Constantins Diving Blog


Boot2011
31. Januar 2011, 13:07
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Wie bereits geschrieben hat es mich vorgestern trotz des inneren Widerstandes (so stark war er scheinbar nicht) auf die Boot verschlagen. Primärer Grund hierfür war für mich die Möglichkeit mal einen Blick hinter die Kulissen der Boot zu werfen. Die Besichtigung der Sunseeker 88, dem größen ausgestellten Exponat, war dabei nur ein kleines Schmankerl. Erstaunlich übrigens, daß dieses Schiffchen grademal eine Reichweite von 650km hat bevor die nächste Tankstelle angelaufen werden muß. Auch die Information, daß es keinen stabileren Messepart als die Taucher gäbe und daß ein m² auf der Boot dieses Jahr 130€ kostet lässt die dauerjammernde Tauchbranche in einem gänzlich neuen Licht erscheinen. Nach dem leckeren Mittagessen im Gästeclub war das offizielle Programm um 14.30 Uhr auch beendet und ich machte mich auf den Weg in die heilige Halle 3 der Taucher.

Wenn ich schonmal da bin könnte ich ja auch das ein oder andere mitnehmen. Auf meiner Liste standen so einige Kleinigkeiten und auch ein paar größere Investitionen. Meine Situation erinnerte mich grob an ein Statement, welches ich (sinngemäß) im Taucher.net gelesen hatte, wo ein Taucher sich klar vornimmt nichts zu kaufen und sich dann 5h später fragt wie er das nicht gekaufte nach Hause bringen soll ;-) So schlimm war es bei mir aber glücklicherweise nicht.

Nach einem kurzen Gespräch mit Achim Schlöffel habe ich zu einem mehr als konkurrenzfähigen Preis das neue Spool, was von ISE vertrieben wird erworben (und erstmal vor Ort 50m Leine aufgespult…). Das Stück liegt trotz des fehlenden Lochs gut in der Hand und die weiße Farbe kann auch nicht schaden. Als nächstes habe ich mir für meine am Freitag beim DCP erworbene Backupmaske (ebenfalls eine Technisub Look) ein Klett-maskenband mitgenommen und ein neues Fini am ATP Santi-Stand erworben.

Danach ging es für mich zu BtS, wo ich einen Halcyon Hebesack erwerben wollte. Leider ist das gute Stück zur Zeit am Stand nicht verfügbar gewesen. Nach einem netten Gespräch mit drei Verkäufern war aber klar, daß man mir auch nach der Boot noch den Messepreis anbieten wollte. Per Mail ist jetzt die Bestellung raus. Zwar ist der Messepreis von BtS gleich dem Preis eines ebay Händlers, aber ich beziehe lieber direkt bei einem Händler, den ich mal gesprochen habe. Der nächste Weg führte mich wider zu Matthias am Dive-King Stand, wo ich mir ein Angebot für eine komplette Stage abholte. Ich hatte mich mit Thomas verabredet, der Samstag ebenfalls die Boot besuchte und klärte während des Wartens am Tilly-Tec Stand auch noch ab, daß ich auf Nachfrage auch nach der Boot noch die entsprechenden Messepreise für eine Backup bekommen könne. Alles in allem also ein netter Networkingtag und ich mußte nicht so viel nach Hause tragen.

Mit Thomas und seinen Begleitern habe ich dann noch ein Weißbier vernichtet und ein bisschen über das Gesehene diskutiert. Auf dem Weg zum Ausgang habe ich mich nochmal beim Santistand festgefahren, an dem der taucher.net User beluga über mich stolperte und die Gelegenheit zum Anlass nahm mich doch mal auf meinen Blog anzusprechen. Auch wenn wir sicherlich einige verschiedene Auffassungen zu einigen Themen haben fand ich es anständig, daß er immerhin persönlich seine Meinung vertrat und mich auch darauf ansprach.

Rückblickend war die Boot wiedermal nett und hat meine Erfahrung bestätigt. Die zu bekommenden Preise lassen sich auch abseits der Boot erzielen wenn man etwas verhandelt und ausschließlich zum Einkaufen lohnt sich der Besuch nicht. Allerdings bietet sich der Besuch an, um sich über Produkte zu informieren, zu vergleichen und um andere Taucher zu treffen.



