Constantins Diving Blog


DDU Treffen zur Dekompression

Gestern war vom DDU ein Stammtisch zur Dekompression angesetzt worden, um M-Values, O2-Fenster, Gradients, etc. etwas näher zu beleuchten, Fragen zu beantworten und hinter das Mysterium Dekompression (welches auch wissenschaftlich noch in mancher Ausprägung schwer greifbar ist) näher zu beleuchten und zu verstehen. Zu fünft schlugen wir also in einem überschaubaren Kreis im Augustiner auf und begannen nach etwas einführendem Gespräch einem Vortrag zur Entstehung und zum aktuellen Forschungsstand zu lauschen. Alle Vortragsteile wurden vorbildlich mit Quellen und Material sowie mit Literatur zum weiteren Vertiefen belegt.

Den kompletten Abend an dieser Stelle zusammen zu fassen ist schier unmöglich, da er sich über 5 Stunden zog. Die Vertiefung bestätigte mich in meinen bisherigen Schlußfolgerungen zu deko on the fly, warf jedoch auch einige Gedanken und Begründungen über Board. Beizeiten werde ich diesen Exkurs auch wieder fortführen.

Ein Informationsstammtisch wie der erlebte ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert und informativ. Ich habe viel mitgenommen und auch einige neue Zusammenhänge knüpfen können. Das Thema ist erstaunlich komplex und auch besonders im Bereich der Forschung sehr spekulativ!

Ein Buch wurde mir während des Workshops mehrfach ans Herz gelegt: Tauchmedizin von A.A. Bühlmann. Zwar ist Bühlann nicht mehr der frischste Algorithmus, jedoch die einzige ausführlich getestete Grundlage auf der die meisten heutigen Modelle aufbauen. Er stellt somit die einzige “sicher” verifizierte Dekompressionsgrundlage dar.



CMAS Nitrox *
28. Dezember 2010, 18:35
Einsortiert unter: Ausbildung | Tags: , , ,

In Deutschland ist Nitrox bekanntlich nicht so weit verbreitet wie auf den meisten ausländischen Basen und so war es für mich bis dato recht uninteressant, Geld in eine Nitrox-Ausbildung zu investieren. Doch da für die meisten Nitrox** Kurse der Nitrox* als Vorraussetzung gilt war es nun soweit. Also bin ich gestern Abend nach Mainz zur Seekuh gefahren und habe dort das Manual abgeholt und mich zum Kurs angemeldet. Da der Kurs ein reiner Theoriekurs ist und ich generell als jemand bekannt bin, der Theorie zu Hause büffelt war der auch ohne vorherige Anmeldung exklusiv für mich verfügbar. Zu dem dort üblichen, unschlagbar günstigen Preis.

Das Manual mit etwas weniger als 100 Seiten war am Abend durchgearbeitet. Morgens nochmal etwas vertieft und so ging es heute wieder nach Mainz um die Prüfung abzulegen und die praktische Einweisung zu bekommen. Da ich bereits bei der Seekuh meinen OWD gemacht hatte wußte ich, daß generell um die Praxis wesentlich mehr Aufheben gemacht wird als um die Theorie. Der schriftliche Test war schnell erledigt (inklusive einem massiven Fehler im Antwortenkatalog) und dann ging es ans Analysieren der Gase und ein vertiefendes Gespräch in die Dekompressionstheorie. Zwar ist diese Theorie kein Inhalt des Nitrox* Kurses, aber dennoch sehr interessant und für spätere Kurse relevant. Jetzt warte ich also mein Nitrox PIC und habe mein erstes “Specialty” absolviert… Juchhu.



Testtauchen im Pool
1. September 2010, 09:35
Einsortiert unter: Ausbildung, Tauchen

Gestern habe ich es dann geschafft, meine neu erworbene D12 ins Wasser zu bringen und zu gucken, wie es mit dem Blei aussieht. Dazu war ich von Markus in seinen Binger Tauchclub “TUS Seesterne” zum Training eingeladen worden. Der Club macht seinem Namen alle Ehre und ich fühlte mich vom ersten Moment an, dort gut aufgehoben. Wettkampfdenken entfällt dort und wird durch spielerisches Miteinander kompensiert. Würde ich länger in der Gegend bleiben wäre der Verein definitiv in der engeren Wahl.

Während ich mich also zum Ausbleien in den Trocki samt 300g Unterzieher geworfen habe und dem sicheren Tod durch Erschwitzen näher rückte, stand mir Markus mit Rat und Tat zur Seite. Ich hatte mein 4kg P-Weight angebaut und das Gefühl überbleit zu sein. Besser so, als anders herum. Also wird demnächst versucht ein leichteres V-Weight aufzutreiben. Der Testtauchgang verlief ansonsten erstaunlich gut. Nicht nur die spitzen Wasserlage, sondern auch die Erreichbarkeit der Ventile (!) haben mich begeistert. Während des Tauchens hat Markus mir irgendwann mal das Hauptventil zugedreht was ich unter Wasser problemlos alleine lösen konnte. Ein gewisser Stolz und eine innere Zufriedenheit sind da schon dabei.

Ein kleine Manko ist allerdings wieder aufgetaucht. Die Ventile sind recht schwergängig und die Brücke ist nicht drehbar. Zum Testen hat mir Markus ein altes Ventil von sich mitgegeben an em ich das Zerlegen schon üben konnte. Michael hat mir zudem angeboten mich zu unterstützen und mit seinem Equipment zu bedienen. Also werde ich mich mit Michael nach unserem anstehenden Tauchgang an die Lösung diese Problems machen. Das ganze klingt recht machbar und so freue ich mich darauf, bald gut gleitende Ventile und irgendwann auch getüvte Flaschen zu haben.



Ausbildung zum OWD
21. Dezember 2008, 01:24
Einsortiert unter: Ausbildung | Tags: , , , ,

Als Student spielt Geld leider eine nicht ganz unwichtige Rolle, weshalb ich mich in meiner näheren Umgebung nach einer günstigen Tauchschule umsah. Hängen geblieben bin ich bei der Seekuh in Mainz. Um es vorneweg zu nehmen, ich habe diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Für einen unschlagbaren Preis habe ich eine im Nachhinein betrachtet sehr solide Ausbildung zum Padi OWD bekommen.

Ich hatte mich im Internet schon intensiv auf den Kurs vorbereitet und so verlief das erste Treffen recht unspektakulär. Die Bücher wurden ausgeteilt, die DVD verliehen und dann wurde die Zusammenstellung des Equipments vorgestellt. Mit- und Nachmachen ausdrücklich erwünscht. Was mich im Nachhinein besonders gefreut hat waren die praxisrelevanten Tips. Meine Gruppe bestand aus ursprünglich 4 Tauchschülern (was für den Pool auch völlig unproblematisch ist), wobei in meiner Gruppe zwei Schüler krank wurden und mein Buddy und ich somit eine Tauchlehrerin alleine hatten. Glücklicherweise hielt meine Tauchlehrerin (im Gegensatz zu anderen) nicht so viel von der Padi Philosophie “Wir haben alle wahnsinnig gute Laune und zeigen das auch” und so verlief die Ausbildung sachlich in guter Stimmung ohne zu nerven.

Um nicht übermäßig zu frieden habe ich mir einen Halbtrockenanzug gekauft. Dazu bin ich extra zu einem sogenannten “Fachhändler” nach Rammstein gefahren und mir wurde dot ein Oceanic Flex verkauft, der ja perfekt passt. Unwisend wie ich war habe ich es geglaubt. Inzwischen weiß ich, daß der Anzug nicht wirklich perfekt sitzzt und daher zu viel Wasser einlässt. Es ist zwar immer noch wesentlich besser, als ein Naßanzug, aber weit weg vom perfekten Sitz. Notiz am Rande: Glaube nie einem “Fachhändler”, da er wahrscheinlich maximal den Titel “Tauchequipmentweiterreicher” verdient hat, nimm lieber einen erfahrenen Taucher mit.

Die Freiwassertauchgänge werden in Mannheim im Rheinauer See durchgeführt. Der See hatte im Winter 7°C was in einem mittelmäßigen Halbtrockenanzug schon recht kühl ist. Dafür sind dann aber auch keine Schwimmer im See, die den Schlamm aufwühlen. Nichtsdestotrotz ist die Sicht selbst für deutsche Seen mit 3m nicht grade rosig. Ein kleiner Hecht und ein paar Barsche waren trotzdem ein wahres Highlight. Dazu kommt eine Menge Seegras. Demnächst werde ich wieder in diesen See hüpfen, da er noch viel zu bieten hat. Schlußendlich ist die Ausbildung nach vier Freiwassertauchgängen abgeschlossen. Das man danach zwar die Grundkenntnisse hat, aber nicht wirklich tauchen kann wird jeder wissen, der selber mal getaucht ist. Aber wenn ich mir die Videos im Internet ansehe, bin ich dennoch besser ausgebildet, als die meisten anderen nach vielen Tauchgängen.




Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: