Einsortiert unter: Gedanken | Schlagwörter: Blog Tauchen, Constantin, Divercons, neu, neue Domain, Umzug, weiter
Der wordpress.com Blog wird bekanntlich fremdgehostet und bietet so nur sehr begrenzte Einstellungsmöglichkeiten. Da meine Vorstellung diese Grenzen seit Längerem überschreitet wurde es nun Zeit, den Blog umzuziehen. Aus diesem Grund werden alle weiteren Beiträge ab sofort auf divercons.de veröffentlicht. Natürlich finden sich auch die bisherigen Artikel und Kommentare dort wieder. Nach und nach werde ich daher alle externen Verlinkungen auf die neue Domain und den neuen Blog umleiten und hoffe, Euch dort bald wieder als Leser begrüßen zu dürfen. Sehr freue ich mich auch über Eure Kommentare und Vorschläge auf dem neuen Blog.
So langsam arbeite ich mich schrittweise durch die Tauchshops in und um München. In der vergangenen Woche war ich neben dem beschrieben Divesupport auch bei Hedra, wo viele Infos, Kaffe und ein Diver Tool Set den Besitzer wechselten. Auch bei Hedra fühlte ich mich sehr wohl. Leider ist die Parkplatzsituation vor Ort nur als mäßig zu beschreiben. Bereits öfter war ich beim DCP, wo ich neben meinem Santi BZ400 Unterzieher auch schon meinen ersten Trocki gekauft habe. Dort habe ich auch auf der Weihnachtsfeier das Los mit der Druckkammerfahrt gezogen. Leider genauso auf der anderen Seite der Stadt wie das DCP, aber nicht minder zu empfehlen ist 50bar, bei denen ich neben kostenloser Luft immer ein paar nette Worte finde. Zum Füllen eignet sich außerdem die Tauchbasis Tauchperle am Starnberger See.
Einen ebenfalls netten Kontakt habe ich bei Fluid gehabt. Jedoch werden dort die wahrscheinlich horrenden Ladenmieten auf die Preise umgeschlagen, was neben der miesen Parkplatzsituation den Laden für mich unattraktiv macht. Im Umkreis finden sich noch zig andere Shops, die ich bis dato nicht erkunden konnte. Dazu zählt die Tauchbar, Mischgastauchen, Faszination Tauchsport, Gerdas Tauchshop, Dive World und die Tauchakademie.
Welche empfehlenswerten Shops habe ich vergessen und wo sollte ich unbedingt mal rein schauen? Was sind Eure Lieblingsshops und weshalb?
Aktuell bin ich auch noch auf der Suche nach einem Verein der zu mir passt. Dazu werde ich dann beizeiten auch mal etwas schreiben.
Einsortiert unter: Gedanken | Schlagwörter: Ausfall, ausfallen, Dekompression, Dekompressionsunfall, Knoten, Problem, Spool, Tauchcomputer, Tiefe, Zeit
Auf Grund des vergangenen Ereignisses bin ich etwas nachdenklich geworden. Mein Tauchcomputer (TC) fiel auf über 40m im Walchensee mit Deko auf dem Schirm aus. Was tun? Die erste Wahl ist sicherlich mit dem Buddy auszutauchen und nach dessen Dekodaten eventuelle Stops abzuleisten. Dadurch würden eventuelle Tiefenunterschiede beim Tauchen (und seien es nur 1-2m) vollkommen ignoriert. Das wäre sicherlich zu verkraften, da die aktuellen Algoritmen Sicherheitspuffer eingebaut haben und tendenziell konservativ rechnen. Aber was tun, wenn kein Buddy da ist? Sicherlich ist das aus Sicht der meisten Taucher eine No-Go Situation, doch sei es nun auf Grund von mangelnder Sicht und einem verlorenen Buddy, sei es auf Grund anderer Probleme oder auf Grund eines leichtsinnigen Solotauchgangs, sich selber helfen zu müssen kann vorkommen. Aus diesem Grund sollte bei der Überlegung davon ausgegangen werden, daß man sich selber helfen können muß. Die Antwort der Solotauchausbildung liegt in Redundanz. Zwei Tauchcomputer am Arm erlauben die Übersicht. Einer als Bottom Timer, der im Fall des Falles mit Hilfe der vorher aufgeschriebenen Tabelle den Aufstieg erlaubt. Mit diesem Modell im Kopf habe auch ich mir zwei Tauchcomputer zugelegt.
Beim vergangenen Tauchgang warf mir Mareike dann bei dem Thema eine Frage an den Kopf, die mich zum Schwitzen brachte: Was tun, wenn beide TCs unterschiedliche Werte anzeigen? Welchem TC vertrauen (die Frage erinnert an die Frage nach der Anzahl der O²-Sensoren bei RBs)? Nun gut, wenn man sich in 2m befindet ist eine Unterscheidung ob 2 oder 15m stimmen machbar. Doch in 40m ist zwischen 40 und 50m kaum zu unterscheiden. Da selbst die Tiefe nicht eindeutig zu bestimmen ist, wäre weniger die Frage nach der Dekostufe interessant (die man ja durch die Tabelle ablesen könnte), sondern vielmehr die Frage nach der aktuellen Tiefe um den Stop auch in der richtigen Position abzuhalten. Welchem Rechner vertrauen? Dem tieferen und ggf. mehr auf als absättigen? Oder dem flacheren um ggf. Verletzung der jeweiligen Zone zu erreichen? Das Resultat für Mareike bestand darin zu sagen, daß ein weiterer TC für sie keine weitere Sicherheit bietet und ggf. der Rechner des Tauchpartners die entscheidenden Daten liefert.
Ich war mit dieser Entscheidung noch nicht ganz zufrieden. Denn sollte der TC nicht ganz ausfallen, sondern generell falsche Werte anzeigen ist es für mich alleine mit einem TC nicht feststellbar. Sollten zwei TCs unterschiedliche Werte anzeigen weiß ich immerhin, daß irgendetwas nicht stimmt. Wichtig würde dann sein, daß die angegebene Zeit zumindest in etwa stimmt (sehr große Abweichungen kann man wahrscheinlich intuitiv erahnen und ansonsten würde man den längeren und somit konservativeren Wert als Basis für die Dekoberechnung nehmen) und das man eine entsprechende Tiefenreferenz bekommt. Eine Redundanz des Tauchcomputers stellt somit für mich bereits einen Sicherheitsgewinn dar, beantwortet aber immer noch nicht die Frage, welcher Kalkulation ich nun grob folge. Die gleiche Regel wie mit der Zeit ließe sich auch für dien Tiefe einführen. Größere Tiefen abzuschätzen ist hingegen eine wahre Herausforderung (besonderes für ungeübtere Taucher) und birgt somit ein größeres Risiko. Eine Lösung könnte ein dritter TC sein. Doch irgendwann macht man sich auch lächerlich mit zu viel Gebaumel am Arm.
Eine günstige und praktikable Lösung ist es, in das Spool für den Surfacemarker bei gewissen Tiefen Knoten zu machen. 1 Knoten auf 3m, zwei Knoten auf 6m, drei Knoten auf 9m und vier Knoten auf 12m. Diese Methode lässt sich sicherlich auch bis 21m weiter führen, wird dann jedoch irgendwann unübersichtlich. Der Vorteil liegt in der Ertastbarkeit der Tiefe. Selbst bei schlechten Bedingungen wäre auf diese Art und Weise ein geordneter Aufstieg möglich. Besonders, da der Großteil der Deko auf 3-9m abzusitzen sind könnte man mit einem sehr langsamen Aufstieg bis in diese Tiefen auch ohne einzelne Dekostops wahrscheinlich das Gröbste verhindern. Das Problem bleibt jedoch die zur Berechnung der Dekostops notwendige Maximaltiefe. Da man bei einem dekopflichtigen TG in der Regel etwas länger auf einer gewissen Tiefe verbracht hat ist es sicher möglich auch hier eine grobe Schätzung abzugeben.
Was ist das Resultat der ganzen Überlegung?
- Ein zweiter TC hat nur in den tieferen Sinn Abweichungen und Fehlfunktionen eines TCs zu identifizieren und ggf. bei einem vollkommenen Ausfall einzuspringen
- Eine Tabelle mit Aufstiegszeiten (ggf. mit entsprechenden Dekogasen) ist im Notfall unumgänglich wenn man nicht auf DoF zurückgreifen möchte
- In das Spool eingeknotete Tiefenanzeigen ermöglichen eine Identifikation der wichtigsten Tiefen im worst case
- Es lohnt sich in regelmäßigen Abständen während des Tauchgangs die TCs zu überprüfen um im schlimmsten Fall eine Idee zu haben, wie lange man schon unter Wasser unterwegs ist und auf welchen Tiefen man die maximale Tiefe oder die meiste Zeit verbracht hat um große Abschätzungen, im Fall unterschiedlicher Anzeigen, machen zu können
- Ein Buddy und der TC zwischen den Ohren sind in dem Fall von fehlgeleiteten Instrumenten sicherlich die beste Lebensversicherung
Ich würde mich freuen, wenn ihr Eure Gedanken zu dem Thema mit mir teilen würdet.
