Constantins Diving Blog


Inflatorbefestigung am Harness
5. Juli 2011, 09:00
Einsortiert unter: Tauchequipment | Tags: , , , , , ,

Bei den populärsten Harness-bebänderungen von DUX, DTD, DIR-Zone und Halcyon sind harte, dicke Gummibänder angebracht, durch die der Inflator geschoben wird um ihn am Harnes zu fixieren. Ob man da nun den Faltenschlauch oder den Inflatorschlauch durch fädelt ist die erste Frage die diskutiert wird. Die meisten Taucher fädeln den Faltenschlauch durch das Gummi, aber wie man das handhabt ist eigentlich unerheblich. Erheblicher ist die Frage ob das standardäßig beigefügte Gummi wirklich zweckdienlich ist. Das Gummi ist sehr starr und verhindert, daß man den Faltenschlauch weit nach oben ziehen kann um so ohne sich aufzurichten auch das letzte bisschen Luft aus dem Wing zu lassen. Aus diesem Grund habe ich seit längerem mit dem Gedanken gespielt das Gummi auszuwechseln. Doch das Gummi letztendlich durchzuschneiden kostet dann doch etwas Überwindung :-) Und um das Gummi auszufädeln war ich schlicht zu faul. Nachdem mir Michael von divesupport ein paar aufmunternde Worte und ein Stückchen Bungee zu diesem Zweck mitgab ging jedoch kein Weg mehr an diesem Schritt vorbei. Ich habe das Gummi nun ersetzt und bei meinen letzten Tauchgängen die neue Konstruktion getestet. Eine Verbesserung ist deutlich merkbar und der Ersatz des Standardgummis empfehlenswert.

Eine weitere Kleinigkeit für die mich Michael sensibilisierte war die Position des zweiten Gummis am Faltenschlauch um den Inflatorschlauch daran zu fixieren. Ich hatte bisher beide Gummis oberhalb des Bungees befestigt. Michael demonstrierte mir jedoch, wie sich das Bungee im Inflator verhaken könne und dann beim Luft ablassen sich dadurch der Inflatorschlauch lösen kann. Das ganze ist zwar nicht latent tödlich, birgt jedoch das Risiko im Notfall keine Luft ins Jacket bekommen zu können. Und der Teufel ist schließlich ein Eichhörnchen… Um diesen Ausfall zu verhindern wird das zweite Gummi unterhalb des Bungees aufgezogen. Wie das dann aussieht zeigt das untenstehende Bild (der Inflatorschlauch ist am oberen Ende nicht richtig befestigt, weshalb der Schlauch vom Faltenschlauch weg führt. Das ist natürlich nicht so, wenn man alles korrekt anschließt).



Dive Support und das V-weight
2. Juli 2011, 09:00
Einsortiert unter: Tauchequipment | Tags: , , , , , ,

Seit nun fünf Wochen betreibt Divesupport nun neben dem klassischen Online-Geschäft noch einen Showroom um die Möglichkeit zu bieten das Tauchgerödel mal live zu begutachten und anzuprobieren. Der Shop hat außer an Feiertagen jeden Donnerstag von 17.45 – 20.00 Uhr geöffnet. Nachdem ich selbiges gelesen hatte war klar, daß ich mir die Räume irgendwann ansehen wollte. Vergangenen Donnerstag war es dann soweit. Nach dem Kundentermin ließ ich mich an der UBahn absetzen und auf ging es in Richtung Divesupport. Gegen 19.30 Uhr entstieg ich der UBahn und mußte feststellen, daß ich etwas zu doof war und eine Station zu früh ausgestiegen war. Also im Pinguin mit Schirm und Laptop an der Hand zu Fuß weiter zur nächsten UBahn-Station und dann zu Divesupport. Zwanzig Minuten und drei Blasen später war ich angekommen. Enttarnter Negativpunkt: Öffentliche Anbindung ist kaum gegeben. Damit sind die Negativpunkte allerdings auch schon abgehakt.

Ich wurde von einem der zwei Betreiber sehr freundlich begrüßt und in den Keller des Privathauses zum Showroom geführt. Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und dem nahenden Ende der Öffnungszeit hatte ich geplant nur einen Blick auf den Raum zu werfen, endlich ein variables V-Weight zu kaufen und wieder den Rückzug anzutreten. Doch von Eile war bei Michael keine Spur. Er meinte, es sei alles kein Problem. Diesen, meinen schönen Blog kannte er auch und so kamen wir ins Gespräch. Er zeigte mir einiges an Ausrüstung, gab mir Tips und stellte mir den Showroom vor. Besonders das Messer von Trilobyte “Eezycut” hat er mir demonstrativ vorgeführt. Das Teil konnte mich überzeugen und steht nun auf der Beschaffungsliste. Ab kommender Woche wird im Showroom vorraussichtlich auch Kartenzahlung möglich sein. Wenn man etwas bestimmtes sucht und anprobieren oder kaufen möchte wird ist es hilfreich vorher anzurufen und sich anzumelden. Sollte es zeitlich bis 20 Uhr mal garnicht klappen kann ein Anruf vielleicht Abhilfe schaffen. Michael zeigte sich auch gegenüber nicht angebotenen Produkten sehr offen, was mich wirklich begeisterte. Ich kaufte wie geplant ein variables V-weight mit 6kg von BerTec. Er zeigte mir die Vorteile der kurzen und langen Schiene und ich entschied mich für die kürzere. Beim Blick auf die Uhr erschrak ich. Es war bereits 21.40 Uhr und noch immer war Michael begeistert bei der Sache – wie hatten uns voll verquatscht. Damit ich nicht noch zurück zur UBahn laufen mußte bot er mir an mich dorthin zu kutschieren, was ich dankend annahm.

Liebe Jungs von Divesupport, es war einer der nettesten Shopbesuche die ich hatte und ich komme mit Sicherheit gerne wieder und kann Euren Showroom nur weiter empfehlen!



Diving Log Software

Seitdem ich das Interface für meinen Mares Puck erworben habe versuche ich die Tauchgänge in ein anständiges Exportformat zu bekommen um sie schlußendlich hier einzubinden. Zudem suchte ich nach einer Möglichkeit einen ugefähren AMV und Tiefendurchschnitt zu bekommen und eine anständige grafische Aufarbeitung und Logbuchverwaltung. Leider bietet all das die Mares DRAK Software nicht. Sie ist sehr beschränkt und eigentlich nur zum Export der Daten nutzbar.

Nach einigem Suchen fand ich Diving Log. Die Software gibt es einerseits für Smartphones und andererseit als Desktopversion. Beide Versionen kann man untereinander synchronisieren. Da die Smartphonesoftware vor Ort Fotos und GPS-Daten aufnehmen kann durchaus von Vorteil. Später lassen sich die Daten dann zusammenführen. Die Software kostet allerdings ein paar Euro. Für die Mobilvariante fallen 12€ an, die PC-Software kostet 35€ (Bei Verwendung des Gutscheins “divelogs” gibt es darauf 20% Rabatt). Zur Zeit ist die Version 5.0 aktuell. Updates kann man kostenlos mit einem vorhandenen PIN downloaden. Nach der Bestellung wird einem per Mail eine PIN zugesendet, die die Demoversion (max. 10 TGs) zur Vollversion macht.

In Divinglog kann ich die von DRAK exportierten Daten importieren, dort Daten hinzufügen, das Tauchprofil visualisieren und das ganze final exportieren. An letzterem arbeite ich noch ein wenig, aber auch das wird noch werden. Die erste Betrachtung macht Lust auf mehr. Die Software erlaubt thoretisch auch das Einpflegen von technischen Tauchgängen. Ich hoffe, damit demnächst auch meine Tauchgangsprofile zumindest partiell hier veröffentlichen zu können. Einen ersten Einblick in die Software geben folgende Bilder:



News: Uemis Pleite
30. Juni 2011, 23:39
Einsortiert unter: Tauchequipment | Tags: , , , , ,

Der schweizer Tauchcomputerhersteller Uemis hat zum 21.06.2011 Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen hatte mit dem SDA den ersten TC mit farbigem OLED Display auf den Markt gebracht. Die weitere Serviceabwicklung ist unsicher und ungeklärt. Die Auslieferung neuer Modelle gestopt.

Weitere Infos gibt es hier.



