß man hier nicht zwangsläufig sterben würde und daß Tauchen ein schöner Sport sei dessen Risiken unter denen von z.B. Motorrad fahren lägen. Ich hatte den Eindruck, daß uns geglaubt wurde. In der Zwischenzeit war Uwe mit einer Mittaucherin eingetroffen, der ebenfalls einen kurzen Tauchgang plante. Wir quatschten uns etwas fest und machten uns dann für den zweiten TG fertig. Der zweite TG verlief genau wie der erste. Uwes Mittaucherin litt unter einem abgesoffenen Handschuh, weshalb sich die beiden entschieden den Tauchgang kurz zu halten und nur ein paar Übungen zu machen. Schließlich tauchten Uwes Team und wir ziemlich zeitgleich nach 50min wieder auf. Johannes machte einen zufriedenen Eindruck – was will man mehr. Mareike hatte sich wie immer als Spitzenbuddy präsentiert. Der IQ-700 war als BT problemlos gelaufen, was mich an der Diagnose eines defekten Tiefenmessers zweifeln lässt. Vielleicht hatte sich eine Blase unter dem Rechner gefangen. Das gilt es in den kommenden TGs nach und nach zu erforschen. Durch den Backuprechner sollte das kein Problem darstellen. Der Puck tat genau das was er zu tun versprach. Die Anzeige ist zwar noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch das wird sich ändern.
Nach dem Tauchgang entschieden wir uns noch in der Gaststätte Manthal einzukehren. Die Chefin war da und so gab es plötzlich wieder Kaiserschmarrn. Sehr gelungen. Nach der Heimfahrt versuchte ich das den Puck mit dem Smartinterface DRAK auszulesen. leider erfolglos. Scheinbar hat sich irgendetwas an der Steckerform geändert, oder ich habe etwas falsch gemacht. Das werde ich nochmals versuchen. Falls jemand dazu weitere Infos hab bin ich sehr daran interessiert.
Alles in allem ein wirklich gelungener Tauchtag wenngleich das Wetter nicht mitspielte. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tauchsession. Hoffentlich läuft bis dahin auch die Auswertung des TC problemlos und bis dahin wird auch das Armband des Pucks durch Bungees ersetzt, deren Komfort ich wieder zu schätzen gelernt habe.
EDIT: Inzwischen läuft das Interface. Eine Frage der Reihenfolge. Reinstopfen und los legen mag die Software nicht. Immer alles brav Schritt für Schritt
Einsortiert unter: Tauchequipment | Schlagwörter: Ausrüstung, Backup, Heser, Lampe
Bisher war mein Buddy im Notfall meine Backuplampe. Das hat sich in der vergangenen Woche geändert. Ich habe mir eine günstige Solaris Backuplampe in der Bucht gekauft. Die Leistung der Lampe kommt zwar nicht an Heser & Co. heran, aber in dem Moment, in dem ich eine Backup benötige ist der primäre Zweck das Erkennen meiner Instrumente, die Kommunikation und das Sicherstellen eines sicheren Aufstiegs. Dazu benötige ich erstmal keinen Flakscheinwerfer. Dazu kommt ja auch, daß irgendwann eine zweite Backup Lampe angeschafft werden wird. Und die kann ja dann immernoch das Unterwasserfeuerwerk werden
Abgesehen davon gibt die Lampe auch ausreichend Licht um im Dunkeln zu sehen und als Notfallampe für einen lampenlosen Buddy herzuhalten. Einziges Manko ist, daß sie nicht mit einer LED, sondern mit einem herkömmlichen Xenon-Glühlämpchen betrieben wird. Da werde ich vielleicht mal einen Abend mit dem Lötkolben verbringen und der Lampe etwas LED einhauchen.
Die Lampe wird mit drei C Batterien betrieben, ist mit einem Boltsnap am Harnes verstaut und wird, wie meine Hauptlampe auch, mit einem sanften Drehen des Kopfes an und aus geschaltet. Bisher ist das Gewinde etwas schwergängig. Aber nichts, was nicht etwas Silikonspray und ein paar neuen O-Ringen beheben könnte. Ich freue mich auf die ersten Unterwassertests mit der Lampe.
Einsortiert unter: Tauchen, Tauchequipment | Schlagwörter: Argon, Argonstraps, Ausrüstung, üben, Boje, Deepstop, Halcyon, Metzgerallmend, Untergrombach
Gestern hatte ich mich spontan für heute mittag mit Stefan von Tipps für Taucher in Untergrombach zum Tauchen verabredet. Bevor ich jedoch das kühle Naß erkunden konnte mußte ich meine Flaschen füllen und so führte mich mein Weg über Schwetzingen zu Deepstop.