Getestet: Gibielle LED 6×8
28. Januar 2011, 14:19
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Nun habe ich die Gibielle Tanklampe seit etwa einem viertel Jahr und in mehreren Gewässern unter unterschiedlichsten Bedingungen getestet. Diese Eindrücke möchte ich gerne mit Euch teilen.

Die Lampe hat sich bisher sehr gut gehalten und zeigt auch bei “normaler” Benutzung in der Tauchkiste kaum Verschleißspuren – das Aluminiumgehäuse hält was es verspricht. Auch Wassereinbrüche kann ich nicht vorweisen wobei für brüchige O-Ringe der Testzeitraum auch kaum ausreicht. Durch die gelegentliche Benutzung von Silikonspray nach dem Laden kann man das aber wahrscheinlich auch ganz gut hinauszögern oder gar verhindern. Das die Batterien jedes mal aus dem etwas filigranen Akkupack genommen werden müssen um geladen zu werden empfinde ich als suboptimal. Da habe ich immer etwas Sorge den seitlichen Draht (?) abzureißen, da die Akkus sehr fest sitzen.

Das Goodman Handle habe ich wie beschrieben auf den kleinstmöglichen Zustand zusammen geschoben. Auch dieser Zustand ist nicht perfekt da immer noch zu groß (das wird voraussichtlich im Sommer mit dünneren Unterziehhandschuhen noch störender), aber hinnehmbar. Durch den im Vergleich zu anderen Lampen recht großen und am vorderen Ende vergleichbar schweren Lampenkopf würde ich mir manchmal einen besseren Griff wünschen in dem ich die Lampe vollkommen “ermüdungsfrei” tragen kann. Vielleicht kommt der ja auch noch irgendwann.

Ich habe die Lampe mit 2700mA Akkus betrieben und konnte subjektiv auch nach 160min Tauchgang keine nennenswerte Veränderung der Leuchtkraft feststellen. Das widerspricht allerdings etwas dem Ergebniss von tauchfunzel.de.  Das Ergebnis des Vergleichs der Lampen zur LED2000 hat mich lange sehr verwundert, da er nicht mit meiner subjektiven Wahrnehmung übereinstimmte. Im klaren Wasser ist durch den etwas größeren Spot die Gibielle subjektiv sogar heller als die Tilly Tec LED1000 S1. Klarheit brachte jedoch ein Tauchgang mit Sicht um ca. 0,5m. Da bemerkt man die unterschiedlichen Leistungszahlen. Zwar bin ich auch unter diesen Umständen mit der Gibielle hochzufrieden und sehe ausreichend, jedoch kommt der Strahl der TT doch ein Stückchen weiter. Wir reden hier jedoch von Zentimetern, während ich bei klarem Wasser mit der Gibielle eher vor den anderen her leuchten konnte. Das trifft auch auf Tauchgänge bei Tageslicht zu, bei denen die Gibielle immer noch ausreichend Licht gibt, um schattige Flecken auszuleuchten.

Zusammenfassend ist die Lampe mit unter 300€ in den meisten Situationen ihren wesentlich teureren Kollegen trotz kleinerer Schwächen gewachsen. Auch in sichttechnisch extremeren Situationen empfinde ich sie als ausreichend. Ich kann die Lampe guten Gewissens weiter empfehlen und würde sie mir auch wieder kaufen.



DDU Treffen zur Dekompression

Gestern war vom DDU ein Stammtisch zur Dekompression angesetzt worden, um M-Values, O2-Fenster, Gradients, etc. etwas näher zu beleuchten, Fragen zu beantworten und hinter das Mysterium Dekompression (welches auch wissenschaftlich noch in mancher Ausprägung schwer greifbar ist) näher zu beleuchten und zu verstehen. Zu fünft schlugen wir also in einem überschaubaren Kreis im Augustiner auf und begannen nach etwas einführendem Gespräch einem Vortrag zur Entstehung und zum aktuellen Forschungsstand zu lauschen. Alle Vortragsteile wurden vorbildlich mit Quellen und Material sowie mit Literatur zum weiteren Vertiefen belegt.

Den kompletten Abend an dieser Stelle zusammen zu fassen ist schier unmöglich, da er sich über 5 Stunden zog. Die Vertiefung bestätigte mich in meinen bisherigen Schlußfolgerungen zu deko on the fly, warf jedoch auch einige Gedanken und Begründungen über Board. Beizeiten werde ich diesen Exkurs auch wieder fortführen.

Ein Informationsstammtisch wie der erlebte ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert und informativ. Ich habe viel mitgenommen und auch einige neue Zusammenhänge knüpfen können. Das Thema ist erstaunlich komplex und auch besonders im Bereich der Forschung sehr spekulativ!

Ein Buch wurde mir während des Workshops mehrfach ans Herz gelegt: Tauchmedizin von A.A. Bühlmann. Zwar ist Bühlann nicht mehr der frischste Algorithmus, jedoch die einzige ausführlich getestete Grundlage auf der die meisten heutigen Modelle aufbauen. Er stellt somit die einzige “sicher” verifizierte Dekompressionsgrundlage dar.



Erstens kommt es anders zweitens als man denkt
26. Januar 2011, 12:15
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Ich hatte mir ja wie im letzten Post beschrieben fest vorgenommen nicht zur Boot zu fahren. Doch wie so oft werden einige Vorhaben durch unerwartete Ereignisse umgeworfen. So erreichte mich heute eine Einladung meines Alumnivereins zu einem Event auf der Boot mit einem verlockenden Programm. Diese Gelegenheit kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen und so werde ich dann doch auf die Boot2011 fahren und bei der Gelegenheit natürlich auch Halle 3 inspizieren. An der Aussage, daß sich das Event zum Schnäppchen jagen nur selten lohnt ändert das jedoch nichts :-)

Jetzt bin ich aber am 29.01. ab 14.30 Uhr auf der Boot in Halle 3 anzutreffen.



Boot oder nicht Boot
24. Januar 2011, 09:18
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Zur Zeit findet, wie jedes Jahr, in Düsseldorf wieder die Boot-Messe statt. Die Boot ist die größte Messe für Boots- und eben auch Tauchbedarf in Deutschland. Dort finden sich in Halle 3 traditionsgemäß Informationsstände zu Tauchausrüstung, Reisen und sonstigen Tauchserviceanbietern. Außerdem kann man auf der Boot zu Messepreisen einiges an Ausrüstung einkaufen.

Besonders letzteres ist für viele ein Grund dort hin zu fahren um Preise zu vergleichen und eben vor Ort günstig einzukaufen. Immer wieder finden sich  (scheinbare) Schnäppchen auf der Messe. In der Tat kann man auf der Boot einiges günstig einkaufen (und vereinzelt sogar ein richtiges Schnäppchen machen), viele Bekannte treffen und sich informieren. Leider bietet aber die Tauchbranche nur selten wirklich bahnbrechende Innovationen (wenn man nicht eine neue Farbe als Reglerdeckel als  bahnbrechende Innovation betrachtet) und diese werden häufig bereits vor der Boot veröffentlicht und auf der Messe lediglich zu Listenpreisen verkauft. Auch werden häufig nur auslaufende Produkte sehr günstig angeboten, die man ähnlich günstig (oder manchmal auch günstiger) beim Händler um die Ecke oder im Internet findet (Der Händler um die Ecke berät u.U. nur für seine Marke, an einem schlechten Tag berät der Händler auf der Boot  dafür garnicht – alles Glückssache). Der Vorteil des direkten Vergleichs und der Testmöglichkeit ist aber natürlich nicht zu leugnen.

Sollte man jedoch auf der Suche nach “Kleinkram” sein und Anproben nicht benötigen stellt sich die Frage nach dem ökonomischen Nutzen. Wenn ich eine Anfahrt aus dem Raum Mannheim annehme bin ich bei ca. 520km Strecke (Hin- und Rückfahrt), also ca. 55€ Spritkosten plus 15€ Eintritt. Ich müsste also mindestens 70€  Ersparnis (vom teuren Messe-essen mal abgesehen) durch meinen Kauf auf der Boot im Vergleich zum Internetshop oder Händler realisieren. Für Kleinteile (selbst teurere) ist das kaum realistisch. Es gibt auch zu bedenken, daß generell in manchen Branchen speziell für Messen Güter hergestellt werden, die qualitativ zwar ok sind, aber nicht dem normalen Produkt entsprechen. Denn nur die wenigsten Commodity-Verkäufer werden ihren Messekunden bald wieder sehen und das Gedächtnis für dergleichen ist erfahrungsgemäß kurz. Ob das bei Tauchsportartikelherstellern genauso ist weiß ich jedoch natürlich nicht.

