Constantins Diving Blog


O-Ringe
13. April 2011, 08:48
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In der letzten Zeit habe ich mir eine gebrauchte Solaris Backup Lampe zugelegt. Leider ist die Lampe nur sehr schwergängig an und aus zu schalten, weshalb ich mich auf die Suche nach neuen, dünneren o-Ringen gemacht habe. Dazu habe ich den Durchmesser der Lampennut und des Gummis mit der Schieblehre ausgemessen und mich dann auf die Suche nach passenden Dichtungsringen gemacht. Baumarkt, Hornbach und Obi schieden schnell aus. Zum einen ist die Auswahl stark begrenzt und zum zweiten sind die Preise im Vergleich zu anderen Anbietern einfach abartig! Für drei O-Ringe über 4,50€ steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Im Internet wurde ich schließlich auf Lelebeck und ir-Dichtungstechnik aufmerksam gemacht. Spezielle Anfertigungen sind bei Gummi Grün möglich.

Ich entschied mich für Lelebeck auf Grund der geringen Versandkosten von 90 cent und der passenden Auswahl. Als Dichtung für die Lampe wurde mir Nitril-Butadien-Kautschuk (NBR) Dichtungen mit einer Härte von 70 Shore nahegelegt. Da es eine Mindestbestellmenge pro Posten und einen Mindestbestellpreis gibt habe ich gleich verschiedene Dicken bestellt. Leider die Falschen, wie sich beim Testtauchgang herausgestellt hat. Ich empfinde die etwas zu engen Gummis als bessere Wahl, da sie besser sitzen und sich weniger in der Nut bewegen.

Bei dem Übungstauchgang im Streitköplesee in Linkenheim ist die Lampe dann auf Grund der eingesetzten, zu dünnen Gummis abgesoffen. Bemerkenswert war jedoch, daß die Lampe dennoch anstandslos weiter brannte. Das gibt ein sicheres Gefühl.

Nach der Neubestellung muß ich nun feststellen, daß die dickeren Gummis mit 2,5mm Schnurdicke doch die einzig dichten sind, wenngleich sie etwas schwergängig sind. Das lässt sich leider auch mit Silikonspray nicht wesentlich verbessern. Also unter Wasser etwas mehr Kraft aufwenden ;-) Der Versand bei Lelebeck verlief übrigens absolut problemlos und war selbst bei der günstigen Versandart in drei Tagen vor Ort.

Im Zuge der o-Ring Bestellung habe ich mich auch über die eingesetzten o-Ringe in Reglern schlau gemacht. Auffällig hierbei ist, daß es trotz verschiedenster DIN-Normen keinen einheitlichen Standard gibt. Auch sind verlässliche Informationen zu den verwendeten Ringen schwer zu finden, da offensichtlich viel damit experimentiert wird und auch bei einem Regler zum Teil über die Jahre hinweg verschiedene Dichtungen verbaut wurden. Ein Dokument, was mir in dem Zusammenhang geholfen hat ist folgendes:  O-Ring Liste. Jedoch fehlt in dem Dokument die Shore-Stärke sowie das verwendete Material. Bei Apeks scheint es 80 Shore und Ethylen-Propylen Dien Kautschuk (EPDM) zu sein, allerdings sind dafür nicht alle notwendigen Größen erhältlich. Für andere Regler-Typen habe ich zu Shore-Stärken und Material widersprüchliche Aussagen gefunden. Im Zweifelfall ist es daher sicher hilfreich für seinen eigenen Regler individuell auszumessen und zu prüfen welche Dichtungen passen. Informationen zu dem Thema habe ich auf folgenden Foren-Seiten gefunden: taucher.net, divinggroup.de, deep-down-under.de



Übungstauchgang in Linkenheim
8. April 2011, 09:36
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Um die neuen Dichtungen für meine Backuplampe und die neue Stage zu testen und um generell ein wenig zu üben habe ich mich gestern abend mit Stefan in Linkenheim am Streitköplesee getroffen. Nachdem ich endlich den Weg zum See gefunden hatte (der sich übrigens wirklich als Badesee und zum abendlichen Grillen anbietet) wurden die Stages ins Wasser getragen und wir rödelten uns auf.

Im Wasser angekommen mussten wir leider feststellen, daß die Sicht mit unter 1m eher mies war. Wir tauchten links herum und sind um ein Haar an den Baumstämmen vorbei getaucht. Auch der Grund lies sich oft kaum vom Wasser unterscheiden. Also ging es zurück und wir begannen mit den Übungen. Stefan machte sie vor und ich machte sie nach. Wir begannen mit dem Stage Handling. Durch die inzwischen recht leere Stage empfand ich es als schwierig die Stage unterhalb des Finis weg zu clippen. Nach mehreren Anläufen war es dann geschafft. Als nächstes war Boje schießen angesagt. Auch wenn ich noch lernen muß das Spool festzuhalten ;-) lief die Sache gefühlt schon wesentlich reibungsloser ab als die letzten Male. Allerdings immer noch ausbaufähig. In dem Moment als die Boje endlich stand fiel meine Hauptlampe aus. Sie blinkte ein paar mal und dann war sie aus. Später habe ich die Lampe dann untersucht und konnte kein Wasser im Inneren feststellen. Ein kleines Rätsel. Entweder war ich zu doof sie in die richtige Richtung zu drehen, oder es hat sich eine sehr kleine Menge Wasser den Weg in den Lampenkopf gebahnt. Die dreifache Dichtung wäre in dem Fall überwunden worden. Da müssen kommende Tauchgänge zeigen, was das Problem ist.  Da sich der Tauchgang zu einem Nachttauchgang entwickelt hatte wechselte ich auf die Backuplampe. Leider stellte ich fest, daß auch diese bereits geflutet war weil die getesteten Gummis wohl zu dünn waren. Nichtsdestotrotz brannte sie noch immer und hat somit as Prädikat empfehlenswert verdient. Wir hängten die Stages an die Boje und begannen mit den Übungen die sich Basic 7 nennen. Dabei handelt es sich um Übungen, die zur Verbesserung des Umgangs mit der Ausrüstung dienen. 1. Hauptregler aus dem Mund nehmen und wieder zurück 2. Hauptregler aus dem Mund, auf Backup wechseln und Regler weg clippen und wieder alles rückgängig 3. Primärregler abgeben, Long Hose freigeben 4. Maske fluten und ausblasen 5. Maske abnehmen und auf Backup wechseln 6. Fini ablesen und Flaschendruck kommunizieren und 7. Primärlampe weg clippen und auf Backup wechseln. Da meine Backup Lampe bereits in Benutzung war ist 7. bei mir entfallen und 5. haben wir uns auch gespart. Alles in allem ist es aber ganz gut gelaufen wenngleich wie immer und überall Potential besteht. Ich werde in München weiter an meinen Fähigkeiten arbeiten und dann schauen wir mal, ob mein nächster Tauchgang mit Stefan Verbesserungen zeigt. Als Buddy war Stefan wie gewohnt super! Ich freue mich aufs nächste mal.



St Leon Rot
2. April 2011, 14:39
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Heute war es endlich soweit und ich bin nach Schwetzingen gefahren um meine neue Stage entgegen zu nehmen. Vor Ort habe ich mich noch ein wenig mit Joachim unterhalten und er hat mir das Rigging Kit gleich montiert. Wie immer war der Kauf absolut unkompliziert und freundlich. Die Stage wurde mit Luft gefüllt (in Zukunft wird es dann ein 50er Nitrox) und dann bin ich mit der Stage nach St. Leon Rot gefahren, wo ich mich mit Norbert und Thomas verabredet hatte. Thomas fiel leider krankheitsbedingt aus und so würde ich mit Norbert alleine tauchen gehen. Das alles erinnerte mich sehr stark an einen meiner ersten Tauchgänge.

Der Eintritt kostet 4,- für Taucher und das Brevet wird verlangt. Leider haben sich in St. Leon Rot einige Taucher etwas daneben benommen und so ist es seit längerem nicht mehr erlaubt mit dem Auto das Gerödel an die Einstiegsstelle zu transportieren. Da ich die Gelegenheit nutzen wollte um die Stage zu testen trug ich sie als erstes ins Wasser um dann mit meinem Doppelpack hinterher zu stapfen. Echt schweißtreibend bei 22°C und Sonnenschein. Im Wasser wurde das dann aber entscheidend besser.

Die Sicht war sehr mäßig. An der Wasseroberfläche lag die Sicht bei ca. 1,5m und am besten war sie in ca. 16m mit 3m . Ob daran andere Taucher oder das Wetter schuld waren lies sich nicht feststellen.  Das Wasser ist entgegen der Oberflächentemperatur mit 5°C noch recht frisch. Ich wechelte bald nach dem Abtauchen auf die Stage und es klappte recht gut wenngleich das Handling noch sehr ungewohnt ist. Die vielen Schläuche machen mir dabei bisher noch am meisten zu schaffen, da ich doch ungerne mit dem einen Schlauch einen anderen verdecke. Aber das wird sich auch mit der Zeit lösen. Beim Verstauen fiel mir auf, daß Joachim das Gummi unter dem Rigging aufgezogen hat, was mit Trockenhandschuhen nur schwer anzuheben war um den Schlauch darunter zu schieben. Das werde ich noch ändern. Ansonsten freue ich mich über die zusätzliche Luft, die mir ermöglicht in Zukunft die Deko zu verkürzen oder etwas Reserve aufzubauen. Mit etwas mehr Übung wird das ganze sicherlich auch routinierter. Norbert war wie immer ein spitzen Buddy und so wir beendeten den Tauchgang nach 70min und gönnten uns zum Abschluß noch einen Kaffee aus dem Automaten. Ich freue mich auf den nächsten Tauchgang




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