Mares Puck Bungee Wristmount
29. Juni 2011, 10:10
Einsortiert unter: Tauchequipment | Tags: , , , , , ,

Als ich mich auf die Suche nach einem neuen TC machte fragte ich mich auch, ob es für meine engere Auswahl entsprechende Bungeewirstmounts gäbe. Unabhängig von der Frage ob nun DIR oder MIR habe ich diese Dinger nämlich als sehr praktisch schätzen gelernt. Während es  je nach Handschuh eine Herausforderung darstellt den Dorn der Schließe in das Loch zu bugsieren ist es ein Kinderspiel das Gummi des Bungeewristmounts auch über die Ringe der Trockentauchhandschuhe zu ziehen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit einen Karabiner am Gummi “zwischenzuparken”.Für den Kompass kommt noch der Vorteil dazu, daß man ihn ohne großen Aufwand auf die Hand ziehen kann um den Kompass direkt vor sich zu haben und besser navigieren zu können.

Für die bekanntesten und populärsten Tauchcomputer gibt es Bungeemounts fertig zu kaufen. Besonders Deep Sea Supply bietet einige Mounts an. Der OSTC wird inzwischen direkt mit einem Bungeemount ausgeliefert. Leider war für meinen Favoriten, den Mares Puck, kein solches Bungeemount verfügbar. Doch auch hier konnte mir Mareike wieder weiterhelfen. Sie hat selber einen Mares Puck und hat an diesem die Armbänder entfernt und unter die Haltestifte die Gummis gezogen.  Ich habe es ihr nachgetan und bin mit der Lösung sehr zufrieden. Mareike hat sich für sehr dünne Bungees mit ca. 1,5 – 2mm aus dem Segelbedarf entschieden. Ich habe mich hingegen für 4-5mm Bungees von Bauhaus entschieden. Das ist etwas kniffliger, funktioniert jedoch schlußendlich auch. Die beigefügten Bilder geben dazu hoffentlich einen besseren Eindruck.



Gefahrenquelle Inflatorschlauch
28. Juni 2011, 09:00
Einsortiert unter: Tauchequipment | Tags: , , , ,

Bei einem vergangenen Tauchgang versuchte ich den Inflatorschlauch unter Druck vom Wing-Inflator zu lösen. Während diese Prozedur beim Trockentauchanzug leicht und unproblematisch ging, klappte es mit den Trockenhandschuhen am Wing-Inflator unter Wasser garnicht. An Land versuchte ich es ohne Handschuhe erneut. Erst nach einem aufgerissenen Finger und großer Kraftanstrengung mit zwei Händen war der Inflatorschlauch zu lösen. Unter Wasser ein Ding der Unmöglichkeit. Bei einem verklemmten Inflator (EDIT: Danke an Michael für die Richtigstellung) würde unweigerlich das Jacket aufgeblasen ohne daß ich (vom Schnellablass einmal abgesehen) große Handlungsalternativen hätte. Den Schnellablass offen halten und gleichzeitig das Ventil schließen mag zwar technisch möglich sein, stellt aber eine Herausforderung dar, der ich mich gerne entziehen würde. Inflator ziehen und dann das Ventil schließen birgt hierbei sicherlich ein kleineres Risiko.

Auf meiner Suche nach der Wurzel des Problems musste ich feststellen, daß nur die wenigsten bisher versucht hatten unter Wasser den Inflator zu lösen und daß mein Problem (unbekannterweise) verbreiteter war als ursprünglich gedacht.Auf der Suche nach dem defekten Teil überlegte ich zuerst den kompletten Inflator zu wechseln bevor ich darauf gebracht wurde, daß es sich bei dem Problemteil tatsächlich um den Anschlußnippel des Inflatorschlauchs handeln würde. Da es sich um einen Halcyonschlauch handelt, der nunmal per Definition nicht grade zu den preiswertesten seiner Art gehört war “billig und schlecht” als Ursache ausgeschlossen. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, daß das zum Zurückziehen gedachte Ende des Anschlusses bis zum Anschluß vor reicht und somit schwer zu greifen ist – eine klassische Fehlkonstruktion. Jetzt werde ich den alten Inflatorschlauch gegen einen neuen austauschen. Zum Glück kein wirklich nennenswerter Kostenblock. Mit etwas Silikonspray ließe sich die Situation sicherlich auch verbessern, aber ob das eine dauerhafte Lösung ist ist fraglich…

EDIT: Heute habe ich mir bei 50bar einen Ersatzschlauch zugelegt. Mit 26€ war der Schlauch unwesentlich teurer als im Internet (ca. 23€), dafür vorrätig und Luft gabs eben auch wieder kostenlos. Damit lohnt sich das ganze für mich. Der neue Schlauch ist von Aqualung und es zeigt sich, daß der Fehler am Inflatorschlauch lag. Der neue Schlauch benötigt zwar auch ein wenig Druck, aber ist auch mit einer Hand auch mit dicken Handschuhen lösbar. Ich habe zur Sicherheit etwas Silikonspray nachgeschossen, aber bin soweit zufrieden. Der Unterschied zwischen den zwei Nippeln lässt sich recht gut beim direkten Vergleich sehen (links neu und rechts alt):



Neue Ausrüstung im Starni

Bei strömendem Regen verschlug es mich am freien Donnerstag zum Starnberger See um mich dort mit Johannes und Mareike zu einem gemütlichen Tauchgang zu treffen. Johannes hatte mich über die Datenbank im taucher.net gefunden.  Da Johannes noch recht neu beim Tauchen ist war eine flache Maximaltiefe von 20m angesetzt worden, was mir auf Grund meines neuen TC, mit dem ich noch nicht umzugehen gewöhnt bin auch ganz lieb war. Bevor es ans Tauchen ging war Füllen angesagt. Ich fuhr zur Tauchperle um meine D12 und die Stage zu füllen. Danach konnte ich gleich den neu erworbenen Umfüllschlauch testen und füllte damit von der D12 auf die 1l Argonflasche um. Es klappte so wie geplant und ich bereue den Kauf nicht. Während ich noch füllte traf Mareike ein um ebenfalls zu füllen und vermachte mir ihr altes Interface vom Mares Puck, damit ich in Zukunft hier auch einen visuellen Eindruck meiner Tauchgänge veröffentlichen kann. Dazu später mehr. Meinen IQ-700, der mich in den letzten TGs doch sehr im Stich gelassen hatte hatte ich als Bottom Timer umgestellt und wieder mitgenommen.

Nachdem Johannes angekommen war, warteten wir noch 15 Minuten auf einen angekündigten Mittaucher, der uns jedoch versetzte und so brachen wir zu dritt zur Wasserwacht auf. Auf Grund des mieserablen Wetters waren wir die einzigen Taucher vor Ort  als wir eintrafen. Die Wasserwacht wird zwar oft als nicht anfängertauglich beschrieben, doch zum einen bietet sie die Möglichkeit über sanft abfallende Sandhänge an die Wand heran zu tauchen und zum anderen ist der Hang nicht durchgehend steil sondern bietet viele Vorhänge weshalb wir Johannes den Wunsch die berüchtigte “Mörderwand” zu sehen erfüllen wollten. Wir rödelten also gemütlich auf und stürzten uns ins kühle Naß. die neuen, gefütterten Showa Typ 490 Handschuhe erwiesen sich als durchaus warm und brauchbar. Zwar ist das Material etwas dicker und macht es daher schwieriger die Kopfhaube über die Maske zu schieben, etc. jedoch ist das Wegclippen von Fini und Stage erstaunlicherweise kein Problem. Die Sicht im Starni war kurz gesagt saumäßig – bis 20m Tiefe maximal 3m. Tiefer war nicht angesetzt und so mußten wir eng beieinander bleiben. Johannes schlug sich gut und so stiegen wir an der Dekobank in die Wand ein. Ich sah eine einzige Quappe und sonst nur insgesamt sehr wenig. Dennoch war es schön bei wenig Sicht nur Umrisse der Wand wahrzunehmen. Nachdem es im HT für Johannes auf 18m und 8°C etwas frisch wurde tauchten wir langsam in die Gegend um 6m auf, wo die Temperaturen mit 15°C sehr angenehm sind. Die Sicht wird dort jedoch noch schlechter. Eine leichte Strömung trieb uns zurück zur Einstiegsstelle wo wir nach nur 50min wieder auftauchten.

Trotz des Wetters und der Sicht entschieden wir uns für einen zweiten TG. Während wir eine Oberflächenpause einlegten wurden wir mehrfach von Passanten  auf die doch ach so tödliche Wand im Starnberger See angesprochen. Die Medienwelle hat voll eingeschlagen. Wir gaben uns alle Mühe zu versichern, daß man hier nicht zwangsläufig sterben würde und daß Tauchen ein schöner Sport sei dessen Risiken unter denen von z.B. Motorrad fahren lägen. Ich hatte den Eindruck, daß uns geglaubt wurde.  In der Zwischenzeit war Uwe mit einer Mittaucherin eingetroffen, der ebenfalls einen kurzen Tauchgang plante. Wir quatschten uns etwas fest und machten uns dann für den zweiten TG fertig. Der zweite TG verlief genau wie der erste. Uwes Mittaucherin litt unter einem abgesoffenen Handschuh, weshalb sich die beiden entschieden den Tauchgang kurz zu halten und nur ein paar Übungen zu machen. Schließlich tauchten Uwes Team und wir ziemlich zeitgleich nach 50min wieder auf. Johannes machte einen zufriedenen Eindruck – was will man mehr. Mareike hatte sich wie immer als Spitzenbuddy präsentiert. Der IQ-700 war als BT problemlos gelaufen, was mich an der Diagnose eines defekten Tiefenmessers zweifeln lässt. Vielleicht hatte sich eine Blase unter dem Rechner gefangen. Das gilt es in den kommenden TGs nach und nach zu erforschen. Durch den Backuprechner  sollte das kein Problem darstellen. Der Puck tat genau das was er zu tun versprach. Die Anzeige ist zwar noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch das wird sich ändern.

Nach dem Tauchgang entschieden wir uns noch in der Gaststätte Manthal einzukehren. Die Chefin war da und so gab es plötzlich wieder Kaiserschmarrn. Sehr gelungen. Nach der Heimfahrt versuchte ich das den Puck mit dem Smartinterface DRAK auszulesen. leider erfolglos. Scheinbar hat sich irgendetwas an der Steckerform geändert, oder ich habe etwas falsch gemacht. Das werde ich nochmals versuchen. Falls jemand dazu weitere Infos hab bin ich sehr daran interessiert.

Alles in allem ein wirklich gelungener Tauchtag wenngleich das Wetter nicht mitspielte. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tauchsession. Hoffentlich läuft bis dahin auch die Auswertung des TC problemlos und bis dahin wird auch das Armband des Pucks durch Bungees ersetzt, deren Komfort ich wieder zu schätzen gelernt habe.

EDIT: Inzwischen läuft das Interface. Eine Frage der Reihenfolge. Reinstopfen und los legen mag die Software nicht. Immer alles brav Schritt für Schritt :-)



neuer Tauchcomputer und Umfüllschlauch
21. Juni 2011, 22:41
Einsortiert unter: Tauchequipment | Tags: , , , , , , , , , ,

Bei einem meiner letzten Tauchgänge mußte ich feststellen, daß mein alter Tusa IQ-700, der mich bis dato treu beleitet hatte, bei bestehender Deko einfach einfror, ausstieg und falsche Tiefen anzeigte. Ein nicht hinehmbarer Zustand und so habe ich mich auf dem Markt nach Alternativen umgesehen. Da ich plante, zwei Tauchcomputer zu kaufen fielen teure Modelle leider aus dem Raster. Ich überlegte mir, ob ich erneut einen TC mit Gaswechselfunktion benötigen würde. Ich entschied mich jedoch in diesen Fällen den TC auf den Bottom Timer Modus umzustellen und nach Plan aufzutauchen. Sicherlich auch ein guter Weg um sich auf das technische Tauchen vorzubereiten. Neben der Möglichkeit zum Bottom Timer Modus war die Möglichkeit eines bezahlbaren Interfaces auch ein Pluspunkt. Zurück blieben in meiner Liste der Suunto Gekko, Suunto Zoop und der Mares Puck. Der Uwatec Bottomtimer fiel leider auf Grund der nicht selbst zu wechselnden Batterie aus. Alle verbleibenden Rechner rechnen mit (modifizierten) RGBM Algorithmen. Aus meiner Sicht zwar nicht optimal, aber für Tauchgänge, die durch diese TCs berechnet werden können hinehmbar. Schlußendlich entschied ich mich auf Grund des Preises und Empfehlungen für zwei Mares P Für 139,- € inkl. Versand habe ich ihn bei Sport Eder bestellt und kann ihn nun nach zwei Tagen bereits in den Händen halten. Der zweite Puck von Atlantis Berlin ist noch auf dem Weg und auch das Interface, was ich gebraucht erwerben kann ist noch nicht bei mir. In den kommenden Tagen werde ich nach Mareikes Empfehlung ein Bungee Mount für den TC basteln, da es leider keine vorgefertigten Mounts gibt.