Wenn man jedoch dem zunehmenden Schaulaufen der Boot (sehen und gesehen werden wird offensichtlich für viele immer wichtiger, dazu auch ein sehr netter Artikel in der DI mit dem Titel: “Augenblicke – Messe der Eitelkeiten”) nicht absagen kann oder wie gesagt etwas Auswahl zum Anprobieren sucht, dann ist man sicherlich gut beraten auf der Boot2011 aufzuschlagen. Man sollte nur nicht mit der Erwartung dort hin fahren, Geld zu sparen.

Ich habe mich für dieses Jahr entschieden die genannten 70€ in Ausrüstung zu investieren und mir den Streß und die Fahrtkosten sparen.



Josephine 2
24. Januar 2011, 08:51
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Auch der Sonntag war wieder vom Tauchen geprägt. Zur Mittagszeit hatte ich mich mit Mareike erneut zum Tauchen verabredet. Ich hatte geplant bei der Tauchperle in Percha vor dem Tauchgang noch zu füllen.

Als ich dort ankam stand bereits eine Gruppe an Tauchern vor der Basis und schaute eher düster drein. Der Grund hierfür war schnell gefunden, denn die Füllstation war dicht. Ein Zettel an der Tür informierte den Taucher, daß die Filterpatrone verbraucht sei. Ich war etwas verwundert, wie eine Filterpatrone so plötzlich und unerwartet verbraucht sein kann daß man nichtmal rechtzeitig Ersatz herbeischaffen kann; das ist schon mäßiges Management. Aber mir ist es im Endeffekt lieber wenn die Station dann dicht macht, als wenn sie unreine Luft in meine Flaschen pumpt. Geschäftstüchtig wäre es gewesen, wenn man dann direkt davor einen Verkaufsstand mit Personalfiltern eröffnet hätte :-P

Als Mareike eintraf haben wir also erstmal mit dem Füllschlauch für Druck auf meinen Flaschen gesorgt. Dank der Stage am gestrigen Tag waren die Flaschen ja auch noch einiges über den 100bar. Kaum aufgerödelt fror bei -2°C der Druckknopf des Inflators fest und blies erstmal ordentlich den Wing auf. An Land ist es schon recht schwierig im Gehen die Ventile zu zu drehen…  Im Wasser taute das ganze aber schnell wieder auf und der V-Drill zum Beginn des Tauchgangs kann sicherlich auch nicht schaden :-) Danach hat mich Mareike zur Josephine 2 geführt. Dieses Schindelwrack ist (wie die Josephine) ca. 100 Jahre alt und vom gleichen Betreiber gewesen. Es ist ebenfalls mit Schindeln gefüllt und trotz seiner erstaunlich kleinen Größe ein tolles Erlebnis. Alleine zu wissen, wie lange dieses Wrack an der Stelle liegt und wie gut es erhalten ist ist atemberaubend! Am Wrack gibt es anscheinend noch eine große Quappe, die sich allerdings vor mir unter dem Bug versteckte. Schade, aber ein Grund wieder zu kommen. Die Sicht war auch hier wieder fantastisch.

Nach dem Schindelwrack sind wir noch zum Segelboot getaucht und dann zurück zum Einstiegspunkt. Dort machte sich bereits eine weitere Gruppe Taucher fertig. Eine Taucherin hatte ihre Maske vergessen und so halfen wir natürlich gerne aus. Während wir auf die Maske warteten sind wir wieder ins Restaurant Manthal gefahren und haben es uns dort gut gehen lassen. Leider war der Kaiserschmarrn an dem Tag aus. Sehr bedauerlich!