Dort ließ ich meine Flaschen füllen und während ich so dem guten Inhaber das Ohr abkaue erinnere ich mich an das Angebot vom Argonset. Und wie es so mit kleinen Jungs ist, wenn das Nachbarskind ein Spielzeug hat, dann will man es auch. Thomas hatte vor Kurzem über eine wesentlich verbesserte Wärmeerhaltung mit Argon gesprochen und so fragte ich, ob Deepstop das Angebot halten konnte. Das wurde mit einem recht schroffen “Wir sind doch kein Bazar” abgehandelt. Ein wenig später wurde die Stimmung aber sprunghaft besser und das Angebot wurde nicht nur gehalten sondern sogar verbessert. Es gab eine Argonfüllung gratis drauf und meine Luft wurde nur zu 50% berechnet. Außerdem umfasst das Angebot von Deepstop einen Flexschlauch und einen Argon-Aufkleber (ob man den wirklich braucht ist natürlich fraglich). Ich hatte die Wahl zwischen der 0,85l Aluflasche, oder 1l Stahl. Vom Gewicht her gaben sich beide Flaschen nicht viel und mir wurde gesagt, daß Stahl widerstandsfähiger sei, was das “Überfüllen” (z.B. 230 statt 200 bar um einen weiteren Tauchgang zu machen) angeht. Ich entschied mich also auf Grund der Beratung für die 1l Stahlflasche. Danach machte ich mich auf den Weg zum See.
Leicht verspätet erreichte ich Untergrombach und nach dem obligatorischen Schwätzchen rödelten sich Stefan und ich fertig auf. Das Argon habe ich nicht montiert, da ich weder die Zeit hatte, noch den Blindstopfen für die 1. Stufe. Und einen Inflatorschlauch wollte ich auch nicht frei rum schwimmen lassen. Wir begaben uns ins Wasser und Stefan sollte auf Grund der besseren Ortskenntnis führen. Nach ca. 10 min fröhlichem Tauchgang begann auf einmal schlagartig Wasser irgendwo in meine Maske einzudringen. Eine genaue Stelle konnte ich nicht ausmachen, jedoch konnte ich sicher sagen, daß es nicht an einem der Glasränder war. Die Backupmaske würde also nichts nutzen -.- Echt schwierig mit Trockenhandschuhen und blind im kalten Wasser die Maskenränder zu überprüfen. Inzwischen hatte auch Stefan bemerkt, daß ich am Fleck verharrte und mit dem Sitz meiner Maske kämpfte und unterstützte mich dabei, die undichte Stelle zu finden. Nachdem die Maske gerichtet war ging es weiter. Nach kurzer Zeit bemerkte ich hastige Bewegungen des Lampenstrahls neben mir und stellte fest, daß Stefans Regler abblies. Er wechselte routiniert auf das Rückengerät und drehte die Stage ab. Bei einem späteren Versuch schien wieder alles zu klappen. Kurz darauf passierten wir einen umgefallenen Baum und Stefan deutete in seine Richtung. Ich verstand, daß ich mal versuchen sollte darunter durch zu tauchen. Der 40cm Durchgang kam mir zwar sehr eng vor, aber ich dachte, Stefan hätte evtl. das bessere Augenmaß. Natürlich blieb ich stecken und mußte rückwärts wieder raus tauchen. Später stellte sich raus, daß ich Stefans Handzeichen etwas missgedeutet hatte. Lustig war’s trotzdem. Zum Abschluß des Tauchgangs übte ich nochmal das Schießen der Boje unter Stefans wachsamem Blick, einmal mit dem Mund aufgeblasen und einmal mit dem Inflator. Da habe ich noch Übungsbedarf. Aber Stefan hat mir angeboten, mich gerne weiter auch bei Übungstauchgängen zu begleiten. Das Angebot nehme ich natürlich gerne an. Die Sicht im See war übrigens mit ca. 5m ziemlich gut. Leider ist der See absolut fischlos (wenn man von dem toten, verwesten absieht) und bietet wenig Sehenswertes.