Eine weitere Anschaffung, die mich seit einigeer Zeit beschäftigt ist ein Umfüllschlauch. Grade wenn man bei externen Füllstationen unabhängig von der Flaschengröße bezahlt habe ich mich hin und wieder über die dann sehr hohen Kosten für die 1l Argonflasche etwas geärgert. Durch den Umfüllschlauch kann ich auch zwischen Tauchgängen die Argonflasche auftoppen. Da mich der Neupreis von ca. 100,-€ etwas abgeschreckt habe, habe ich ihn gebraucht gekauft. Der kommende Donnerstag wird bei einem flachen Tauchgang zeigen ob sich die Anschaffungen rentiert haben. Ich bin gespannt.



DDU Treffen am Walchensee

Für den heutigen Tag war ein Tauchtreffen vom DDU organisiert worden am Steinbruch des Walchensees. Am Vorabend hatte ich die noch vom Donnerstag feuchten Tauchsachen zusammengepackt und war wieder über meine weniger trockenen Trockenhandschuhe gestolpert. Man hatte mir gesagt daß das “Dive College” in Kochel zur Zeit Räumungsverkauf für die Insolvenz hätte und dort noch Showa Handschuhe für 10,- € zu bekommen seien. Nach dem Füllen in der Tauchperle, bei dem ich altbekannte Gesichter traf machte ich mich also auf den Weg nach Kochel und erstand dort zwei Paar Tauchhandschuhe in L und XL. Die Handschuhe sind gefüttert und benötigen somit kaum weitere Unterziehhandschuhe. Da ich davon ausging, daß ich sie nicht so schnell montiert bekäme habe ich auch noch ein Paar Scubapro Naßhandschuhe für 15,- € dazu gekauft, die häufig empfohlen werden.

Um an den Steinbruch zu gelangen muß man über eine private, mautpflichtige Straße, die 3,-€ kostet. Nachdem ich endlich am Tauchplatz angekommen war fand ich recht schnell die illustere Truppe vom DDU. Andi und seine Familie, Biene, Tom, Bazi, Benny, Piti und Elke waren gekommen. Piti, Benny und Elke waren bereits im Wasser als ich eintraf, Andi bereitete einen Tauchgang mit seinem Sohn vor und so stieg ich kurz nach Bazi ins Wasser. Die Sicht war mäßig und riss erst bei 32m auf, wo sie dann etwa 15m hergab. Ich hatte die Trockenhandschuhe abmontiert und war mit reinen Naßhandschuhen unterwegs. Es war weniger kalt an den Händen als erwartet wenngleich es kein Vergleich zu meinen Trockenen ist. Stagehandling funktioniert aber definitiv besser mit den Nassen. Als mein TC die erste Minute Deko anzeigte stieg er auf einmal aus und fror im Alternativbildschirm ein. Zwar kein allzugroßes Problem, da ich noch die Deko wusste und dementsprechend gut aufsteigen konnte, doch für einen Tauchcomputer absolut nicht hinnehmbar.

Zum Mittagessen waren leckere Würstchen und eine längere Pause angesagt. Mit Hilfe von Benny und Tom bekam ich auch die neuen Handschuhe montiert. Leider mußte Piti arbeiten und brach auf. Elke und Benny fuhren zu einem weiteren Tauchgang an die Gallerie und Andis Familie mache sich ebenfalls auf den Rückweg, sodaß Andi, Bazi und ich für einen zweiten Tauchgang übrig blieben. Bazi führte uns zum Spiegel und dann in Schlangenlinien die Wand nach oben. Ich hatte mir vorsichtshalber einen Backup TC von Bazi ausgeliehen der als Bottom Timer mit lief, was sich als weise herausstellte. Während des Tauchens zeigte der TC auf einmal in 30m Tiefe an, daß ich an der Wasseroberfläche sei. Fast Descend und entsprechende Deko Verletzung inklusive. Wahrscheinlich hat es den Drucksensor erwischt und somit bleibt Reparatur und/oder ein Neukauf. Ich spiele mit dem Gedanken mir zwei neue Tauchcomputer zuzulegen. Entweder zweimal den gleichen TC, oder einen Bottom Timer und einen TC oder gleich zwei Bottom Timer. Dank meines Backuprechners und der vorhergehenden Kalkulation tauchte ich gemeinsam mit den anderen beiden auf. Da Andi nur einen sehr flachen ersten TG hinter sich hatte und Bazi mit Nitrox unterwegs war hing ich meine 17min Deko weitestgehend alleine ab und schaute im 3m Bereich ein paar kleine Barsche an.

Nach dem Tauchgang spendierte Andi noch ein Dekobier und wir genossen die letzten Sonnenstrahlen. Wenngleich mit ein paar kleineren, technischen Schwierigkeiten ein sehr schöner Tag und sicherlich wiederholenswert.



O-Ringe
13. April 2011, 08:48
Einsortiert unter: Tauchequipment | Tags: , , , , , , ,

In der letzten Zeit habe ich mir eine gebrauchte Solaris Backup Lampe zugelegt. Leider ist die Lampe nur sehr schwergängig an und aus zu schalten, weshalb ich mich auf die Suche nach neuen, dünneren o-Ringen gemacht habe. Dazu habe ich den Durchmesser der Lampennut und des Gummis mit der Schieblehre ausgemessen und mich dann auf die Suche nach passenden Dichtungsringen gemacht. Baumarkt, Hornbach und Obi schieden schnell aus. Zum einen ist die Auswahl stark begrenzt und zum zweiten sind die Preise im Vergleich zu anderen Anbietern einfach abartig! Für drei O-Ringe über 4,50€ steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Im Internet wurde ich schließlich auf Lelebeck und ir-Dichtungstechnik aufmerksam gemacht. Spezielle Anfertigungen sind bei Gummi Grün möglich.

Ich entschied mich für Lelebeck auf Grund der geringen Versandkosten von 90 cent und der passenden Auswahl. Als Dichtung für die Lampe wurde mir Nitril-Butadien-Kautschuk (NBR) Dichtungen mit einer Härte von 70 Shore nahegelegt. Da es eine Mindestbestellmenge pro Posten und einen Mindestbestellpreis gibt habe ich gleich verschiedene Dicken bestellt. Leider die Falschen, wie sich beim Testtauchgang herausgestellt hat. Ich empfinde die etwas zu engen Gummis als bessere Wahl, da sie besser sitzen und sich weniger in der Nut bewegen.

Bei dem Übungstauchgang im Streitköplesee in Linkenheim ist die Lampe dann auf Grund der eingesetzten, zu dünnen Gummis abgesoffen. Bemerkenswert war jedoch, daß die Lampe dennoch anstandslos weiter brannte. Das gibt ein sicheres Gefühl.

Nach der Neubestellung muß ich nun feststellen, daß die dickeren Gummis mit 2,5mm Schnurdicke doch die einzig dichten sind, wenngleich sie etwas schwergängig sind. Das lässt sich leider auch mit Silikonspray nicht wesentlich verbessern. Also unter Wasser etwas mehr Kraft aufwenden ;-) Der Versand bei Lelebeck verlief übrigens absolut problemlos und war selbst bei der günstigen Versandart in drei Tagen vor Ort.

Im Zuge der o-Ring Bestellung habe ich mich auch über die eingesetzten o-Ringe in Reglern schlau gemacht. Auffällig hierbei ist, daß es trotz verschiedenster DIN-Normen keinen einheitlichen Standard gibt. Auch sind verlässliche Informationen zu den verwendeten Ringen schwer zu finden, da offensichtlich viel damit experimentiert wird und auch bei einem Regler zum Teil über die Jahre hinweg verschiedene Dichtungen verbaut wurden. Ein Dokument, was mir in dem Zusammenhang geholfen hat ist folgendes:  O-Ring Liste. Jedoch fehlt in dem Dokument die Shore-Stärke sowie das verwendete Material. Bei Apeks scheint es 80 Shore und Ethylen-Propylen Dien Kautschuk (EPDM) zu sein, allerdings sind dafür nicht alle notwendigen Größen erhältlich. Für andere Regler-Typen habe ich zu Shore-Stärken und Material widersprüchliche Aussagen gefunden. Im Zweifelfall ist es daher sicher hilfreich für seinen eigenen Regler individuell auszumessen und zu prüfen welche Dichtungen passen. Informationen zu dem Thema habe ich auf folgenden Foren-Seiten gefunden: taucher.net, divinggroup.de, deep-down-under.de




Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: