Constantins Diving Blog


Problemkette eines Tauchgangs
11. Juli 2011, 09:00
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Nach einer langen Woche und einem tauchfreien Samstag war der Entzug wieder zu stark und so ging es wieder ins Wasser. Ich hatte mich mit Matthäus verabredet. Geplant war die Steilwand im Naturschutzgebiet zu betauchen und beim Austauchen etwas Stagehandling zu üben. Ich holte Matthäus also ab, wir beluden das Auto bis unter das Dach und füllten noch kurz an der Tauchperle. Trotz des offenen Geschäfts mußten wir “aus Prinzip” am einarmigen Automaten füllen statt die Flaschen zusammen an den Kompressor zu hängen. Es dauerte also rund 20 Minuten bis alle Flaschen gefüllt waren. Mieser Kundenservice! Danach machten wir uns auf den Weg zum Naturschutzgebiet.

Dort angekommen trafen wir auf zwei weitere Taucher, die uns darüber informierten, daß man versuchen sollte nicht auf dem Teer der Straße zu parken (also auch nicht mit einem Rad) weil es sich um einen Rettungsweg handeln würde und da einige Stadtwächter allergisch reagieren würden. Kleinkariert, aber so ist es nun. Also haben wir uns an die Bäume gepresst und aufgerödelt. Matthäus hatte seinen neuen Lampentank dabei den es zu testen galt. In der Hitze ist es wirklich grausam sich in den Unterzieher und Trocki zu zwängen. Trotz dem, daß wir uns so spät wie möglich in den Trocki packten waren wir bereits ziemlich durchgeschwitzt als wir das Wasser erreichten. Wir versuchten uns kurz etwas zu akklimatisieren und dann starteten wir bald den Tauchgang um in kältere Gefilde zu kommen. Bereits nach wenigen Minuten hatten wir uns unter Wasser verloren. Trotz eingeschalteter Lampe und rundumblick war nichts zu sehen. Die Sicht bis 10m lag bei unter 20cm. Wir tauchten auf, regruppierten uns und versuchten es erneut. Kopf an Flosse erreichten wir in ca. 25m die Kante der Wand. Ich bemerkte, daß Matthäus Probleme mit seiner Maske hatte und diese ständig ausblies. Auch schien der Trimm darunter zu leiden. Nach einiger Zeit fiel dann auch noch Matthäus Hauptlampe aus. Er wechselte auf eine Backup und bestätigte mir, daß es an der Zeit sei aufzutauchen. Die Schwierigkeiten hatten auf seinen Luftverbrauch geschlagen. Wir hielten kurz auf 15m für einen Deepstop und setzten dann langsam aber bestimmt den Aufstieg fort bis wir 3m erreichten um dort die kurze Deko und den Sicherheitsstop abzuhängen. Matthäus beklagte sich nach dem Tauchgang über eine vernebelte Sicht trotz klarer Maske. Die kumulierten Probleme haben wir im Nachgang des Tauchgangs analysiert und ein paar allgemeine Findings erörtert:

  1. Ein mit Problemen begonnener Tauchgang sollte eventuell abgebrochen werden oder mit einer größeren Pause starten
  2. Eine kaputte Hauptlampe ist ein genereller Aufstiegsgrund
  3. Bei erschwerten Bedingungen sollte keine neue Ausrüstung getestet werden
  4. Es sollte generell klar sein, daß ein abgebrochener Tauchgang kein Problem darstellt um den Druck vom Buddy zu nehmen

Ich bin nur froh, daß wir auch nach unserer Analyse nicht alles falsch gemacht haben :-) Trotz aller Probleme war der Tauchgang schön. Wir haben an der Wand ein Tablett gesehen und schöne Wandstrukturen. Und schließlich lernt man von solchen “kleineren” Problemen auch am meisten. Nach dem Tauchgang wurde ich noch zum Essen und auf einen Kaffee eingeladen und wir ließen den Tauchgang gemütlich ausklingen. Ich freue mich auf jeden Fall auf unseren nächsten Tauchgang.