Das ganze war ein wirklich gebührender Abschied aus München, da ich nun erstmal für 2-3 Monate gen England zu einer Tauchpause entschwebe und meine Master Thesis beende bevor ich vorraussichtlich erneut für längere Zeit in die Gegend kommen werde! Dann freue ich mich erneut auf viele tolle Tauchgänge rund um München mit spitzen Buddies!



Ein Segelboot und eine Stage
23. Januar 2011, 18:08
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Gestern war es wieder soweit und ich habe Mattäus am Starnberger See eingesammelt. Er hatte mir angeboten, mir den Umgang mit einer Stage näher zu bringen und mich üben zu lassen. Er hatte sich dazu aus dem Pool von cavebase eine 80cuft Stage ausgeliehen.

Wir fuhren nach Berg, wo Mattäus durch seine Mitarbeit bei einem Schiffahrtsverband eine Genehmigung zum Tauchen hatte. Eigentlich ist an dieser Stelle Tauchverbot. Das scheint allerdings wenige Personen zu interessieren, denn es war einiges an Tauchverkehr vorzufinden. Wir haben uns also gemütlich aufgerödelt und sind abgetaucht. Geplant war ein gemütlicher Tauchgang mit Übergabe der Stage auf ca. 10m und ein paar Übungen und dann würde ich Mattäus folgen. So haben wir das ganze auch durchgezogen. Mattäus hat mir die Übung vorgemacht, die Stage übergeben und ich habe es nachgemacht. Erstaunlicherweise hat es besser geklappt als ich es mir vorgestellt hatte. Durch die gute Einweisung hatte ich bei der Übergabe Auf- und Abtrieb bedacht und somit keine nennenswerte Vertikalbewegung im Wasser. Einiges an Umgewöhnung erfordert allerdings das Clippen der Stage mit den Trockenhandschuhen (bisher hatte ich am linken Hüft-D-Ring ja nur das Fini). Trotz großer Karabiner ist das wirklich verzwickt und fordert wohl eine Menge Übung. Ähnlich verhält es sich mit dem Schlauchgewirr :-) Mit etwas Übung scheint das aber machbar zu sein! Was mir auch noch aufgefallen ist ist meine Liebe zum Cyclon. An der Stage war ein Apeks TX50. Das Gaumensegel am Mundstück ist zwar sehr bequem, aber die mittlere Einstellung was den Atemwiderstand betrifft empfand ich als viel zu leicht. Ich wurde dauernd aufgeblasen bis ich den Widerstand fast bis zum Anschlag erschwerte. Ich empfand das als störend.

Mit der Stage sind wir dann zum Segelboot dort getaucht. Die Sicht war mit ca. 20m hervorragend! Auf dem Rückweg hat mich Mattäus noch zu einer Stelle geführt wo der Sand etwas abgetragen ist und einige Relikte aus dem 2. Weltkrieg zu finden sind. Von Munitionsresten bis hin zu NS-Anstecknadeln.

Danach habe ich den Stageregler wie anfangs gezeigt wieder verstaut (was erneut mit den etwas kalten Fingern und den dicken Handschuhen einiges an Fummelei bedeutet hat). Auch hier tut Übung und etwas Routine gut. Der Auftrieb der Stage kam mir bei dieser Übung aber sehr entgegen. Quasi praktisch :-)

Nach 50min sind wir ganz gemütlich aus dem Wasser gestiegen. Der Tauchgang war sehr lehrreich und durch die enormen Sichtweiten einfach nur toll. Wenn ich wieder in München bin hat Mattäus schon Wiederholung angekündigt.



Hinterfragt: Übungen während der Deko
20. Januar 2011, 09:56
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Im Zuge meiner letzten, längeren Deko habe ich auf dem 3m-Stop diverse Übungen (Flossentechnik, V-Drill,…) durchgeführt. Die Gedanken dahinter waren simpel: Zum einen lenkt das etwas von der Kälte ab, zum anderen wärmt Bewegung immer etwas und zuletzt kann Üben ja nicht schaden.

Die Reaktion auf die Veröffentlichung meiner Betätigung war vielfältig und durch die Bank negtiv. Daraufhin habe ich mir die Frage gestellt, ob Bewegung während der Deko tatsächlich generell schlecht zu bewerten ist.

Auf mehreren Seiten stieß ich dann auf Bestätigungen meiner Theorie. Bewegung während der Deko ist empfehlenswert! Die Wärme ist zum einen ein wichtiger Faktor zur Vermeidung einer DCS und zum zweiten wird durch Bewegung verhindert, daß einige Extremitäten unzureichend durchblutet werden und dadurch womöglich sogar anfälliger für DCS werden. “Untätiges Rumhängen” wirkt demzufolge sogar kontraproduktiv!

Natürlich bedeutet das jetzt nicht, daß man sich während der Deko anstrengenden Tätigkeiten widmen sollte (da durch den ansteigenden Blutdruck bei Anstrengung komprimierte Blasen in den arteriellen Kreislauf gelingen könnten) oder Tätigkeiten, die womöglich zum Abbruch der Deko führen (z.B. Trockirolle). Wer jedoch bei Flossentechniken, S- oder V-Drills angestrengt wird macht wahrscheinlich generell einiges sehr falsch :-)



Storage Pack und Wetnotes
18. Januar 2011, 15:46
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Ich arbeite ja langsam daran meine Ausrüstung zu vervollständigen und so habe ich mir bei dir-x in Ludwigshafen am Sonntag Abend ein Storage Pack und Wetnotes von DUX bestellt. Bereits heute wurde Selbiges geliefert. Bei den vergangenen Tauchgängen ist mir das ein oder andere mal aufgefallen, daß Unterwasserkommunikation mit Wetnotes eine schöne Sache wäre. Und der Marker/Hebesack in Spe braucht schließlich auch mal ein Plätzchen.

DUX ist der gleiche Hersteller wie DTD oder DIR-Zone und wird in Tschechien hergestellt. Besonders unter der Marke DIR-Zone hat sich der Hersteller in Deutschland durchgesetzt, da er eine solide Qualität von DIR-tauglichen Produkten weit unter der Preisgrenze von Halcyon anbietet. Die Wetnotes haben einen festen Einband aus Cordura, ein Lesezeichen und eine Sichthülle, unter der man z.B. eine Standard-Runtime-Tabelle unterbringen könnte. Ein Stift ist ebenfalls dabei (den ich allerdings noch mit einer Schnur an den Wetnotes zu befestigen überlege) und das ganze Paket war mit 15,50€ zu einem sehr günstigen Preis zu bekommen. Das Storagepack ist zweckmäßig, passt auf das Halcyon Backplate und es sind Edelstahlschrauben dabei. Preislich haut auch das Pack  mit 25,50€ niemandem vom Hocker.

Das Storage Pack habe ich übrigens am unteren Ende jeweils mit Bungees befestigt weil ich andernfalls nicht mehr an die untere Flügelmutter komme.

Jetzt werde ich noch einen weiteren Doppelender besorgen und dann bin ich der Vervollständigung meiner Ausrüstung wieder einen Schritt näher (wenngleich Vollständigkeit bei Ausrüstung für Hobbies eine Illusion darstellt).



Allgemeinverfügung Starnberger See
18. Januar 2011, 09:53
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Aus gegebenem Anlass und weil ich selber bis vor kurzer Zeit noch nichtmal wußte daß neben den bayerischen Landeswasserschutzgesetzen noch eigene Verfügungen existieren habe ich mich mal umgesehen. Gefunden habe ich, wie nicht anders zu erwarten, die oft zitierte Allgemeinverfügung des Starnberger Sees vom 01.04.2008. Eigentlich hätte ich wohl etwas früher danach suchen sollen, doch welcher Taucher aus dem Gebiet um BaWü ahnt schon, daß die Bayern das Tauchen aus derart anderen Sichtwinkeln betrachten :-)

Um auch anderen Tauchern aus der Gegend die teilweise übertrieben heftigen Anfeindungen zu ersparen (verwunderlich, daß zumeist diejenigen laut schreien, die selber nie am See anzutreffen sind ;-) ) hier nun die entsprechende Allgemeinverfügung zum Tauchen im Starnberger See: AVV_STA .

Übrigens wäre zur Lösung des Tiefenproblems EAN24 bis ca. 50m möglich. Und es würde nicht unter den Pressluftparagraphen der AVF fallen. Ob das allerdings so zielführend ist?




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