Einsortiert unter: Gedanken | Schlagwörter: BR3, Starnberger See, Steilwand, Tauchverbot, Wasserwacht
Da man in einschlägigen Foren nach den vergangenen Tauchunfällen zur Zeit immer wieder von avisierten vollständigen Tauchverboten im Starnberger See liest hier ein Bericht von BR3, der am Ende klar darauf hinweist, daß solch ein Verbot nicht angestrebt wird. Zudem ein paar seltene und schöne Bilder aus dem Starnberger See an der Wasserwacht.
Einsortiert unter: Gedanken | Schlagwörter: Blasen, DAN, Dekompression, Flirt-Studie, Jo-jo, Jojo, Leonardo, Profil, Studie
Zur Zeit scheint die Forschung der DAN der Theorie nachzugehen, daß Jojo Profile womöglich blasen-reduzierend wirken könnten. Entsprechende Tests mit Schweinen verliefen erfolgreich. Einen rudimentären Bericht gab es hierzu auf WDR5. Das Manuskript dazu findet ihr hier: Leonardo Studie zu Dekompression.
Ich bin auf die Ergebnisse der Studie gespannt.
Einsortiert unter: Gedanken | Schlagwörter: code, facebook, qr, quick response code, web 2.0
Man muß ja immer mit der Zeit gehen und nachdem ich an immer mehr Plakaten Quick Response (QR) Codes sehe habe ich mir nun selber einen zugelegt mit der ihr direkt zum Like meiner Facebook Fanpage kommt. Einfach einen QR-Scanner aufs Smartphone laden, abfilmen und schon seid ihr auf der richtigen Seite.
Inzwischen kommt man um soziale Netzwerke ja nicht mehr herum. Und so habe ich es Stefan von Tipps für Taucher nachgetan und endlich eine entsprechende Seite bei Facebook eingerichtet, auf der demnächst neben den veröffentlichen Posts auch noch das ein oder andere “colloquial” Schmankerl zu finden sein wird. Also “liken” und immer auf der neusten Welle surfen – ähh tauchen. Hier springt ihr direkt zur Facebook-Seite.
Einsortiert unter: Ausbildung, Gedanken | Schlagwörter: Bühlmann, Deco, Dekompression, Gradients, high gradient factor, low gradient factor, M Values, Navy, Safety Factors, Tabellen
Gestern war vom DDU ein Stammtisch zur Dekompression angesetzt worden, um M-Values, O2-Fenster, Gradients, etc. etwas näher zu beleuchten, Fragen zu beantworten und hinter das Mysterium Dekompression (welches auch wissenschaftlich noch in mancher Ausprägung schwer greifbar ist) näher zu beleuchten und zu verstehen. Zu fünft schlugen wir also in einem überschaubaren Kreis im Augustiner auf und begannen nach etwas einführendem Gespräch einem Vortrag zur Entstehung und zum aktuellen Forschungsstand zu lauschen. Alle Vortragsteile wurden vorbildlich mit Quellen und Material sowie mit Literatur zum weiteren Vertiefen belegt.
Den kompletten Abend an dieser Stelle zusammen zu fassen ist schier unmöglich, da er sich über 5 Stunden zog. Die Vertiefung bestätigte mich in meinen bisherigen Schlußfolgerungen zu deko on the fly, warf jedoch auch einige Gedanken und Begründungen über Board. Beizeiten werde ich diesen Exkurs auch wieder fortführen.
Ein Informationsstammtisch wie der erlebte ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert und informativ. Ich habe viel mitgenommen und auch einige neue Zusammenhänge knüpfen können. Das Thema ist erstaunlich komplex und auch besonders im Bereich der Forschung sehr spekulativ!
Ein Buch wurde mir während des Workshops mehrfach ans Herz gelegt: Tauchmedizin von A.A. Bühlmann. Zwar ist Bühlann nicht mehr der frischste Algorithmus, jedoch die einzige ausführlich getestete Grundlage auf der die meisten heutigen Modelle aufbauen. Er stellt somit die einzige “sicher” verifizierte Dekompressionsgrundlage dar.
Einsortiert unter: Gedanken | Schlagwörter: Boot, Boot2011, Düsseldorf, Einladung, Event, Messe
Ich hatte mir ja wie im letzten Post beschrieben fest vorgenommen nicht zur Boot zu fahren. Doch wie so oft werden einige Vorhaben durch unerwartete Ereignisse umgeworfen. So erreichte mich heute eine Einladung meines Alumnivereins zu einem Event auf der Boot mit einem verlockenden Programm. Diese Gelegenheit kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen und so werde ich dann doch auf die Boot2011 fahren und bei der Gelegenheit natürlich auch Halle 3 inspizieren. An der Aussage, daß sich das Event zum Schnäppchen jagen nur selten lohnt ändert das jedoch nichts
Jetzt bin ich aber am 29.01. ab 14.30 Uhr auf der Boot in Halle 3 anzutreffen.
Einsortiert unter: Gedanken | Schlagwörter: Ausrüstung, Boot, Boot2011, kaufen, Messe, Preis, Schnäppchen
Zur Zeit findet, wie jedes Jahr, in Düsseldorf wieder die Boot-Messe statt. Die Boot ist die größte Messe für Boots- und eben auch Tauchbedarf in Deutschland. Dort finden sich in Halle 3 traditionsgemäß Informationsstände zu Tauchausrüstung, Reisen und sonstigen Tauchserviceanbietern. Außerdem kann man auf der Boot zu Messepreisen einiges an Ausrüstung einkaufen.
Besonders letzteres ist für viele ein Grund dort hin zu fahren um Preise zu vergleichen und eben vor Ort günstig einzukaufen. Immer wieder finden sich (scheinbare) Schnäppchen auf der Messe. In der Tat kann man auf der Boot einiges günstig einkaufen (und vereinzelt sogar ein richtiges Schnäppchen machen), viele Bekannte treffen und sich informieren. Leider bietet aber die Tauchbranche nur selten wirklich bahnbrechende Innovationen (wenn man nicht eine neue Farbe als Reglerdeckel als bahnbrechende Innovation betrachtet) und diese werden häufig bereits vor der Boot veröffentlicht und auf der Messe lediglich zu Listenpreisen verkauft. Auch werden häufig nur auslaufende Produkte sehr günstig angeboten, die man ähnlich günstig (oder manchmal auch günstiger) beim Händler um die Ecke oder im Internet findet (Der Händler um die Ecke berät u.U. nur für seine Marke, an einem schlechten Tag berät der Händler auf der Boot dafür garnicht – alles Glückssache). Der Vorteil des direkten Vergleichs und der Testmöglichkeit ist aber natürlich nicht zu leugnen.
Sollte man jedoch auf der Suche nach “Kleinkram” sein und Anproben nicht benötigen stellt sich die Frage nach dem ökonomischen Nutzen. Wenn ich eine Anfahrt aus dem Raum Mannheim annehme bin ich bei ca. 520km Strecke (Hin- und Rückfahrt), also ca. 55€ Spritkosten plus 15€ Eintritt. Ich müsste also mindestens 70€ Ersparnis (vom teuren Messe-essen mal abgesehen) durch meinen Kauf auf der Boot im Vergleich zum Internetshop oder Händler realisieren. Für Kleinteile (selbst teurere) ist das kaum realistisch. Es gibt auch zu bedenken, daß generell in manchen Branchen speziell für Messen Güter hergestellt werden, die qualitativ zwar ok sind, aber nicht dem normalen Produkt entsprechen. Denn nur die wenigsten Commodity-Verkäufer werden ihren Messekunden bald wieder sehen und das Gedächtnis für dergleichen ist erfahrungsgemäß kurz. Ob das bei Tauchsportartikelherstellern genauso ist weiß ich jedoch natürlich nicht.
Wenn man jedoch dem zunehmenden Schaulaufen der Boot (sehen und gesehen werden wird offensichtlich für viele immer wichtiger, dazu auch ein sehr netter Artikel in der DI mit dem Titel: “Augenblicke – Messe der Eitelkeiten”) nicht absagen kann oder wie gesagt etwas Auswahl zum Anprobieren sucht, dann ist man sicherlich gut beraten auf der Boot2011 aufzuschlagen. Man sollte nur nicht mit der Erwartung dort hin fahren, Geld zu sparen.
Ich habe mich für dieses Jahr entschieden die genannten 70€ in Ausrüstung zu investieren und mir den Streß und die Fahrtkosten sparen.