Münchner Tauchwochenende
4. Juli 2011, 09:00
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Das vergangene Wochenende stand erneut unter dem Zeichen der Tiefe. Am Samstag hatte ich mich erneut mit Johannes am Starnberger See verabredet. Außer uns waren noch einige Teammitglieder von Team Cavebase unterwegs. Johannes und ich verständigten uns auf maximal 22m und abwärts ging es. Die Sicht war über den gesamten Tauchgang hinweg mies. Im Flachbereich unter 0,5m und in 20m dann ganze 2m Sicht. Aktuell ist der Tauchplatz flacher als 20m nicht zu empfehlen. Nach dem TG unterhielten wir uns noch etwas mit Tobi von Cavebase und kehrten schließlich in der Gaststätte Manthal ein.

Für Sonntag hatte ich mich mit Mareike für den Walchensee verabredet. Sie wollte mir nun endlich die Galerie näher bringen. Wir trafen uns auf einem Parkplatz, luden alles in ein Auto und fuhren gemeinsam über den Pass nach Urfeld. Der Parkplatz zum Tauchplatz Galerie ist etwas versteckt vor einer Tunneldurchfahrt (die einseitig durchbrochen ist). Insgesamt ist der Parkplatz recht klein, aber dank der mäßigen Wettervorhersage waren nur wenige Taucher gekommen. Der Walchensee ist zur Zeit gut gefüllt, sodaß man nicht klettern muß. Wir rödelten auf und stiegen für den ersten Tauchgang am linken (nördlichsten) Einstiegsplatz ins Wasser an dem Treppen und ein schönes Plateau den Einstieg erleichtern. Nach einem kurzen Ausrüstungscheck ging es los. Wir sanken die Steilwand hinab in die Tiefe. Die Wand ist beeindruckend. In einer Tiefe bis 30m war die Sicht mittelmäßig, riss aber ab 30m auf. Ich war begeistert von den Felsstrukturen und dem schwarzen Stein. Da im Bergseemodus die Nullzeit etwas verkürzt ist, zählte früh die Deko hoch und so stiegen wir bereits nach 15 Minuten Grundzeit langsam auf. Ein kurzer Deepstop und wir starteten die Austauchphase an der Wand entlang. Nach 49 Minuten war der Tauchgang schon vorbei. Als wir auftauchten mußten wir erleben wie es einen Motorradfahrer im Tunnel zerlegt hat. Routine am Walchensee mußte ich mir sagen lassen. Nach zwei Stunden Oberflächenpause, Überfüllen und erneutem Aufrödeln starteten wir  diesesmal am rechten Einstieg um direkt zum Autowrack abzusinken. Etwas unterhalb des Wracks fanden wir einige junge Saiblinge die uns doch einige Zeit beschäftigten. Danach stiegen wir an der Wand langsam auf. Während des Aufstiegs am Überhang vorbei zählte die Deko langsam weiter hoch. Mit 17 Minuten Deko erreichten wir den 3m Bereich. Die Sicht war im Vergleich mit der Tiefe mäßig, jedoch im Vergleich zum Starnberger See super. Der Tauchplatz ist höchst empfehlenswert und ich komme mit Sicherheit wieder! Leider gibt es wenige gute Bilder und Videos von der Galerie trotz der Tatsache, daß es eine beeindruckende Kulisse ist. Ein Video, was zumindest das Wrack wiedergibt habe ich am Ende angehängt.

Nach dem Tauchgang sind wir neben dem Bootsverleih Kuchen essen gegangen. Die Gaststätte erinnert mehr an einen Kiosk und bietet wenig. Der Kuchen war jedoch wirklich zu empfehlen und der Blick aus dem Gastraum ist auch sehr schön. Ich würde ich freuen, wenn mir jemand in der Umgebung eine gute Gaststätte empfehlen kann.



Nie wieder Ausrüstung vergessen
30. Juni 2011, 09:00
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Ich glaube, jedem ist es schon einmal passiert, daß er am See stand und irgendein (hoffentlich unwichtiges) Teil liegt noch zu Hause im Keller oder auf dem Bett und wollte eigentlich dringend mitgenommen werden. Der mensch ist nunmal vergesslich und da wir uns ja voller Euphorie auf das Wochenende vorbereiten kommt es nunmal vor, daß etwas vergessen wird – menschlich. Um das zu verhindern hat jeder so seine eigene Routine. Für mich ist das eine bestimmte Weise die Tauchkiste zu packen. Jede Lücke erinnert mich dann daran, daß noch etwas fehlt. Und dennoch kommt es vor, daß irgendwelche Kleinigkeiten vergessen werden. Um das zu verhindern habe ich mir eine Checkliste gemacht, einlaminiert und an ein Klemmbrett im Keller gehängt an dem ich abhake was getan ist und was nicht. Der Folienstift ist abwaschbar und somit ist das Stück immer wieder verwendbar. Sicherlich ist diese Vorgehensweise weder innovativ noch hoch anspruchsvoll, aber sie hilft mir und vielleicht ja auch dem ein oder anderen Leser. Meine Checkliste sieht aus wie folgt: Checkliste_tauchen.

Als Word-Dokument könnt ihr sie hier downloaden, um Eure eigenen Ausrüstungsstücke einzutragen oder zu ergänzen. Ich freue mich über Eure Anregungen und Kommentare.



Neue Ausrüstung im Starni

Bei strömendem Regen verschlug es mich am freien Donnerstag zum Starnberger See um mich dort mit Johannes und Mareike zu einem gemütlichen Tauchgang zu treffen. Johannes hatte mich über die Datenbank im taucher.net gefunden.  Da Johannes noch recht neu beim Tauchen ist war eine flache Maximaltiefe von 20m angesetzt worden, was mir auf Grund meines neuen TC, mit dem ich noch nicht umzugehen gewöhnt bin auch ganz lieb war. Bevor es ans Tauchen ging war Füllen angesagt. Ich fuhr zur Tauchperle um meine D12 und die Stage zu füllen. Danach konnte ich gleich den neu erworbenen Umfüllschlauch testen und füllte damit von der D12 auf die 1l Argonflasche um. Es klappte so wie geplant und ich bereue den Kauf nicht. Während ich noch füllte traf Mareike ein um ebenfalls zu füllen und vermachte mir ihr altes Interface vom Mares Puck, damit ich in Zukunft hier auch einen visuellen Eindruck meiner Tauchgänge veröffentlichen kann. Dazu später mehr. Meinen IQ-700, der mich in den letzten TGs doch sehr im Stich gelassen hatte hatte ich als Bottom Timer umgestellt und wieder mitgenommen.

Nachdem Johannes angekommen war, warteten wir noch 15 Minuten auf einen angekündigten Mittaucher, der uns jedoch versetzte und so brachen wir zu dritt zur Wasserwacht auf. Auf Grund des mieserablen Wetters waren wir die einzigen Taucher vor Ort  als wir eintrafen. Die Wasserwacht wird zwar oft als nicht anfängertauglich beschrieben, doch zum einen bietet sie die Möglichkeit über sanft abfallende Sandhänge an die Wand heran zu tauchen und zum anderen ist der Hang nicht durchgehend steil sondern bietet viele Vorhänge weshalb wir Johannes den Wunsch die berüchtigte “Mörderwand” zu sehen erfüllen wollten. Wir rödelten also gemütlich auf und stürzten uns ins kühle Naß. die neuen, gefütterten Showa Typ 490 Handschuhe erwiesen sich als durchaus warm und brauchbar. Zwar ist das Material etwas dicker und macht es daher schwieriger die Kopfhaube über die Maske zu schieben, etc. jedoch ist das Wegclippen von Fini und Stage erstaunlicherweise kein Problem. Die Sicht im Starni war kurz gesagt saumäßig – bis 20m Tiefe maximal 3m. Tiefer war nicht angesetzt und so mußten wir eng beieinander bleiben. Johannes schlug sich gut und so stiegen wir an der Dekobank in die Wand ein. Ich sah eine einzige Quappe und sonst nur insgesamt sehr wenig. Dennoch war es schön bei wenig Sicht nur Umrisse der Wand wahrzunehmen. Nachdem es im HT für Johannes auf 18m und 8°C etwas frisch wurde tauchten wir langsam in die Gegend um 6m auf, wo die Temperaturen mit 15°C sehr angenehm sind. Die Sicht wird dort jedoch noch schlechter. Eine leichte Strömung trieb uns zurück zur Einstiegsstelle wo wir nach nur 50min wieder auftauchten.

Trotz des Wetters und der Sicht entschieden wir uns für einen zweiten TG. Während wir eine Oberflächenpause einlegten wurden wir mehrfach von Passanten  auf die doch ach so tödliche Wand im Starnberger See angesprochen. Die Medienwelle hat voll eingeschlagen. Wir gaben uns alle Mühe zu versichern, daß man hier nicht zwangsläufig sterben würde und daß Tauchen ein schöner Sport sei dessen Risiken unter denen von z.B. Motorrad fahren lägen. Ich hatte den Eindruck, daß uns geglaubt wurde.  In der Zwischenzeit war Uwe mit einer Mittaucherin eingetroffen, der ebenfalls einen kurzen Tauchgang plante. Wir quatschten uns etwas fest und machten uns dann für den zweiten TG fertig. Der zweite TG verlief genau wie der erste. Uwes Mittaucherin litt unter einem abgesoffenen Handschuh, weshalb sich die beiden entschieden den Tauchgang kurz zu halten und nur ein paar Übungen zu machen. Schließlich tauchten Uwes Team und wir ziemlich zeitgleich nach 50min wieder auf. Johannes machte einen zufriedenen Eindruck – was will man mehr. Mareike hatte sich wie immer als Spitzenbuddy präsentiert. Der IQ-700 war als BT problemlos gelaufen, was mich an der Diagnose eines defekten Tiefenmessers zweifeln lässt. Vielleicht hatte sich eine Blase unter dem Rechner gefangen. Das gilt es in den kommenden TGs nach und nach zu erforschen. Durch den Backuprechner  sollte das kein Problem darstellen. Der Puck tat genau das was er zu tun versprach. Die Anzeige ist zwar noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch das wird sich ändern.

Nach dem Tauchgang entschieden wir uns noch in der Gaststätte Manthal einzukehren. Die Chefin war da und so gab es plötzlich wieder Kaiserschmarrn. Sehr gelungen. Nach der Heimfahrt versuchte ich das den Puck mit dem Smartinterface DRAK auszulesen. leider erfolglos. Scheinbar hat sich irgendetwas an der Steckerform geändert, oder ich habe etwas falsch gemacht. Das werde ich nochmals versuchen. Falls jemand dazu weitere Infos hab bin ich sehr daran interessiert.

Alles in allem ein wirklich gelungener Tauchtag wenngleich das Wetter nicht mitspielte. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tauchsession. Hoffentlich läuft bis dahin auch die Auswertung des TC problemlos und bis dahin wird auch das Armband des Pucks durch Bungees ersetzt, deren Komfort ich wieder zu schätzen gelernt habe.

EDIT: Inzwischen läuft das Interface. Eine Frage der Reihenfolge. Reinstopfen und los legen mag die Software nicht. Immer alles brav Schritt für Schritt :-)



DDU Treffen am Walchensee

Für den heutigen Tag war ein Tauchtreffen vom DDU organisiert worden am Steinbruch des Walchensees. Am Vorabend hatte ich die noch vom Donnerstag feuchten Tauchsachen zusammengepackt und war wieder über meine weniger trockenen Trockenhandschuhe gestolpert. Man hatte mir gesagt daß das “Dive College” in Kochel zur Zeit Räumungsverkauf für die Insolvenz hätte und dort noch Showa Handschuhe für 10,- € zu bekommen seien. Nach dem Füllen in der Tauchperle, bei dem ich altbekannte Gesichter traf machte ich mich also auf den Weg nach Kochel und erstand dort zwei Paar Tauchhandschuhe in L und XL. Die Handschuhe sind gefüttert und benötigen somit kaum weitere Unterziehhandschuhe. Da ich davon ausging, daß ich sie nicht so schnell montiert bekäme habe ich auch noch ein Paar Scubapro Naßhandschuhe für 15,- € dazu gekauft, die häufig empfohlen werden.