Zu Hause angekommen habe ich dann das Argonset an meiner Backplate montiert. Ich habe beide Straps verbaut und zwischen Storagepack und Backplate montiert, um nicht noch mehr Abstand zwischen meinem Rücken und den Flaschen zu verursachen. Zusätzlich habe ich zur Sicherheit dennoch ein Bungee angebracht, was am Backplate befestigt ist und um den Flaschenhals geht. Auf diese Art sollte ein Herausrutschen aus den Straps unmöglich sein. Ich bin sehr gespannt, ob man wirklich eine Wirkung des Argons fühlt. Wahrscheinlich werde ich mir irgendwann noch eine größere Flasche besorgen müssen, um vor dem Tauchgang den Anzug mit Argon zu spülen, denn dazu reicht die Menge leider nicht aus.
Einsortiert unter: Tauchequipment | Schlagwörter: Auslaßventil, Ausrüstung, Einlassventil, Kallweit Helios, Nachteile, Reißverschluß, Trockentauchanzug, Vorteile
Der Kallweit Helios war mein Einsteigertrocki, den ich günstig erwerben konnte. Der Anzug konnte mich hinsichtlich der Qualität durchaus überzeugen. Die Nähte sind gesealt und zusätzlich mit Tape verschweißt und das Cordura machte mir auch ohne Knieschoner nie Probleme (was auch daran liegen kann, daß ich selten auf Knien durch die Welt rutsche). Die Reißverschlüsse am Neoprenkragen haben mich ebenfalls überzeugt, da sie wirklich leichtgängig zu bedienen sind. Leider habe ich allerdings den Wärmekragen als recht ineffektiv erleben müssen – der Hals wird dadurch meiner Meinung nach nicht gewärmt.
Der Reißverschluß vor der Brust wird meistens hoch gelobt, da er wirklich absolut ohne die kleinste Verrenkung das Schließen ermöglicht. Es ist fast ausgeschlossen, daß man ihn nicht vollständig schließt o.ä. Nachteilig habe ich empfunden, daß man vor der Brust nach dem Schließen den umgeschlagenen Reißverschluß vor sich her schiebt wenn man zum Auslassventil greift. Das kann aber auch an der mangelhaften Passform meines Anzugs gelegen haben (Anfänger mit schlechter Beratung…), dem ich auch anlaste, daß der Oberkörper etwas zu eng war. Von anderen Tauchern habe ich mir sagen lassen, daß sich unter dem Umschlag Luftblasen gebildet haben, die beim Tauchen stören. Diese Erfahrung habe ich jedoch selber nie gemacht.
Ein weiteres Manko aus meiner Sicht waren die Füßlinge. Zwar sind sie gut montiert und es ist auch problemlos in sie hinein zu schlüpfen, jedoch sind sie vollständig aus Gummi, welches kein bisschen wärmt und grade auf kaltem Untergrund vor oder nach dem Tauchgang oder in kaltem Wasser zu kalten Füßne führt wenn man nicht sehr dicke Socken unterzieht. Dazu sind jedoch die Standardgrößen bei mir zu klein gewesen. Ein paar bessere Wandersocken (die Santi Unterziehsocken passten auf Grund der kleinen Standardschuhgröße nicht rein), währen wahrscheinlich aber hilfreich gewesen.
Mein persönlich größtes Problem war die mangelnde Passform im Beinbereich. Bei guter Beratung und einem entsprechend passenden Anzug sollte das jedoch nicht passieren. Besonders bei der angebotenen, verhältnismäßig günstigen Maßanfertigung für 100€ Aufpreis zum neuen Anzug sollte man sich diese Option genauer ansehen. Dann würde ich auch jedem zu mindestens einer Tasche raten, die mir doch bei Standardmodell sehr fehlte.
Die von Kallweit verbauten Ventile sind ordentlich und verrichten problemlos ihre Dienste, wie man es auch von anderen Modellen gewohnt ist. Im Vergleich zu meinem neuen Trocki von Scubaforce sitzt das Einlaßventil mittiger (also weiter links). Beide entile sind bei Kallweit mit größeren Knöpen ausgestattet und das Auslaßentil ist weniger sensibel, als das von Scubaforce.
Abschließend muß ich meinen alten Anzug (den ich nun zugunsten eines besser passenden Scubaforce Explorer verkauft habe) als qualitativ sehr anständig mit einigen Mankos bewerten. Der Preis (ab 1460€) ist als Maßanzug oder bei Aktionen auch für Stangenanzüge besonders für einen in Deutschland gefertigen Anzug konkurrenzfähig. Die Listenpreise für die Stange halte ich jedoch im Vergleich zu anderen Anzügen für zu hoch.
Einsortiert unter: Gedanken | Schlagwörter: Ausrüstung, Boot, Boot2011, kaufen, Messe, Preis, Schnäppchen
Zur Zeit findet, wie jedes Jahr, in Düsseldorf wieder die Boot-Messe statt. Die Boot ist die größte Messe für Boots- und eben auch Tauchbedarf in Deutschland. Dort finden sich in Halle 3 traditionsgemäß Informationsstände zu Tauchausrüstung, Reisen und sonstigen Tauchserviceanbietern. Außerdem kann man auf der Boot zu Messepreisen einiges an Ausrüstung einkaufen.
Besonders letzteres ist für viele ein Grund dort hin zu fahren um Preise zu vergleichen und eben vor Ort günstig einzukaufen. Immer wieder finden sich (scheinbare) Schnäppchen auf der Messe. In der Tat kann man auf der Boot einiges günstig einkaufen (und vereinzelt sogar ein richtiges Schnäppchen machen), viele Bekannte treffen und sich informieren. Leider bietet aber die Tauchbranche nur selten wirklich bahnbrechende Innovationen (wenn man nicht eine neue Farbe als Reglerdeckel als bahnbrechende Innovation betrachtet) und diese werden häufig bereits vor der Boot veröffentlicht und auf der Messe lediglich zu Listenpreisen verkauft. Auch werden häufig nur auslaufende Produkte sehr günstig angeboten, die man ähnlich günstig (oder manchmal auch günstiger) beim Händler um die Ecke oder im Internet findet (Der Händler um die Ecke berät u.U. nur für seine Marke, an einem schlechten Tag berät der Händler auf der Boot dafür garnicht – alles Glückssache). Der Vorteil des direkten Vergleichs und der Testmöglichkeit ist aber natürlich nicht zu leugnen.
Sollte man jedoch auf der Suche nach “Kleinkram” sein und Anproben nicht benötigen stellt sich die Frage nach dem ökonomischen Nutzen. Wenn ich eine Anfahrt aus dem Raum Mannheim annehme bin ich bei ca. 520km Strecke (Hin- und Rückfahrt), also ca. 55€ Spritkosten plus 15€ Eintritt. Ich müsste also mindestens 70€ Ersparnis (vom teuren Messe-essen mal abgesehen) durch meinen Kauf auf der Boot im Vergleich zum Internetshop oder Händler realisieren. Für Kleinteile (selbst teurere) ist das kaum realistisch. Es gibt auch zu bedenken, daß generell in manchen Branchen speziell für Messen Güter hergestellt werden, die qualitativ zwar ok sind, aber nicht dem normalen Produkt entsprechen. Denn nur die wenigsten Commodity-Verkäufer werden ihren Messekunden bald wieder sehen und das Gedächtnis für dergleichen ist erfahrungsgemäß kurz. Ob das bei Tauchsportartikelherstellern genauso ist weiß ich jedoch natürlich nicht.
Wenn man jedoch dem zunehmenden Schaulaufen der Boot (sehen und gesehen werden wird offensichtlich für viele immer wichtiger, dazu auch ein sehr netter Artikel in der DI mit dem Titel: “Augenblicke – Messe der Eitelkeiten”) nicht absagen kann oder wie gesagt etwas Auswahl zum Anprobieren sucht, dann ist man sicherlich gut beraten auf der Boot2011 aufzuschlagen. Man sollte nur nicht mit der Erwartung dort hin fahren, Geld zu sparen.
Ich habe mich für dieses Jahr entschieden die genannten 70€ in Ausrüstung zu investieren und mir den Streß und die Fahrtkosten sparen.
Einsortiert unter: Tauchequipment | Schlagwörter: Ausrüstung, dir-x, Doppelender, DUX, Storage Pack, Wetnotes
Ich arbeite ja langsam daran meine Ausrüstung zu vervollständigen und so habe ich mir bei dir-x in Ludwigshafen am Sonntag Abend ein Storage Pack und Wetnotes von DUX bestellt. Bereits heute wurde Selbiges geliefert. Bei den vergangenen Tauchgängen ist mir das ein oder andere mal aufgefallen, daß Unterwasserkommunikation mit Wetnotes eine schöne Sache wäre. Und der Marker/Hebesack in Spe braucht schließlich auch mal ein Plätzchen.
DUX ist der gleiche Hersteller wie DTD oder DIR-Zone und wird in Tschechien hergestellt. Besonders unter der Marke DIR-Zone hat sich der Hersteller in Deutschland durchgesetzt, da er eine solide Qualität von DIR-tauglichen Produkten weit unter der Preisgrenze von Halcyon anbietet. Die Wetnotes haben einen festen Einband aus Cordura, ein Lesezeichen und eine Sichthülle, unter der man z.B. eine Standard-Runtime-Tabelle unterbringen könnte. Ein Stift ist ebenfalls dabei (den ich allerdings noch mit einer Schnur an den Wetnotes zu befestigen überlege) und das ganze Paket war mit 15,50€ zu einem sehr günstigen Preis zu bekommen. Das Storagepack ist zweckmäßig, passt auf das Halcyon Backplate und es sind Edelstahlschrauben dabei. Preislich haut auch das Pack mit 25,50€ niemandem vom Hocker.
Das Storage Pack habe ich übrigens am unteren Ende jeweils mit Bungees befestigt weil ich andernfalls nicht mehr an die untere Flügelmutter komme. 
Jetzt werde ich noch einen weiteren Doppelender besorgen und dann bin ich der Vervollständigung meiner Ausrüstung wieder einen Schritt näher (wenngleich Vollständigkeit bei Ausrüstung für Hobbies eine Illusion darstellt).
Einsortiert unter: Tauchequipment | Schlagwörter: Aufkleber, Ausrüstung, Beschriftung, Buchstaben, CW, D12, Edding, Flaschen markieren, Flossen markieren, Turtle Fin
In der nahen Vergangenheit habe ich ja bereits einmal einen Anlauf unternommen meine Flaschen zu beschriften und darüber berichtet. Leider hat mich kurz darauf Thomas auf die Idee gebracht, daß der Wing meine schöne Beschriftung ja überdecken könnte
Ich habe mich ja lange gesträubt es einzusehen, aber dann habe ich es getestet und…er hat wohl recht -.-
Also habe ich mich gestern mit einem Fön daran gemacht die alten Buchstaben zu lösen und mich danach wieder zu Obi bewegt und neue Buchstaben gekauft. Da vier Buchstaben ja offensichtlich zu viel waren, wurden es diesesmal jeweils zwei: CW. Dabei ist mir beim letzten mal aufgefallen, daß nicht alle Buchstaben gleich angebracht waren. Irgendwie scheint es sich um eine alte und eine neue Charge zu handeln. Diesesmal habe ich darauf geachtet. Zu erkennen sind die unterschiedlichen Abstände an der Grundlinie der Klebefolie. Die Abstände der Unterseite des Buchstabens mit der Unterseite der Deckfolie muß identisch sein. Alternativ kann man auch einfach beide Buchstaben übereinanderlegen und gegen das Licht halten, dann sieht man es auch.
Ich hatte kurz davor mit Thomas geschrieben, wie man die Buchstaben perfekt anbringen könnte und es seinem Vorschlag nun gleich getan. Dazu habe ich am hinteren Ende ein Lineal auf das Doppelpack gelegt. Optimal wäre ein Holz- oder Metallineal, da es nicht durchbiegt wenn man es antippt und dadurch immer auf dem obersten Punkt der Flaschen aufliegt (das Kuntstofflineal geht aber mit etwas Vorsicht genauso gut). Das macht man an zwei Stellen auf beiden Flaschen und zieht dann eine waagerechte Linie auf der Oberkante der Flaschen. Danach habe ich den Punkt direkt vor der Rundung des Flaschenendes markiert und entsprechend abgemessen. Das gleiche auf die andere Flasche übertragen. Dann habe ich die Buchstaben von hinten an geklebt. Das Ergebnis ist nun ebenfalls ziemlich perfekt geworden. Ich muß also jetzt korrigieren: Wenn ihr jemanden mit dem Tag “CW” übertaucht war das eventuell ich
Außerdem haben inzwischen alle Taucher die gleichen Flossen und so fand ich es naheliegend auch die Flossen zu markieren. Ich hätte zwar auch hier mit Aufklebern arbeiten können, doch die Flossen sind doch etwas mehr Bewegung unterworfen und da fürchte ich, daß die ständige Hin- und Herbiegerei dem Tag schadet. Daher habe ich einen weißen Edding gekauft, der laut Händler auf Gummi hält und der als wasserfest deklariert ist. Die Flose habe ich auch erst gereinigt, mit Seifenlaue entfettet und getrocknet. Danach habe ich mit Bleistift grob vorgezeichnet wo ich die Schrift gerne hätte und dann einfach grob nachgezeichnet. Perfektion erwarte ich bei den Flossen nicht. Das Ergebnis ist auch hier recht zufriedenstellend. Die Schrift hält und ist sichtbar.