Um an den Steinbruch zu gelangen muß man über eine private, mautpflichtige Straße, die 3,-€ kostet. Nachdem ich endlich am Tauchplatz angekommen war fand ich recht schnell die illustere Truppe vom DDU. Andi und seine Familie, Biene, Tom, Bazi, Benny, Piti und Elke waren gekommen. Piti, Benny und Elke waren bereits im Wasser als ich eintraf, Andi bereitete einen Tauchgang mit seinem Sohn vor und so stieg ich kurz nach Bazi ins Wasser. Die Sicht war mäßig und riss erst bei 32m auf, wo sie dann etwa 15m hergab. Ich hatte die Trockenhandschuhe abmontiert und war mit reinen Naßhandschuhen unterwegs. Es war weniger kalt an den Händen als erwartet wenngleich es kein Vergleich zu meinen Trockenen ist. Stagehandling funktioniert aber definitiv besser mit den Nassen. Als mein TC die erste Minute Deko anzeigte stieg er auf einmal aus und fror im Alternativbildschirm ein. Zwar kein allzugroßes Problem, da ich noch die Deko wusste und dementsprechend gut aufsteigen konnte, doch für einen Tauchcomputer absolut nicht hinnehmbar.

Zum Mittagessen waren leckere Würstchen und eine längere Pause angesagt. Mit Hilfe von Benny und Tom bekam ich auch die neuen Handschuhe montiert. Leider mußte Piti arbeiten und brach auf. Elke und Benny fuhren zu einem weiteren Tauchgang an die Gallerie und Andis Familie mache sich ebenfalls auf den Rückweg, sodaß Andi, Bazi und ich für einen zweiten Tauchgang übrig blieben. Bazi führte uns zum Spiegel und dann in Schlangenlinien die Wand nach oben. Ich hatte mir vorsichtshalber einen Backup TC von Bazi ausgeliehen der als Bottom Timer mit lief, was sich als weise herausstellte. Während des Tauchens zeigte der TC auf einmal in 30m Tiefe an, daß ich an der Wasseroberfläche sei. Fast Descend und entsprechende Deko Verletzung inklusive. Wahrscheinlich hat es den Drucksensor erwischt und somit bleibt Reparatur und/oder ein Neukauf. Ich spiele mit dem Gedanken mir zwei neue Tauchcomputer zuzulegen. Entweder zweimal den gleichen TC, oder einen Bottom Timer und einen TC oder gleich zwei Bottom Timer. Dank meines Backuprechners und der vorhergehenden Kalkulation tauchte ich gemeinsam mit den anderen beiden auf. Da Andi nur einen sehr flachen ersten TG hinter sich hatte und Bazi mit Nitrox unterwegs war hing ich meine 17min Deko weitestgehend alleine ab und schaute im 3m Bereich ein paar kleine Barsche an.

Nach dem Tauchgang spendierte Andi noch ein Dekobier und wir genossen die letzten Sonnenstrahlen. Wenngleich mit ein paar kleineren, technischen Schwierigkeiten ein sehr schöner Tag und sicherlich wiederholenswert.



CD-Baum mit mäßigem Start
2. Juni 2011, 17:54
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Ich hatte mich über das DDU mit drei weiteren Tauchern verabredet und traf mich gegen 11 Uhr an der Kapelle am Starni. Nach einer kurzen Diskussion um die Landesgrenzen und die Taucherlaubnis im Sommer sind wir zur Sicherheit, aber ohne eine direkte Lösung etwas weiter bis zur Wasserwacht gezogen, wo wir entgegen aller Erwartungen noch vier Parkplätze finden konnten.

Nach dem Aufrödeln ging es los, wir bildeten zwei Zweiergruppen und schon ging es ins Wasser. Nach wenigen Sekunden füllte sich mein linker Handschuh mit Wasser. Erst hatte ich gedacht, daß ich den Handschuh unsauber aufgeschoben hatte, doch auch nachdem ich den Handschuh erneut abgenommen, die Auflagestelle gereinigt und ihn wieder aufgeschoben hatte lief weiter Wasser in den Handschuh. Also Röhrchen raus und hoffen, daß meine zwei Paar Unterziehhandschuhe ausreichend isolieren um den Tauchgang auch so zu überleben. Ich tauchte mit Ivo ab und wir hatten uns als Ziel den CD-Baum auf ca. 40m gesetzt. Nach dem Abtauchen mit ca. 2m akzeptable Sicht und dann wurde es schlagartig noch 20cm Sicht. Das führte dazu, daß Ivo und ich uns verloren und trotz einer kurzen Suche nicht wiederfinden konnten. Also langsam wieder auftauchen um einen erneuten Start zu versuchen.

Ivo tauchte auch auf, wir fanden uns zusammen und starteten einen neuen Versuch. Der zweite Anlauf klappte. Wir tauchten zur Boje und von dort aus direkt abwärts zum CD Baum. Besonders der aufgehängte “Taucherturm” konnte mir ein Grinsen ab-ringen. Die Sicht am Objekt der Begierde war mit über 15m wesentlich besser als oben. Danach ging es zum Ausläufer der daneben liegenden Steilwand und langsam an der Wand wieder nach oben. Die Steilwand ist an der Stelle ziemlich zerklüftet und es finden sich kleine Schutthalden. Sehr idyllisch.

Nach rund 15min Grundzeit hatten sich 12min Deko aufgebaut und so stiegen wir langsam wieder auf. Auf 3m zog uns eine Strömung zurück zum Einstiegspunkt. Auf dem Weg hinab war mir die Strömung nicht aufgefallen, aber auf dem Rückweg konnten wir uns gemütlich ziehen lassen. Lediglich manchmal etwas Nachtarrieren war nötig weil die Strömung auch leicht abwärts geht. Am Ausstieg war meine Hand nach etwas über 60 min Tauchgang bereits wieder aufgetaut, während sie am Grund doch zeitweise kurz vor dem Einfrieren war. Der Tauchgang hat sich dennoch gelohnt weil die Gegend eine der schönsten an der Wasserwacht ist.

Auch im Trockenen konnte ich leider bisher die Undichtigkeit am Handschuh nicht ausmachen. Wahrscheinlich liegt sie zu nah am Ansatz des Handschuhs. Für den DDU Testtag am kommenden Samstag muß wohl entweder ein neues Paar Handschuhe her oder Neoprenhandschuhe werden wieder entmottet. Ärgerlich, daß soetwas ausgerechnet an einem tauchintensiven Wochenende passiert.



Druckkammerfahrt am HBO in München
28. Mai 2011, 15:10
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Heute war es soweit und ich konnte den Gutschein für die Druckkammerfahrt, den ich bei der Weihnachtsfeier des DCP gewonnen hatte einlösen. Wir trafen uns zu acht um 9.45 Uhr am HBO, dem Hyperbaren Sauerstoffzentrum in München. Nach einer kurzen Einweisung, dem obligatorischen Toilettengang und einem warmen Kaffee ging es los. Während der Druck in der Kammer aufgebaut wurde wurde es merklich warm. Während es außerhalb der Kammer keine 20°C hatte wurde es im Inneren mehr als 31°C warm. Ebenfalls auffallend war, daß man in der trockenen Druckkammer wesentlich öfter einen Druckausgleich machen muß, als im Wasser. Der Grund hierfür ist auch den Medizinern unbekannt. Auf 50m angekommen hatte sich nicht nur die Stimme in eine Art Mickey Mouse verwandelt, sondern auch die mitgenommenen Ballons, Crocks, Neoprenstücke und die Wasserflasche sahen, erwartungsgemäß, nicht mehr so gut aus. Die Stimmung war hingegen, ebenfalls erwartungsgemäß, sehr gut, wobei das auch schon im “flachen Bereich” der Fall war.

Dann begannen ein paar Übungen. Subtraktion und Erinnerungsvermögen wurden getestet und es wurde getestet, wie lange wir benötigen, um 10 Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben P aufs Papier zu bringen. Aus beteiligter Sicht schien mir lediglich die Zeit um die Begriffe aufzuschreiben etwas länger als normal. Ob das der Realität entspricht wird die DVD zeigen, die erstellt wurde. Jede Gruppe bekommt eine und muß sich darum kümern, sie innerhalb der Gruppe zu verteilen. Wenn es bei mir angekommen ist, werde ich das Video schneiden und zumindest teilweise online stellen. Nach lediglich 8 Minuten Grundzeit ging es in einem eher konservativen Profil wieder langsam an die Oberfläche. Leider wurde unserem Wunsch, ein Bier auf der 3m Dekostufe einzuschleusen, nicht entsprochen. Nach 74 Minuten war die Fahrt beendet.

Im Nachgang wurde ein kurzer Vortrag über Tauchmedizin gehalten, der jedoch nichts wesentlich neues zu Tage förderte. Es handelte sich um eine Wiederholung essen, was im OWD sowieso bereits gelehrt wird. Ganz am Ende des Termins gab es jedoch eine sehr interessante Information zur Tauchtauglichkeitsuntersuchung. Diese wird nämlich laut Aussage der dort praktizierenden Ärzte von der Krankenkasse übernommen, wenn von der Kasse Vorsorgeuntersuchungen übernommen werden.



Fischwahn an der Wasserwacht
18. Mai 2011, 21:48
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Heute habe ich mich zum Afterworkdive mit Klaus an der Wasserwacht verabredet. Um 20.30 Uhr ging es los. Die Sicht im flacheren Bereich war sehr mäßig und so dödelten wir gemütlich in Richtung Dekobank. Jedoch sanken wir zu tief ab und untertauchten die Bank. Auf ca. 20m stiegen wir in die Wand ein und wurden bereits von der ersten Quappe begrüßt. Ab ca. 18m wurde die Sicht schlagartig besser. Wir sanken auf ca. 40m und hatten Sichtweiten so weit das Licht der Lampen reichte. Durch die einsetzende Dunkelheit war es gefühlt noch dunkler als sonst. Ein tolles Gefühl als aus der Dunkelheit gleich 3 Quappen dicht hintereinander auftauchten und sich in keinster Weise ablenken ließen. Ich widerstand der Versuchung sie zu berühren und glitt in ca. 30cm Abstand über sie hinweg.

Nach 37 Minuten hatte sich bereits Deko aufgebaut und so tauchten wir langsam auf. Auf dem Weg kreuzten wir eine weitere Quappe auf dem Sandhang und viele Barschschwärme sowie einzelne Barsche von beachtlicher Größe. Wir hingen unsere Deko ab und entschieden uns noch ein wenig Fische zu gucken. Nach etwas mehr als einer Stunde entstiegen wir dem Wasser. Zwar hatten wir einen Großteil der Steilwand geschickt umtaucht, aber die Fischvielfalt hat es locker wieder wett gemacht. Diese Uhrzeit ist definitiv wiederholenswert.

Beim Abrödeln kreuzte noch ein Fuchs unseren Weg und gab dem Tauchgang das besondere Extra mit auf den Weg.



Zurück in München
15. Mai 2011, 17:31
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Heute war es nach einer Studienpause endlich wieder soweit und ich hatte mich mit drei weiteren Recken an der Wasserwacht am Starnberger See zum Tauchen verabredet. Ivo, Florian und Koen waren mit von der Partie und wir trafen auch noch Uwe. Es ist schön wieder hier zu sein :-)

Ein Rebreather, drei Doppelpakete und zwei Stages landeten im Wasser und wir bildeten zwei Zweiergruppen. Geplant waren um die 30m, in die linke Richtung und dann zurück. Direkt nach dem Einstieg kreuzte uns eine Tauchschulgruppe, die ihrem Namen alle Ehre machte. Bepackt mit Splitfins pflügten sie wie die Wildsäue durch den Untergrund. Glücklicherweise schlugen sie eine andere Richtung an und so blieben wir für den restlichen Tauchgang von schlechter Sicht verschont. Leider verloren wir die andere Zweiergruppe bei dem Versuch der Wolke auszuweichen und trafen sie erst wieder als sie uns auf 30m in der Dunkelheit entgegen kamen. Wir setzen den Tauchgang dennoch in entgegengesetzten Richtungen fort. Mit 35,5m um sich eine teilweise verrottete Schubkarre anzusehen war der tiefste Punkt erreicht. Auf 15m wechselte ich auf die Stage. Es klappt inzwischen wesentlich besser. Die anderen zwei erreichten die Oberfläche nach ca. 60min und wir beendeten den Tauchgang mit 18min Deko nach 82 min.

Die Sicht ist im Einstiegsbereich generell mittelmäßig (für Starnberger Verhältnisse) mit ca. 3m, ab 20m klärt es auf und wird mit der Tiefe besser. In 30m hatten wir ca. 15m Sicht. Die Temperatur dort liegt wie im Winter bei ca. 5°C. Allerdings ist es oberhalb der Sprungschicht bei 7m mit 15°C angenehm warm für die Deko. Ich freue mich auf den kommenden Tauchgang.



Übungstauchgang in Linkenheim
8. April 2011, 09:36
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Um die neuen Dichtungen für meine Backuplampe und die neue Stage zu testen und um generell ein wenig zu üben habe ich mich gestern abend mit Stefan in Linkenheim am Streitköplesee getroffen. Nachdem ich endlich den Weg zum See gefunden hatte (der sich übrigens wirklich als Badesee und zum abendlichen Grillen anbietet) wurden die Stages ins Wasser getragen und wir rödelten uns auf.

Im Wasser angekommen mussten wir leider feststellen, daß die Sicht mit unter 1m eher mies war. Wir tauchten links herum und sind um ein Haar an den Baumstämmen vorbei getaucht. Auch der Grund lies sich oft kaum vom Wasser unterscheiden. Also ging es zurück und wir begannen mit den Übungen. Stefan machte sie vor und ich machte sie nach. Wir begannen mit dem Stage Handling. Durch die inzwischen recht leere Stage empfand ich es als schwierig die Stage unterhalb des Finis weg zu clippen. Nach mehreren Anläufen war es dann geschafft. Als nächstes war Boje schießen angesagt. Auch wenn ich noch lernen muß das Spool festzuhalten ;-) lief die Sache gefühlt schon wesentlich reibungsloser ab als die letzten Male. Allerdings immer noch ausbaufähig. In dem Moment als die Boje endlich stand fiel meine Hauptlampe aus. Sie blinkte ein paar mal und dann war sie aus. Später habe ich die Lampe dann untersucht und konnte kein Wasser im Inneren feststellen. Ein kleines Rätsel. Entweder war ich zu doof sie in die richtige Richtung zu drehen, oder es hat sich eine sehr kleine Menge Wasser den Weg in den Lampenkopf gebahnt. Die dreifache Dichtung wäre in dem Fall überwunden worden. Da müssen kommende Tauchgänge zeigen, was das Problem ist.  Da sich der Tauchgang zu einem Nachttauchgang entwickelt hatte wechselte ich auf die Backuplampe. Leider stellte ich fest, daß auch diese bereits geflutet war weil die getesteten Gummis wohl zu dünn waren. Nichtsdestotrotz brannte sie noch immer und hat somit as Prädikat empfehlenswert verdient. Wir hängten die Stages an die Boje und begannen mit den Übungen die sich Basic 7 nennen. Dabei handelt es sich um Übungen, die zur Verbesserung des Umgangs mit der Ausrüstung dienen. 1. Hauptregler aus dem Mund nehmen und wieder zurück 2. Hauptregler aus dem Mund, auf Backup wechseln und Regler weg clippen und wieder alles rückgängig 3. Primärregler abgeben, Long Hose freigeben 4. Maske fluten und ausblasen 5. Maske abnehmen und auf Backup wechseln 6. Fini ablesen und Flaschendruck kommunizieren und 7. Primärlampe weg clippen und auf Backup wechseln. Da meine Backup Lampe bereits in Benutzung war ist 7. bei mir entfallen und 5. haben wir uns auch gespart. Alles in allem ist es aber ganz gut gelaufen wenngleich wie immer und überall Potential besteht. Ich werde in München weiter an meinen Fähigkeiten arbeiten und dann schauen wir mal, ob mein nächster Tauchgang mit Stefan Verbesserungen zeigt. Als Buddy war Stefan wie gewohnt super! Ich freue mich aufs nächste mal.




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